Porträt

laut.de-Biographie

Ov Hell

Ende der ersten Dekade des zweiten Jahrtausends rumort es kräftig in der norwegischen Black Metal-Szene. Viele der alten Lichtgestalten haben viel von ihrem Glanz eingebüßt, viele der ehemaligen Aktivisten gehen mittlerweile gemäßigter an die Sache ran.

Auch bei Gorgoroth, einer der einst führenden Bands des Genres, geht es hoch her. Fronter Gaahl und Bassist King Ov Hell wollen schließlich sogar Gitarrist Infernus, das einzige, verblieben Originalmitglied, per Gericht aus der Band rauswerfen lassen - und fallen damit mächtig auf die Schnauze. Nach einem kurzen Zwischenspiel als Good Seed zieht sich Gaahl zunächst aus dem Black Metal zurück. King widmet sich seinen zahlreichen Nebenbaustellen.

Er, der eigentlich Tom Cato Visnes heißt und schon bei Bands wie Sahg, Audrey Horne oder I aktiv war/ist, hebt mit dem Dimmu Borgir-Fronter Shagrath (Stian Tomt Thoresen) die Band Ov Hell aus der Taufe. Doch damit nicht genug, handelt es sich bei dem Projekt um so etwas wie eine Black Metal Allstar-Band.

Das musikalische Material stammt komplett von King, der bei Ov Hell den Bass übernimmt. An den Gitarren helfen Arve 'Ice Dale' Isdal (Audrey Horne, Enslaved, I) und Teloch (1349, Ex-Gorgoroth) aus, die Drums stammen von Frost (Satyricon, Ex-Keep Of Kalessin).

In dieser Besetzung spielen sie "The Underworld Regime" ein und landen damit einen Deal beim norwegischen Label Indie Recordings. Auf dem Debüt gibt es erwartungsgemäß eine Mischung aus Gorgoroth und Dimmu Borgir zu hören, wobei die bombastischen Elemente letzterer weitgehend außen vor bleiben.

Ov Hell sollen auf keinen Fall ein einmaliges Studioprojekt bleiben. Doch wer aus dem Line-Up außer King und Shagrath mit auf Tour gehen wird, steht beim Release Ende Februar 2010 noch nicht fest.

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