Porträt

laut.de-Biographie

Merz

"Merz klingt wie nichts anderes auf der Welt, und es wäre absolut in Ordnung, wenn die Welt nichts anderes als Merz hören würde. Wir lieben ihn." Diese Aussage stammt von Coldplays Chris Martin, der mit diesem Kommentar dem Singer/Songwriter Conrad Lambert huldigt, der seit 1999 als Merz musikalisch aktiv ist.

Das gleichnamige Debüt des britischen Multiinstrumentalisten wird von der Musikpresse gefeiert, Musiker wie Jarvis Cocker outen sich als Fans dieses Mannes, der Ambient-Klänge und zwirbelnde Beats mit traditioneller Songwriterkunst und akustischen Instrumenten kombiniert. Von einer vielschichtigen Mixtur aus Triphop und Folk ist einst die Rede.

Von dieser Welle getragen, schafft es der Mann auf die Bühne des Glastonbury Festivals und in die internationale Musikshow "Pop Of The Tops". Ob es an dem plötzlichen Hype um seine Person oder um die einengenden Zwängen seines Major-Plattenvertrags mit Epic liegt, dass Conrad schon kurz nach seinem Sprung ins Rampenlicht komplett von der Bildfläche verschwindet, bleibt spekulativ.

Erst 2006 kehrt Conrad Lambert mit seinem Zweitling "Loveheart" zurück, das auf Herbert Grönemeyers Label Grönland erscheint. "Ich habe sehr hart gearbeitet in jenen Jahren, aber ein unbequemes und unstetes Leben geführt, das es mir schwer machte, ein kohärentes Album einzuspielen."

Die Aufnahmen für "Loveheart" beginnen in Bath, werden in Yorkshire fortgeführt und schließlich in seiner Heimatstadt Hunddersfield vollendet. Als Musiker stehen ihm Bassist Charlie Jones (Goldfrapp), Cemabalo-Spieler John Baggot (Portishead, Robert Plant) und Even Johansen an der Lap Steel zur Seite. Mandolinen, eine Ukulele, das Piano und eine Drum Machine malen die Melodien zusätzlich aus, die Lambert mit tiefem Gesang vorträgt.

Als Co-Produzent tritt Bruno Ellingham in Erscheinung, der schon für New Order, KT Tunstall und The Departure gearbeitet hat. Lambert aka Merz tourt anschließend durch England, begleitet die Band The Earlies durch Europa und spielt weltweit auf Festivals wie dem Montreux Jazz Festival in der Schweiz, dem Green Man in Wales und dem SXSW in Texas.

Rastlosigkeit zeichnet diesen Mann aus, der, seit er 18 ist, nahezu 50 verschiedene Länder bereist hat. Diese Rastlosigkeit spiegelt sich auf seinem dritten Album "Moi Et mon Camion" wider. Benannt ist das Album nach der gleichnamigen Speditionsfirma, die bereits mehrere Umzüge für Conrad organisiert hat. Übersetzt heißt das "Ich Und Mein Laster".

Dieses innovative und introspektive Indiepop-Werk hat er mit Charlie Jones und dem Schlagzeuger Clive Deamer, der bereits für Roni Size und Portishead getrommelt hat, eingespielt. Paul Hartnoll von Orbital hat ein einigen Songs mitgearbeitet und The Earlies steuern auf einem Song die Backing Vocals bei. "Moi Et Mon Camion" erscheint im März 2008 erneut auf Grönland Records, eine Tour durch Deutschland schließt sich Ende April/Anfang Mai 2008 an.

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