Porträt

laut.de-Biographie

Pinback

Als Pinback sich im Januar 1998 im kalifornischen San Diego gründen, sind sie noch mehr Zeitvertreib als Band. Für Armistead Burwell Smith IV und Robert Crow ist das gemeinsame Musizieren damals nicht viel mehr als Ablenkung von ihren richtigen Bands 3 Mile Pilot (Smith) und Thingy (Crow). Aus den sporadischen Jam-Sessions entstehen 14 Indie-Pop-Songs, die zusammen mit 3 Mile Pilot Drummer Tom Zinsor auf einem einfachen Home-Computer aufgenommen werden. Spätestens dann ist klar, dass sich aus Pinback mehr entwickeln wird als nur ein kleines Nebenprojekt.

Auf einer Musikmesse in den Staaten stellt das Duo seine einfachen, aber wunderschönen Pop-Songs, die irgendwo zwischen Built to Spill, Modest Mouse und Elliot Smith anzusiedeln sind, das erste Mal einer breiten Öffentlichkeit vor. Sofort schlagen sich die Interessenten beinahe die Köpfe ein und beginnen einen wilden Kampf um die Band. Das hat aber nicht nur seine guten Seiten, im Vertrags-Wirrwarr des big business bleibt Pinbacks Debüt mehr als ein Jahr in der Schublade, bevor es 1999 endlich von AceFU Records veröffentlicht wird.

Mit "Pinback" können die zwei Bandmitglieder ordentlich Lob bei den Kritikern abschöpfen und machen vor allem durch ihre Live-Sets weiter auf sich aufmerksam. Kein Pinback-Set gleicht dem anderen, immer wieder werden die Songs live frisch arrangiert, immer wieder kommt etwas Neues dazu, und etwas Altes wird fallen gelassen. Das Prinzip der Live-Improvisation geht bei den beiden Pinbacks sogar so weit, dass sie auf ihren Konzerten gelegentlich sogar Tour-Only-Eps verkaufen, die komplette andere Versionen der Songs als auf ihren Alben präsentieren.

2001 veröffentlichen Pinback ihr zweites Album "Blue Screen Life" und touren wieder ausgiebig. Zwei Jahre später machen sie einen großen Schritt nach oben: das renommierte Indie-Label Touch & Go Records bietet ihnen einen Vertrag an, der natürlich nicht ausgeschlagen wird. Im Oktober 2004 veröffentlichen Pinback ihr drittes Album "Summer in Abaddon". Soundmäßig gehen sie dabei keine Kompromisse ein. Es klingt, wie Pinback immer klangen: leise, sanft und schön. Und immer gerade so viel Pop im Indie-Boot, dass die Songs mitsummbar sind, aber nie gefällig werden.

Nachdem drei Jahre vor allem mit Tourneen verbracht wurden, melden sich Pinback 2007 zurück und veröffentlichen im September ihr neues Album "Autumn Of The Seraphs".

Alben

Pinback - Summer In Abaddon: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2004 Summer In Abaddon

Kritik von Philipp Schiedel

Es ist der tiefste Ort der Hölle, an dem die Amis ihren Sommer verbringen ... (0 Kommentare)

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