Porträt

laut.de-Biographie

Richard Bartz

Der gebürtige Münchner Richard Bartz findet seine Berufung, als zu Beginn der 90er Jahre die House- und Technowelle auch über Deutschland hinwegschwappt. Zunächst noch Stammgast auf einschlägigen Partys kauft sich Bartz bald eigenes Equipement und startet damit seine Produzentenlaufbahn, die ihn weltweit zu einem gefragten Live-Act macht. Mit seinem Label Kurbel Records schafft er zudem eine Homebase für sein Acid Scout Pseudonym und releast frühe Tracks von Forte Records-Chef Christian Morgenstern und Lasergun-Macher Savas Pascalidis.

Richard Bartz - Big
Richard Bartz Big
Neues vom Münchner Techno-Wunderkind.
Alle Alben anzeigen

Bartz kommt 1976 in der bayerischen Landeshauptstadt zur Welt, wo er 1991 auf die ersten Technoparties geht und dort schnell die Bekanntschaft von Disko B-Chef Upstart und DJ Hell macht. Ein Kontakt, der sich als äußerst nützlich herausstellen sollte. Bald schon hat Richard Bartz genug Equipment angesammelt und kann bei Disko B seine ersten eigenen Produktionen unterbringen. Die Maxi "4 Degrees", geprägt von schrägen Acid-Schleifen, kommt 1993 unter Bartz Pseudonym Acid Scout auf dem renommierten Münchner Label raus.

Kurz darauf sitzt er mit DJ Hell im Studio und produziert 1994 dessen "Geteert und gefedert"-LP und auch später treffen sich die beiden ab und an im Studio, wo 1997 und 1999 die Maxis "Take A Shot" und "Rock My Body To The Beat" entstehen. Parallel zur Arbeit im Studio tritt Richard Bartz rund um den Globus als gefragter Live Act auf, wovon der 2002er Mitschnitt bei Sven Väths Cocoon Clubbing Parties in Ibiza eindrücklich Zeugnis ablegt. Als einer der wenigen Acts der Technoszene spielt Bartz nur live und gibt keine DJ-Sets zum Besten.

1996 geht mit Kurbel Records sein eigenes Label an den Start, auf dem eine ganze Reihe wegweisender 12", wie Bartz' "Ghettoblaster" EP, veröffentlicht werden. Auch Kanzleramt-Chef Heiko Laux gibt sich dort mit "Souldancer" ein Stell-Dich-Ein genauso wie die noch unbekannten Produzenten Christian Morgenstern aus Köln und Savas Pascalidis aus Stuttgart. Die Kurbel Compilation "Escape" fasst die frühen Maxis von Bartz, die seinen puristischen Technostil etablieren, kompakt zusammen.

Dann wird es lange ruhig um Bartz. Er konzentriert sich viel auf Produktionsarbeiten für andere Künstler, tritt ab und an live in Erscheinung oder remixt den Christian Morgenstern-Track "Sexy Robot" für sein Kurbel Label. 2004 gibt Richard Bartz mit seinem Longplayer "Midnight Man", der wieder bei Disko B erscheint, ein unmissverständliches Lebenszeichen von sich. Modulierte Sequenzerlines rocken durch die Tracks und zeigen, dass Bartz nichts an Frische eingebüßt hat.

Fürt Bartz-Verhältnisse fast schon ein Schnellschuss, erscheint bereits zwei Jahre später ein weiterer Longplayer. "Big" präsentiert den Frickler in gewohnt starker Verfassung. Komplett analog produziert, aber frisch in den Sounds schlägt Richard hier die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Alben

Richard Bartz - Big: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2006 Big

Kritik von Daniel Straub

Neues vom Münchner Techno-Wunderkind. (0 Kommentare)

  • Kurbel Records

    Bartz Wirkungsstätte.

    http://www.kurbel.com
  • Disko B

    Lange Bio mit Diskographie bei Disko B.

    http://www.diskob.com/a/bartz/
  • MySpace

    Hörproben vom Munich-Techno-Man.

    http://www.myspace.com/munichtechno

Noch keine Kommentare