Porträt

laut.de-Biographie

Mock Orange

Eine Menge Indie-Bands bevölkern Europa. Kaum auszurechnen, wie viele unbekannte Musiker erst in Amerika zu Hause sind. Alle versuchen sie, mit ihrer musischen Gabe die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken oder gar von ihrer Kunst leben zu können. Die US-Rock-Gruppe Mock Orange aus Evansville in Indiana arbeitet seit 1998 daran, aus der Masse hervorzutreten.

Ihr Debüt "Nines & Sixes", auf Lobster Records, gilt als Einstieg in die Ohrmuschel der Allgemeinheit. Der Mix aus Midwestern-Emo und schrägen Post-Punk bringt es immerhin in die Top 50 der amerikanischen College-Radio-Rotation. In anderen Kontinenten bleiben Mock Orange zunächst noch ungehört. Die vier Freunde konzentrieren sich erst mal auf ihre Heimat.

Mit dabei sind der Sänger und Gitarrist Ryan Grisham, Joe Asher (Gitarre, Background), Schlagzeuger Heath Metzger und Brendon Chapell, der als Bassist von 1993 bis 2002 tätig ist. Danach wird Zach Grace für den Rhythmus am Bass engagiert. Die Anzahl der Fans vergrößert sich schlagartig mit der zweiten Platte "The Record Play" (2000), die von Mark Trombino (Jimmy Eat World, Blink 182 und Pinback) produziert wird.

Auf dem Weg zum Erfolge sind jedoch immer ein paar Hürden zu überwinden. Auch bei Mock Orange bleiben ärgerliche Komplikationen nicht aus. Stolz präsentieren sie 2002 ihre erste Produktion "First EP" auf dem bandeigenen Label "Dead Droid Records". Doch schon bald verklagt sie George Lucas wegen Verletzung der Copyrights. Der Mann hat sich die Rechte am Wort "Droid" gesichert. Infolge der Anzeige des Hollywood-Regisseurs kollabiert das Label sofort.

Mock Orange sammeln jahrelang Erfahrungen und neue Zuhörer auf ihren zahlreichen Konzertreisen. Diese Weiterbildung und Bereicherung wirkt sich positiv auf die nächsten Veröffentlichungen aus. Nachdem das Quartett einen neuen Partner gefunden hat, erscheint 2004 der Longplayer "Mind Is Not Brain" auf Silverthree Sound Recordings. Die Stücke klingen dank des neuen Produzenten J. Robbins, der für Dismemberment Plan, Jets To Brazil und The Promise Ring ebenfalls den richtigen Sound findet, deutlich abwechslungsreicher.

Die von der Presse hoch gelobte Neuerscheinung ("closest to a perfect album we've heard in a long time") lenkt die Aufmerksamkeit japanischer Gitarren-Fans, auf die Band aus Indiana. Kurze Zeit später feiern Mock Orange mit einigen Auftritten in Japan ihren Einstieg in die dortigen Indie-Charts.

2006 geht es dann in Europa auf Tour. Deutschland, Spanien, Frankreich und die Schweiz stehen auf dem Programm. Der anschließende England-Besuch muss abgesagt werden, weil der Bandbus in Spanien den Geist aufgibt. Trotz der Strapazen und Hindernisse feilen die Jungs weiter an ihrem Erfolg.

Im selben Jahr gibt es noch eine gemeinsame Platte mit den Tour-Kumpels The Band Apart. "Daniels EP" gibt es allerdings nur in Japan zu kaufen. Die landet dort auf Platz 1 der Tower-Records-Indie-Charts. Langsam, aber stetig geht es bergauf. TV-Stationen fordern Song-Zugaben für die Sendungen "CSI: Miami" und "Viva La Bam" auf MTV.

Nach der Lobpreisung in drei verschiedenen Kontinenten (USA, Japan und Europa) geht es erneut ins Studio. Diesmal nach Nashville, Tennessee mit einem neuen Mann an den Reglern, Jeremy Ferguson (Be Your Own Pet, Josh Rouse). "Captain Love" knüpft 2008 klangvoll an den erfolgreichen Vorgänger "Mind Is Not Brain" an. Mit gesteigerter Aufmerksamkeit hebt man sich ein wenig mehr aus der Vielzahl der Indie-Rocker hervor.

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