Porträt

laut.de-Biographie

Lina

Wer Ende Januar 2001 nicht gerade beim Craig David-Konzert in Hamburg war, wird wohl noch nicht viel von Shelina Rosanda Wade, kurz Lina, gehört haben.

Lina - Stranger On Earth Aktuelles Album
Lina Stranger On Earth
Vermischt, teilweise sehr gewagt, das musikalische Erbe ganzer Generationen.

Geboren und aufgewachsen in verschiedenen texanischen Städten, sammelt Lina im Kindesalter ihre ersten Gesangserfahrungen an der Seite ihrer Mutter in der Kirche. Einige Jahre später, in der Schule, entdeckt sie die Welt der Klassik, Oper und Choräle und nimmt an ersten Wettbewerben teil. Durch ihre außergewöhnlich hohe Stimme beeindruckt Lina die Jury und holt einen Preis nach dem anderen. Ebenfalls beginnt sie, ihre Texte selber zu schreiben. Ihr Musikgeschmack orientiert sich an Künstlern wie Chaka Khan, Diana Ross & The Supremes, Marvin Gay und Stevie Wonder und ihre Vorliebe für den Instrumental-Jazz sowie den Swing der 40er und 50er Jahre kommt langsam zum Vorschein.

Nach dem Highschool-Abschluss zieht es die junge Sängerin nach Los Angeles, die Solokarriere im Hinterkopf. Dort versucht Lina zusammen mit ihrem Cousin, der ebenfalls Sänger ist, einige Songs aufzunehmen, doch der Erfolg ist nicht so groß, wie erwartet. Ihre Lieder zeugen von keiner besonderen Kreativität, sind eben nur mainstreamig, radiofreundlich und ziemlich Brandy&Monica-mäßig. So lässt dann auch das Interesse an der Texanerin schnell nach.

Der Wendepunkt kommt, als Lina ihre späteren Produzenten und Co-Schreiber T-House & G. kennen lernt. Sie jammen zusammen und heraus kommt eine tolle Sixties-Jazz-Funk-Soul-Nummer mit dem Namen "Play No More". Davon beeindruckt entscheidet sich Lina noch mehr Songs dieser Art zu schreiben. Kurze Zeit später hat die junge Künstlerin dann genug Material aufgenommen, um ihr erstes Solo-Album "Stranger On Earth" zu produzieren.

So ist es kein Wunder, dass diese Debut-Platte in den Staaten innerhalb weniger Wochen auf Hit-Kurs ist. Um auch die deutschen Fans von ihrem Talent zu überzeugen, tritt Lina als Opener bei ihrem Bekannten Craig David auf und die Resonanz ist groß. Deshalb freuen sich auch diejenigen, die die Konzerte nicht besucht haben, auf die Veröffentlichung ihres Albums hier in Deutschland freuen.

Ihr zweites Album "The Inner Beauty Movement" erscheint auf dem kleinen Hidden Beach-Label, nachdem sich der Major Warner kommerziell anscheinend mehr erhoffte. Auf ihrem Zweitling positioniert sich die Lady ganz bewusst in Opposition zu den austauschbaren R'n'B-Sirenen. Sie arbeitet lieber im kleinen Kreis mit freundschaftlich verbundenen Musikern als mit den großen Playern der Produzenten-Riege. Lina glaubt eben, dass ihre Songs auch ohne großen Protz auskommt. Damit fährt sie ganz gut und das machts ie auch so sympathisch.

Alben

Lina - Stranger On Earth: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2001 Stranger On Earth

Kritik von Simone Hald

Vermischt, teilweise sehr gewagt, das musikalische Erbe ganzer Generationen. (0 Kommentare)

Videos

Richtig gehört

Noch keine Kommentare