Porträt

laut.de-Biographie

Nocturnus

Die aus Tampa in Florida stammende Death Metal-Band Nocturnus kann mit Fug und Recht von sich behaupten, als eine der ersten Formationen des Genres von Anfang an Keyboards in ihren Sound integriert zu haben. Waren Synthie-Sounds innerhalb dieser Metal-Spielart zu Beginn absolut verpönt, verzichtet heute kaum ein Act mehr auf die Tasteninstrumente.

Als der ehemalige Morbid Angel/Incubus-Drummer Mike Browning die Band 1988 aus der Taufe hebt, hat er sich bereits einen gewissen Namen gemacht. Denn dass ein Drummer auch als Leadsänger fungiert, ist abseits der Eagles eher selten der Fall. Zusammen mit den beiden Gitarristen Gino Marino, Mike Davis (Ex-Lizzy Borden)und Basser Jeff Estes geht es im Sommer des Jahres los. Doch erst durch die Arbeit des hinzukommenden Keyboarders Louis Panzer erhält die Band ihren einzigartigen Touch.

Schon mit ihrem ersten Demo landen sie einen Deal bei Earache und nehmen ihr Debüt "The Key" auf. Für Gino quält inzwischen Sean McNenney die Saiten. Basser Jeff bleibt nur bei der Band, bis die Scheibe '91 auf dem Markt ist. Seinen Platz auf der folgenden Tour mit Bolt Thrower nimmt James Sullivan ein. Direkt im Anschluss sind sie mit Godflesh und Napalm Death auf der 'Grindcrusher'-Tour durch die Staaten dabei.

Für das nächste Album "Thresholds" holt sich der Fünfer den ehemaligen Tortured Soul-Fronter Dan Izzo mit an Bord. Browning konzentriert sich ausschließlich auf die Drums, was dem technischen Aspekt des Album gut zu Gesichte steht. Dann rappelt es wieder im Karton: Nachdem für eine Tour mit Confessor Emo Mowery dort den Posten am Bass übernommen hat, packt sogar Mike seine Koffer, um sich Acheron anzuschließen. Zwar lösen sich Nocturnus nicht direkt im Anschluss auf, sondern machen mit James Marcinek an den Drums weiter. Allerdings ist dieser Zusammensetzung kein großer Erfolg beschieden. Der Split erfolgt kaum ein Jahr später.

Mike beschäftigt sich längere Zeit eher mit elektronischen Sachen wie Deacon Screech, Ash, Wolf And Hawk oder Devine Essence. 1999 taucht er zusammen mit den beiden Klampfern Gino Marino und Mike Walkowski sowie Basser Richard Bateman unter dem Banner Nocturnus A.D. erneut auf. Den Namen lassen sie allerdings recht schnell wieder sausen. Sie benennen sich in After Death um, da Mike Davis, Sean McNenney, Emo Mowery, Louis Panzer und Rick Bizarro über Season Of Mist im selben Jahr "Ethereal Tomb" veröffentlichen. Emo hat inzwischen den Gesang bei Nocturnus übernommen.

Leider reicht die Scheibe nicht wirklich an die ersten beiden Veröffentlichungen heran, und es kommt, wie es kommen muss. Auch diese Reunion hält nicht viel länger. 2002 ist dann entgültig Schicht im Schacht.

Alben

  • Nocturnus Fanpage

    Alles andere als ein Brüller.

    http://www.angelfire.com/zine2/cosmicmetal/nocturnus.html

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