Porträt

laut.de-Biographie

Mac Miller

"Ich werde oft gefragt, warum ich so relaxt und positiv eingestellt bin, aber ich kann nicht genau erklären, warum ich so bin. Ich wünschte, ich wüsste, warum ich so ein gechillter Dude bin. Es liegt einfach in meiner Natur. Ich habe keinen Grund und keine Lust, auf irgendjemanden sauer zu sein."

Mit einem freundlichen 'Fuck You' auf den Lippen und seiner stets fröhlichen Thumps Up-Einstellung erobert Mac Miller die Hip Hop-Kiddies im Sturm. Über 1,6 Millionen Facebook-Likes, fast genauso viele Follower auf Twitter und geschätzte 200 Millionen YouTube-Klicks (Stand 2011) sprechen für den zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 19-Jährigen.

Der 92er-Jahrgang lernt bereits im zarten Alter von sechs Jahren Klavier, Bass, Gitarre und Schlagzeug. "Ich habe ein paar Unterrichtsstunden genommen, um die Basics zu lernen, den Rest habe ich mir selbst beigebracht." Aufgewachsen in einem gutbürgerlichen Umfeld in Pittsburgh in Pennsylvania, inspirieren ihn vor allem Big L, Outkast und A Tribe Called Quest. Als Tennie beginnt er, sich mit der Reimform auseinander zu setzen.

Das erste Markenzeichen setzt Malcolm McCormick mit der Gruppe The III Spoken, ändert anschließend seinen Namen in Easy Miller, ehe er als Mac Miller für die Mixtapes "The Jukebox: Prelude To Class Clown" und "The High Life" erste lokale Props bekommt.

Noch als High School-Bankdrücker ist er mit seinem großen Wurf "K.I.D.S." beschäftigt, als das erste Major-Label anklopft. Doch die Tür bleibt zu. Stattdessen bekommt das kleine Indepedent-Label Rostrum Records den Zuschlag und nimmt den Jungspund im Sommer 2010 unter Vertrag.

Zwar ist sich Miller sicher, dass, "wenn ich an einen Punkt komme, an dem ich bestimmte Dinge nicht mehr machen kann und die Hilfe eines Majors brauche, wer weiß, wie ich mich dann entscheiden werde". Doch vorerst bleibt der Optimist unabhängig.

Die Fanbase wächst fast exponenziell, was nicht zuletzt seinem immensen Auswurf an Videomaterial zu verdanken ist. Über 20 Musikclips laufen bald über seinen YouTube-Channel. Kaum ein Rap-Fan kommt mehr an Mac Miller vorbei – ob nun Hater oder Befürworter.

Die Hype-Maschinerie bekommt Rückenwind von Immobilienhai Donald Trump, der sich zu dem gleichnamigen Song mit "Er ist der neue Eminem" äußert. "Donald Trump" landet wegen der immer lauter schreienden Fangemeinschaft auf Platz 80 der Billboard Hot 100 Charts. "Look at all this money, ain't that some shit / Take over the world when I'm on my Donald Trump shit."

Es gibt kein Halten mehr. Bedeutende Musikplattformen loben den Khalifa-Homie in den Himmel. "The sky is the limit for this 19 year old Pittsburgh native", lobpreist beispielsweise das Source Magzine.

Nach den allesamt kostenlos zum Download stehenden Mixtapes und EPs scheint die Zeit reif für das Debüt-Album. "Ich stelle meine Alben einfach umsonst zur Verfügung, bis zu dem Punkt, an dem die Leute mich so sehr feiern, dass ich auch tatsächlich ein Album verkaufen kann."

Im November 2011 - das deutsche Publikum muss sich bis Januar 2012 gedulden - kommt "Blue Slide Park" als erster physischer Tonträger von Mac Miller in die Plattenläden. Die Kids reißen diesen fast die Hütten ein und hieven das Teil mit 150.000 verkauften Kopien in der ersten Woche auf Platz eins der Billboard-Charts. Einen solchen Kraftakt schaffte seit über einem Jahrzehnt kein Independent-Album mehr.

Den durchaus zahlreichen Kritikern der Platte entgegnet Miller: "I just be like fuck you / what you need? You can't get nothin' from me / You was talkin' shit, now I'm somebody you would love to be / I'mma do my thing until the day the reaper come for me / You can keep on grillin', I'mma smile back, smile back." Er macht einfach sein Ding, schert sich einen Feuchten, was die anderen sagen, und erobert damit die Herzen der Fans.

2012 erheben ihn die Medien zum Superstar. Es wandern über sechs Millionen Dollar auf sein Konto. Doch mit dem Fame kommen auch die Probleme: Gestresst von den ausverkauften Touren greift Mac immer mehr zu Codein, was ihn zwar offensichtlich kreativ, nicht jedoch besser werden lässt.

Nach seinem Durchstarter-Debüt folgen Mixtapes, die nicht mehr so unbedacht und frisch wirken. Er versucht, Jazz-Instrumentals zu verwursteln, doch es bleibt viel Luft nach oben. Auf seinem Mixtape "Macadelic" verarbeitet er das ende seiner jahrelangen Beziehung (vermengt mit einer ordentlich Ladung Purple Drank - einer Partydroge). Der Sound rutscht ins Psychedelische, steuert neue Ufer an.

MTV filmt ihn und seine Freunde beim Rumhängen, was seinen Kontostand weiter klettern lässt. Für sein neues Album schließt er sich dann aber in seinem Studio ein, hört mit den Drogen auf und geht stattdessen joggen. Sagt er.

Auf "Watching Movies With The Sound Off" bringt Mac Miller 2013 mehr Persönliches denn Radio-Hits zutage. Auf rap.de lässt er verlauten: "Der Sound ist tiefgängiger. Es klingt einfach mehr nach mir."

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