Porträt

laut.de-Biographie

The Calling

Seit Urzeiten ist Los Angeles ein unerschöpflicher Pool. Aus seinen Wassern entsprang so manch eine Band, die heute als unsterblich gilt. Ob dieses Kunststück auch The Calling gelingen wird steht noch in den Sternen, aber immerhin haben sie es dem örtlich ansässigen Film-Mekka zu verdanken, dass sie in helleres Rampenlicht treten konnten. Als seinerzeit nämlich die ersten Trailer zum neuesten Star Trek-Klon "Enterprise" (spielt in der Zeit vor Kirk & co.) über die US-amerikanischen Bildschirme flimmerten, gab es zur musikalischen Untermalung nicht etwa Klassik auf die Ohren, sondern es erklang "Wherever You Will Go" von einer bis dato relativ unbekannten Band namens "The Calling". Eine weitere Verquickung mit dem Filmgeschäft erfolgte dann mit einem kleinen Auftritt im Blockbuster "Coyote Ugly", in dem die Band ebenfalls zu sehen war.

Bevor jedoch der eine oder andere wieder mit Hype-Geplärre am Start ist, sei gesagt, dass die beiden Köpfe der Band Aaron Kamin (Gitarre) und Alex Band (Gesang) sich von ganz unten hoch gearbeitet haben. Angefangen hat alles, als Aaron mit Alex' Schwester liiert war und zufällig dessen Gitarre gesehen hat. Es dauerte daraufhin nicht lange und die Schwester bekam den Laufpass und Aaron einen Partner. Zusammen schrieben sie einen ganzen Haufen von Songs und gründen darauf hin die Band "Generation Gap". Der Name war Programm, so traten sie mit Musikern auf, die locker ihre Großväter hätten sein können. Bei so einem Konzert war ein Plattenfirmen-Knilch anwesend und bot den beiden einen Deal an, der ihnen alle erdenkliche Unterstützung zukommen ließ, damit sie sich weiter entwickeln zu konnten.

Aus den über hundert Songs, die sie bis zu diesem Zeitpunkt geschrieben haben, wählten sie die zwölf besten aus. Zusammen mit Sean Woolstenhulme (Gitarre), Billy Mohler (Bass) und Nate Wood (Schlagzeug) spielen sie diese unter den Fittichen von Chris Lord-Alge und Marc Tanner ein. Das Ergebnis hört auf den Namen "Camino Palmero" und vereint kräftige Rocknummern und Balladen mit persönlichen Texten.

Mit dem Album knacken sie die Top 5 der amerikanischen Billboard Charts und auch in Deutschland etabliert sich eine feste Fangemeinde. Die anschließende Tour führt sie rund um den Globus, Eierkuchen ist also angesagt. Bei einem Soundcheck in Bangkog bekommt Aaron Kamin jedoch einen Stromschlag verpasst, der ihm durchaus das Leben hätte kosten können. Die Saiten seiner Gitarre begannen sich schon in das Fleisch seiner Haut einzubrennen. Einige Shows mussten daraufhin gestrichen werden, die Tour selbst war jedoch nicht in Gefahr. Glück gehabt.

Im Juni 2002 gibt Sean Woolstenhulme bekannt, die Band zu verlassen, um sich seinem Bruder bei Lifehouse anzuschließen. Mit seinem Nachfolger Dino macht sich die Band daran, den Nachfolger einzuspielen. Bereits im April vermelden The Calling vollzug. Doch unerwartet steht Ärger ins Haus. Billy Mohler und Nate Wood, die Kamin und Band auf die Straße setzen, gehen gerichtlich gegen sie vor. Es geht um das liebe Geld, von dem die Ex-Mitglieder einen Batzen abhaben möchten.

Im Zuge des Prozess-Wirrwarrs kommt heraus, dass das neue Album schlicht "Two" heißen wird und darauf hinweisen möchte, dass The Calling schon immer nur aus zwei Personen bestand: Aaron Kamin und Alex Band. Oder eher doch nur Alex Band? Das könnte man zumindest vermuten, wenn man sich die Offizielle "Band"-Homepage seit dem Release ansieht. Dort erzählt Alex nämlich, dass "die Band und ich eine wunderbare Zeit erleben". Diese mus sso fantatstisch gewesen sein, dass in ihm der Gedanke reift, dass er doch auch alleine weiter machen könnte.

Im Mai 2005 geht Alex' eigene Webseite an den Start. The Calling melden sich nur noch einmal zu Wort und zwar im Juli 2005, als sie bekannt geben, in Zukunft "eigene Projekte" zu verfolgen".

Alben

The Calling - Two: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2004 Two

Kritik von Alexander Cordas

Fünfzig Minuten, eineinhalb Songs ... (0 Kommentare)

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