Porträt

laut.de-Biographie

Panic! At The Disco

Man kennt das: Wenn in der Indie-Disse mal etwas Neues oder gar Unkonventionelles läuft, werden die Fragezeichen in den Gesichtern des Publikums immer größer und die Tanzfläche leert sich schlagartig. Von Panik ist jedoch in der Regel keine Spur. Derartiges dürfte bei der amerikanischen Band Panic! At The Disco bei allem Wohlwollen sicherlich auch nicht entstehen. Dazu geriert sich ihre Musik zu bodenständig, anders als der Bandname vielleicht suggerieren möchte.

Panic! At The Disco sind vier Burschen aus dem Sündenpfuhl Amerikas, Las Vegas. Die Band setzt sich bis Mitte 2009 aus Ryan Ross (Gitarre), Spencer Smith am Schlagzeug, Brent Wilson (Bass) sowie Sänger und Gitarrist Brendon Urie zusammen. Walker und Ross verlassen den Dancerock-Act im Juli 2009 aufgrund kreativer Differenzen. Ian Crawford (The Cab) ersetzt Ross, Wilson wird gegen Dallon Weekes von The Brobecks eingetauscht.

Gewisse stilistische Analogien zu The Faint beziehungsweise Radio 4 sind dabei nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Ein wenig Samiam klingt ebenso durch. Wobei PATD die Counting Crows sowie Fleetwood Mac als ihre Lieblinsbands bezeichnen. Ein anderer Einfluss, der sich auf ihrem Debüt "A Fever You Can't Sweat Out" bemerkbar macht, sind Queen und Third Eye Blind.

Dabei geht es in der Hauptsache um sauber produzierten, melodieverliebten Rock mit technoiden Versatzstücken, den sie mit Einsatz von Drummachine und Synthesizern auf Vordermann bringen. PATD haben einen Sound in petto, der auch auf den Einsatz eher konventioneller Instrumente wie Akkordeon oder Vaudeville-Klavier nicht verzichtet. Bei MySpace.com laufen PATD interessanterweise unter der Rubrik Rock/Big Beat/Techno. Was ihrer Platzierung als mehrmaliger Nummer eins in den MySpace-Charts mit über vier Millionen Aufrufen ihrer Profilseite keinen Abbruch tut. Ihr dortiger Friend Space besteht zudem aus einer nicht geringen Anzahl weiblicher Fans. Auch bei PureVolume.com halten sie sich wochenlang in den Top Ten der Downloads.

Der Ausgangspunkt von Panic! At The Disco liegt irgendwo in der Peripherie von Las Vegas. Hier leben Ryan Ross und Spencer Smith in der selben Straße. Ross bekommt als Teenager zu Weihnachten eine Gitarre geschenkt, bei seinem Kumpel Spencer steht dagegen ein Schlagzeug unterm Tannenbaum. Zu Beginn der gemeinsamen Highschool-Zeit finden die beiden Gefallen daran, selbst Musik zu machen.

Ross und Smith spielen zunächst Coverversionen von Blink 182. Später gründen die zwei zusammen mit dem Bassisten Brent Wilson eine Band. Dieser besucht an der High School eine Klasse mit Gitarrenunterricht. Dort lernt er Brendon Urie kennen, den er zu einer Probe mitbringt. Nach nur einem Probedurchgang hat die Band bereits ihr viertes Mitglied. Den Namen Panic! At The Disco entlehnen die vier Musiker einem Song einer Formation namens Name Taken.

Sie schreiben Songs und versuchen, einen eigenen musikalischen Stil zu entwickeln. Mit eher rudimentärem Equipment nehmen sie Demos auf. Ihre ersten beiden Stücke stellen sie ins Internet auf einer Seite des Fall Out Boy-Musikers Peter Wentz. Dieser wird zufällig darauf aufmerksam, zeigt sich angetan, besucht die Band in ihrem Proberaum und nimmt sie daraufhin für Decaydance unter Vertrag, einem Sublabel von Fueled By Ramen (Less Than Jake, Jimmy Eat World). So schnell kann's gehen.

Wilson und Smith schließen eilig ihre Schulausbildung per Fernstudium ab. Urie dagegen besucht tagsüber brav den Unterricht, während Ross die Schule verlässt, was ihm gehörig Ärger vom Vater einbringt. Doch die Musikerkarriere ist dem Filius wichtiger. Panic! At The Disco ziehen kurzzeitig nach Maryland, um ihr Debüt "A Fever You Can't Sweat Out" mit Hilfe des Produzenten Matt Squire einzuspielen, das die Jungs sowohl in den USA 2005, als auch in Europa 2006 auf einen Schlag berühmt macht.

Der psychedelische Nachfolger "Pretty. Odd." verkauft sich 2008 zwar nicht ganz so ungeheuerlich, bringt die Truppe aber immerhin an interessante Plätze wie Singapur, Südkorea, Japan, Hong Kong und auf die Philippinen.

2009 haben Bassist Jon Walker und Gitarrist Ryan Ross dann genug gesehen und verkünden ihren Ausstieg. Offizieller Grund sind die berühmten musikalischen Differenzen. Brendon Urie und Spencer Smith reagieren jedoch alles andere als geschockt und arbeiten fortan als Duo. "Vices & Virtues" (2011) ist das erste Lebenszeichen der neuen Formation unter altem Namen.

Für die anschließende Tour heuert das Duo den Bassisten Dallon Weekes an. Dallon fügt sich dermaßen gut ins Bandgefüge ein, dass die Verantwortlichen sich dazu entschließen, ihn langfristig zu binden. Eine offizielle Bestätigung seitens der Band folgt allerdings erst Mitte 2012 via Twitter.

Im selben Jahr beginnt die Pre-Production-Phase für das nächste Album. Während dieser Zeit findet Brendon Urie wieder einen Bezug zu seiner Heimatstadt, um die er lange Zeit einen Bogen machte: "Wir kehrten damals Vegas den Rücken, als wir 17 waren, denn in diesem Alter ist Vegas scheiße.Wir haben dort nie Live-Shows gespielt. Das hat uns viele Jahre lang ziemlich verbittert. Doch als ich dann dieses eine Mal wieder dort war, fiel mir auf, dass die Leute dorthin gehen, um ihre Masken abzulegen und loszulassen, und das hat mich inspiriert", sagt der Sänger.

Zusammen mit ihrem Produzenten Butch Walker (Fall Out Boy, Pink) tüfteln P!ATD an zahlreichen Songideen, mit denen die Band ins Studio geht. Das Gesamtpaket "Too Weird To Live, Too Rare To Die" erscheint im Oktober 2013. Für die zukünftigen Live-Shows nimmt sich die Band viel vor: "Wir wollen dieses Club-Feeling erschaffen, bei dem die Musik nicht nachlässt und der Beat niemals stoppt. Wir möchten eine Umgebung erschaffen, die sich nicht wie eine Arena anfühlt. Wir möchten, dass das Publikum tatsächlich vergisst, wo es sich befindet."

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Live in Köln 2006 Keine Panik im Kölner Palladium.

Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Keine Panik im Kölner Palladium., Live in Köln 2006 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

Termine

Do 01.05.2014 Berlin (Astra Kulturhaus)
Fr 02.05.2014 Düsseldorf (Stahlwerk)

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