Porträt

laut.de-Biographie

Nomenklatur

In keinem anderen europäischen Land hat New Wave einen derart starken Einfluss auf die Entwicklung elektronischer Clubmusik, wie in Frankreich. Miss Kittin und The Hacker kommen einem da natürlich zuallererst in den Sinn.

In der zweiten Garde gibt es mit David Carretta, Terence Fixmer, Vitalic und Al Ferox gleich eine ganze Reihe von weiteren Produzenten, die aus ihrer Verbundenheit zu den discoiden Klängen der 80er Jahre kein Hehl machen und Anfang des neuen Jahrtausends ihre größte Popularität genießen. Vergleichsweise spät zu dieser Szene stößt das Duo Nomenklatur.

2004 gründen Olivier Brucker und Olivier Rossi das gemeinsame Unterfangen. Die Wurzeln ihrer Bekanntschaft reichen einige Jahre weiter zurück, als in Berlin noch das Ostgut die Hauptstadtclubkultur prägt. Rossi spielt mit seinem Projekt Labinsect auf einer Party des Richard Bartz-Labels Kurbel Records.

An jenem Abend ist auch Brucker zugegen. Die gemeinsamen Gespräche münden später zunächst im Label Elektronfon, das bereits 2003 den Betrieb aufnimmt, und schließlich in Nomenklatur, dem gemeinsamen Elektro-Projekt, das 2004 mit der "Vision EP" sein erstes Release feiert.

Nach zwei weiteren Maxis ziehen sich Nomenklatur produktionstechnisch erst einmal zurück, um dann 2009 auf David Carrettas Label Space Factory mit ihrem Debütalbum "Gifts Of Ages" zu überraschen. Mit den folgenden Veröffentlichungen verfeinern die Hardware-Fetischisten ihren Sound.

Warme Synthie-Klänge, kickende House- und Techno-Beats sowie spacige Melodien kristallisieren sich mit ihrem zweiten Album "Fascinated By The Chaos" immer deutlicher als typisch Nomenklatur heraus. Für unterkühlt-wavige Erotik sorgen die, auf "Fascinated By The Chaos" erstmals zu hörenden Gastsängerinnen. Der Bezug zu den 80er Jahren bleibt unvermindert ausgeprägt, auch wenn der große Hype um Miss Kittin schon einige Jahre zurückliegt.

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