Porträt

laut.de-Biographie

Lawrence

Wer schon das eine oder andere Mal auf Benefizveranstaltungen von Antifa & Co in der Roten Flora oder im Golden Pudel Club von Schorsch Kamerun, einer der Goldenen Zitronen, gewesen ist, dürfte ihm sicher begegnet sein bzw. ihn hinter den Decks gesehen haben: Lawrence oder wahlweise Pete.

1986 macht er zum ersten Mal Bekanntschaft mit House und Techno. Es ist eine Scheibe von Mario Reyes, "What Ever Turns You On". Er verlässt nach 13 Schuljahren erfolgreich das Gymnasium, um anschließend den obligatorischen Dienst in einem Freizeitheim für Jugendliche abzuleisten. Abseits davon hält Lawrence sich bei guter Laune durch Ping Pong Spielen und Schmökern im Jugendorgan Bravo.

Der Zivi hat ausgedient und wird daraufhin Stift bei Walter Wulff, einer Garten- und Landschaftsbaufirma. Seine Lehre scheint ihm gut reinzulaufen, denn die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Pflanzen besteht Pete mit sehr gut. Auch der Minibagger und die Wasserwaage haben es ihm angetan.

In der schönen Stadt Lüneburg, umgeben von Heidegras und Schafskötteln, schreibt Lawrence sich ein im Fach der Kulturwissenschaften. Seit 1997 ist er DJ im Golden Pudel Club in der Hansestadt. Zusammen mit Paul, der u.a. als Turner bei Ladomat2000 veröffentlicht, und Dave alias Carsten Jost gründet Pete im Jahre 1999 das Plattenlabel Dial Records. Credo: Musik zu releasen, ohne nervtötendes Schubladendenken zu bedienen.

Die erste Dialplatte heißt "Sporturlaub" und stammt von Lawrence. Ein Jahr später wird er Mitglied in der Band von Jan Gazarra, für dessen Debut "I've Come To See You Once Again" Pete einige Tracks produziert. 2001 erblickt die Band Bordeaux das Licht von Hamburg. Sie besteht neben Paul, Dave und Pete noch aus Martin Hossbach. Programm: Gitarrenambient und Vino.

Neben den Releases auf Dial gibt es auch Veröffentlichungen bei Kompakt in Köln, das wären "Teaser" und Tracks auf den Samplern "Kompakt Total 2 & 3". Sein von Theo Parrish inspiriertes und selbstbetiteltes Debut erscheint 2002, dessen Cover ein Bild ziert von Fiedrich M. Ploch, einem von Lawrence geschätzten Künstler. Zudem liebt er u.a. die filmischen Werke von Claude Sautet, Musik von Olivier Messiaen und Bücher von Flann O'Brian.

Im November 2003 bringt Lawrence "The Absence Of Blight" heraus, ein Meisterwerk minimalistischer Elektronika und gleichzeitig der passende Soundtrack für das Grau in Grau der Schmuddeljahreszeit. Zudem fand der Mann noch Zeit, neben seinem Kollegen Turner vom Dial-Label einen großartigen Remix des Klassikers "Das Lied vom einsamen Mädchen" für Martin L. Gores Maxi "Loverman" zusammen zu frickeln. Dass der Mann gefragt ist wie kein anderer, dürfte spätestens jetzt jedem klar sein. Im Herbst 2003 startet er eine kleine Clubtour, um seine Live-Fähigkeiten am lebenden Objekt auszuprobieren. Zwei Jahre später folgt in einer Kooperation von Dial mit dem deutschen Mute-Label sein drittes Album "The Night Will Last Forever".

Alben

Lawrence - Lawrence: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 5 Punkte

2002 Lawrence

Kritik von Gregory Britsch

Es gibt doch einen, der zu Dir hält ... (0 Kommentare)

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare