Porträt

laut.de-Biographie

Mike & The Mechanics

Mitunter reicht eine Band nicht aus - viele Musiker experimentieren gerne mit Sidekick-Experimenten. In diesem Fall Mike Rutherford, eigentlich Songwriter und Gitarrist von Genesis. 1985 ruft er Mike & The Mechanics ins Leben.

Mike & The Mechanics - Let Me Fly
Mike & The Mechanics Let Me Fly
Wer sich noch in den 80ern wohlfühlt, ist hier richtig.
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Das Gründungs-Line Up besteht neben Mike (E-Gitarre, Bass) aus Adrian Lee (Keyboards), Peter Van Hooke (Drums) und Christopher Neil (Produktion). Rutherford will neue Wege abseits des Genesis-Outputs beschreiten. Als Sänger stoßen Paul Carrack und Paul Young (bei dem es sich nicht um den englischen Soulsänger gleichen Namens handelt) hinzu.

Von Beginn an bleibt es für die Band nicht bei einem kommerziell womöglich kargem Nischen-Dasein. Im Gegenteil, die Fans ziehen voll mit. Bereits das schlicht "Mike & The Mechanics" betitelte Alben-Debüt findet reißenden Absatz. Mit "Silent Running" und "All I Need Is A Miracle" wirft der Longplayer auch zwei weltweit platzierte Single-Hits ab.

Durch das qualitativ ebenbürtige zweite Album "Living Years" (1988) festigt die Gruppe ihren Status. In den späten Achtzigern zählt die Rutherford-Formation zu den weltweit erfolgreichsten Acts, und überzeugt auch live.

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Mike & The Mechanics "Ed Sheeran hat die Häme nicht verdient"
Mike Rutherford, Tim Howar und Andrew Roachford über "Let Me Fly", Ed Sheeran und Phil Collins.

Den Mechanikern gelingt es, in den neunziger Jahren weiterhin am Ball zu bleiben. "Word Of Mouth" (1991) sowie "Beggar On A Beach Of Gold" (1995) schließen in Sachen öffentlicher Aufmerksamkeit an die ersten Veröffentlichungen an, wenn auch allmählich unter dem Zeichen fallender Verkaufzahlen. 1999 erscheint mit "M6" trotzdem ein weiteres Lebenszeichen.

Innerhalb der Band kommt es zur Schrumpfung der Kernformation: Rutherford, Carrack, Young und der neue Drummer Gary Wallis bilden in diesen Tagen die Besetzung. Doch "M6" erhält längst nicht mehr die Aufmerksamkeit, wie die Alben zuvor.

Der unerwartet frühe Tod von Sänger und Keyboarder Paul Young im Jahr 2000 scheint das Ende der Band einzuläuten. Doch 2004 bringen Rutherford und Co. mit "Rewired" eine weitere CD heraus. 2006 gibt Paul Carrack seinen entgültigen Abschied bekannt. Er startete eine recht erfolgreiche Solokarriere.

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2011 reanimiert Rutherford das Projekt erneut, diesmal im Verbund mit den Sängern Roachford und Tim Howar. Das Comebackalbum heißt "The Road". Es folgen ausgedehnte Touren, bevor 2017 mit "Let Me Fly" ein weiteres Album mit dieser Besetzung erscheint.

Über viele Jahrzehnte und Mitgliedswechsel hinweg prägt in erster Linie Mike Rutherfords Musikverständnis Sound und Songs. Mike & The Mechanics verstehen sich stets als erwachsene Band im weiten Bereich zwischen Pop und Rock. Der besonders in den Achtzigern prägnanten Gewichtung auf Synthie-Sounds steht in späteren Jahren die verstärkte Zuwendung zu Blues und Soul gegenüber. Und: ein Touch Genesis fehlt natürlich nie.

Interviews

Alben

Mike & The Mechanics - Let Me Fly: Album-Cover
  • Leserwertung: 3 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2017 Let Me Fly

Kritik von Eberhard Dobler

Wer sich noch in den 80ern wohlfühlt, ist hier richtig. (0 Kommentare)

Mike & The Mechanics - The Road: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2011 The Road

Kritik von Artur Schulz

Auch Roachford kriegt die Achtziger-Kiste nicht fit. (0 Kommentare)

Termine

Do 07.09.2017 Dresden (Alter Schlachthof)
So 17.09.2017 München (Muffathalle)
Mo 18.09.2017 Mainz (Halle 45)
Mi 20.09.2017 Essen (Lichtburg)
Do 21.09.2017 Berlin (Columbiahalle)

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