Porträt

laut.de-Biographie

Markus Güntner

Regensburg ist nicht gerade das, was man unter einem Techno-Mekka versteht. Gute Musik ist hier dennoch zu Hause. Im Gegensatz zu vielen, die etwas auf sich und ihre elektronische Musik halten, zieht Markus Güntner die niederbayerische Provinz dem hauptstädtischen Trubel vor und schraubt dort an seinen Tracks, die beim Kölner Label Kompakt genauso gern gesehene Gäste sind, wie auf Mathias Schaffhäusers Ware Imprint.

Die musikalische Ader bekommt Güntner mit in die Wiege gelegt und begeistert sich schon im Vorschulalter für alles, was aus dem Radio kommt. Die Eltern unterstützen ihr Kind nach Kräften und so bekommt Güntner bereits mit acht Jahren einen eigenen Plattenspieler, auf dem sich seine Lieblingsscheibe von Madonna in der Heavy Rotation dreht. Mit 14 zieren dann zwei Turntables samt Mixer das Kinderzimmer und statt Madonna dürfen nun LFO Vs. Fuse mit ihrem Klassiker "Loop" ran.

In den folgenden Jahren spielt sich Markus Güntner in der Regensburger Szene ganz nach oben, etabliert zusammen mit den umtriebigen Teichmännern die bayerische Provinzhauptstadt auf der Technolandkarte und bringt sogar DJs wie Sven Väth, DJ Hell oder Westbam nach Regensburg. Als DJ dem Dancefloor verpflichtet, macht sich Güntner mit Releases wie den EPs "Regensburg", seiner "Untitled EP" auf Ware oder dem Debütalbum "In Moll" als kompetenter Arrangeur von Minimal- und Ambient-Klängen einen Namen.

Nach seinem Debütalbum 2001 gewinnen Güntners Tracks in der Folge an Groove und wachsen sich bis zum Nachfolger "Audio Island" zwei Jahre später zu geschmeidigen Tech-House-Nummern aus. Der Remix des Talk Talk-Klassikers "Such A Shame" landet bei DJs rund um den Globus auf den Plattentellern. Wie seine Tracks, so ist auch der DJ Markus Güntner von den USA über Asien bis Europa ein gerne gesehener Gast.

In der Folge bastelt Güntner an seinem nunmehr dritten Longplayer, den er schlicht "1981" betitelt. Jeder der acht Album-Tracks schafft es locker auf rund sieben Minuten Spielzeit und kommt dabei größtenteils ohne Beats aus.

Im März 2006 sendet DJ Markus Güntner Neues aus Regensburg in die Welt: das Album "Lovely Society". Ende 2007 darf er mit als erstes das neue Cocoon Sublabel Silence einweihen.

Alben

Markus Güntner - 1981: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2005 1981

Kritik von Daniel Straub

Alles andere als ein 80er Retro-Album. (0 Kommentare)

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare