Porträt

laut.de-Biographie

Max Prosa

"Tief im Gefängnis der Welt rebellier' ich und weiß nicht wozu / Vertraute Gesichter im Licht, ich lieb' sie alle, doch ändert das nichts." (Aus "Flügel", 2011) Bereits im jungen Alter von 22 Jahren prägen Sehnsucht und innere Zerrissenheit Max Prosas poetische Lyrics. Der Berliner erkennt schnell, dass er seinen Gefühlen bei der kreativen Betätigung als Songwriter freien Lauf lassen kann.

Dabei deutet im Laufe seines Werdegangs eigentlich nichts auf eine Laufbahn als Musiker hin. "Während ich aufgewachsen bin, hatte ich einfach keinen Bezug zu Künstlern. Meine Eltern kannten keine Künstler, und ich war eine Zeit lang in mir drin ein bisschen verloren", reflektiert er in der ZDFkultur-Show "TV Noir".

Bereits mit 17 absolviert Max Prosa sein Abitur und fängt "aus lauter Unwissen, was ich tun soll" ein Physikstudium an, das er aber unwesentlich später wieder an den Nagel hängt. Auch mit dem Studium der Philosophie kann sich der Jungspund nicht recht anfreunden, woraufhin es zwecks Selbstfindung unter anderem nach Irland auf Reisen geht.

Max Prosa entdeckt seine Liebe zum Folk-Rock, versucht sich als Straßenmusiker und tritt im Berliner Untergrund auf. Folgerichtig zieht er "aus der bürgerlichen Spießeridylle Charlottenburgs in die verdreckte
Gegenwelt von Neukölln
". Nachdem bereits das Philosophiestudium laut eigenen Angaben nur noch Beiwerk zum eigentlichen Vorhaben war, beginnt hier ein neues Leben als Singer/Songwriter.

Kurze Zeit später landet Max Prosa im Zughafen, dem freien Künstlernetzwerk um den längst etablierten Clueso. Im Jahr 2011 begleitet er diesen auf seiner großen Hallentournee und trägt seine Songs mit Band im Rücken einem breiten Publikum vor. Parallel zu den Supportauftritten vor Tausenden Zuschauern spielt er akustische Solokonzerte in sehr kleinen Locations, darunter mehrere Wohnzimmerkonzerte.

Auf der Reise bewirbt der Künstler sein Debütalbum "Die Phantasie Wird Siegen", das am 27. Januar 2012 erscheint. Mit seinen eingängigen Stücken sichert sich der Berliner gleich für seinen Erstling einen Plattenvertrag beim Sony Music-Sublabel Columbia Records. Direkt im Anschluss führt ihn seine erste große Solotournee durch Deutschland und die Schweiz.

Sowohl auf Platte als auch live trägt Max Prosa seine einfachen aber ideenreichen Songs mit einer Leidenschaft vor, die von Anfang an zahlreiche Fans berührt und mitreißt. Außerdem lebt seine Musik von den metaphorischen und poetischen Texten, die für einen jungen Liedermacher extrem weise klingen und dennoch stets authentisch wirken.

Interviews

Alben

Max Prosa - Rangoon: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2013 Rangoon

Kritik von Simon Langemann

Der Dramaturg unter den deutschen Jungliedermachern. (0 Kommentare)

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