Porträt

laut.de-Biographie

Lifehouse

Als Sänger und Songwriter Jason Wade fünf Jahre alt war, haben sich seine Eltern entschieden, als Missionare nach Asien zu gehen. Jason war dort nicht sehr glücklich und erzählt heute in Interviews gerne, dass die Einsamkeit in diesen Ländern der Grund für die melancholische Grundstimmung seiner Songs und Texte sei.

Nach vier Jahren zog die Familie zurück nach Portland. Doch vom erhofften einfachen Leben konnte Jason nur weiter träumen. Seine Eltern schieden sich, als er zwölf war, er zog mit seiner Mutter aufs Land in der Nähe von Seattle. In der Einsamkeit begann er sich seinen Frust von der Seele zu schreiben. Erst in Gedichten und dann auch in Melodien.

"Ich war nie ein musikalisches Kind, ich habe nie Musikunterricht gehabt oder Radio gehört. Meine Mutter hatte immer eine Gitarre im Haus rumliegen. Da hab ich sie mir irgendwann genommen und ein Paar Akkorde gelernt." Als er mit 15 mit seiner Familie nach Los Angeles umzog traf er den Bassisten Sergio Andrade.

Die beiden waren Nachbarn. Serge war mit 14 aus Guatemala City nach Kalifornien gekommen. Er hatte schon Flöte im Schulorchester gespielt und war gerade dabei Bass zu lernen, als er Jason traf: "Ich wollte damals was mit Musik machen und Leute kennen lernen."

Schnell trafen die beiden einen Drummer (der inzwischen nicht mehr dabei ist), mit dem man erste Auftritte bestreiten konnte. In der Aula einer Schule fanden jeden Freitag Jam-Sessions statt. Dort hatten auch Lifehouse ihren ersten Auftritt.

Die Auftritte mehrten sich und durch Mundpropaganda war das Haus bei ihren Auftritten immer gerammelt voll. Eines Tages stand auch Producer Ron Aniello unter den Zuhörern - und war begeistert. Mit ihrem Drummer hingegen war die Band nicht so froh und so sah man sich nach einem neuen um. Rick Woolstenhulme hörte über Freunde davon und traf die Jungs von Lifehouse.

Die Chemie stimmte und man begann zusammen zu proben. "Wir spielten nicht nur in einer Band, wir wurden auch Freunde und machten alles zusammen." Produzent Aniello hielt Kontakt zur Band, sah ihre Entwicklung, beschloss aber, die Drei noch eine Weile reifen zu lassen, bevor er zwei Jahre später Jude Cole ein Tape der Band vorspielte. Der Sound begeisterte Manager Cole so sehr, dass er einen Freund bei DreamWorks Records anrief, um diesen von der Band zu überzeugen.

Es funktionierte, Lifehouse durften 1998 ein Demo auf die Kosten von DreamWorks aufnehmen. Als Producer stand ihnen natürlich, wie auch später beim Album, Aniello zur Seite.

Die Aufnahmen überzeugten die Plattenfirma. Lifehouse durften ein Album produzieren. Man nahm den Großteil in einer familiären Atmosphäre im Homestudio von Ron Aniello auf.

Und der Sound gefiel nicht nur dem Label. Mit der Single "Hanging By A Moment" schnellten Lifehouse innerhalb weniger Wochen auf Platz Eins der Billboard Modern Rock Tracks. Eine große Fanbasis war geschaffen, das Album stürmte die Charts.

"Unser Ziel ist es mit den Songs einen Bezug zum Publikum zu schaffen. Im Grunde sind wir doch auch nur Fans. Musikliebhaber wie alle anderen da draußen auch!"

Und es dauert nicht lange, bis Lifehouse wieder Kontakt mit ihrem Publikum aufnehmen. Nach einer langen Tour zum Debüt-Album, entschließt sich die Band, gleich den Nachfolger einzuspielen. "Stanley Climbfall" erscheint 2003. Doch an den Vorgänger kommt die Platte nicht heran, zu groß ist der Druck.

Unterkriegen lässt sie die Gruppe davon aber nicht. In der Zwischenzeit wird Ricks Bruder Sean als Mitglied in die Band aufgenommen. Vorher spielte er bei The Calling. Sergio Andrade hingegen verlässt Lifehouse um sich anderen Projekten widmen zu können.

2005 erscheint das selbstbetitelte Album. Die Single "You And Me" ist äußerst erfolgreich und klettert bis auf Platz 5 der US-Charts, wo sie auch weiterhin die größten Erfolge feiern können. In Europa gewinnen Lifehouse kaum einen Blumentopf.

Alben

Lifehouse - No Name Face: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 1 Punkte

2001 No Name Face

Kritik von Vicky Butscher

Amerikanischer Postgrunge: Unspektakulär auf der ganzen Linie. (0 Kommentare)

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