Porträt

laut.de-Biographie

Kevin Devine

Nachdem der New Yorker Kevin Devine im Jahr 2006 einen Vertrag mit dem Majorlabel Capitol in der Tasche hat, sieht die Welt für den 26-jährigen Singer/Songwriter für kurze Zeit rosig aus. Capitol Records veröffentlicht "Put Your Hands To Rest" im Herbst 2006 in den USA mit großem Promo-Aufwand, ehe das Label von EMI aufgekauft wird und Kevin kurzerhand wieder vor die Tür setzt, weil er nicht mehr in das nun gestraffte Künstlerprofil passt. Daraufhin nimmt sich sein Stammlabel Fruitcake/Defiance Records seiner an und veröffentlicht das Werk im November 2007 auch in Europa.

Kevin Devine - Put Your Ghost To Rest Aktuelles Album
Kevin Devine Put Your Ghost To Rest
Gelungene Mixtur aus Folk und Indiepop.

Kevin Devine wächst in Brooklyn und Staten Island auf, studiert an der Fordham University Journalismus und schließt diesen Studiengang 2001 erfolgreich ab. Schon während seiner Studienzeit verfeinert er seine Fertigkeiten auf der Akustikgitarre und sammelt bei Open Mic-und Campus-Events erste Bühnenerfahrung.

Bevor seine Solokarriere in den Vordergrund rückt, ist er bei der in Staten Island ansässigen Band Delusion und anschließend bei der Kombo Miracle Of '86 aktiv, die sich mit ihrem Namen auf den Baseballverein New York Mets beziehen. Die Band löst sich nach zehn Jahren 2005 auf, weil die Interessen der Mitglieder kollidieren und nicht mehr auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden können.

"Ich habe in einer Band namens Miracle Of '86 gespielt, einer lauten Rockband, die sich stilistisch an die Replacements anlehnt", sagt er. "Und ich fühlte mich da sehr wohl, aber ich habe eben auch diese folkigen Songs geschrieben, die stilistisch nicht wirklich zu dieser Band passten. Also fing ich an, mich als Soloartist zu versuchen. Beides lief eine Zeitlang ziemlich gut nebeneinander, das war eine wirklich coole Zeit."

Mit der Veröffentlichung seines Solodebüts "Circle Gets The Square" lässt er aufhorchen und fährt mit der Symbiose aus Folk, Emo und Pop seitens der alternativen Musikpresse positive Kritiken ein.

Mit "Make The Clocks Move" (2003) schlägt Devine leisere Töne an und erinnert mit seinen vorwiegend akustischen, melancholischen Kompositionen an sein großes Vorbild Elliott Smith. Als weitere Einflüsse benennt er Bob Dylan, Nirvana, Brother Paramo, Pavement oder Patsy Cline.

Im Jahr 2005 erscheint sein dritter Longplayer "Split The County, Split The Streets", der bei üppigerer Instrumentierung stilistisch dennoch an den Vorgänger anschließt. Den aggressiveren Gestus dieser Platte führt Kevin auf Auflösung seiner Band Miracle Of '86 zurück.

Als Begleitband hat er The Goddamn Band an seiner Seite, die sich aus Mike Skinner (Weggefährte aus gemeinsamen Miracle Of '86-Zeiten) und Chris Bracco sowie dessen Ehefrau Amy Bracco zusammensetzt. Capitol Records bereits wird 2004 während des College Music Journal Festivals (CMJ) auf den schüchternen, blassen Jungen aufmerksam und nimmt ihn anschließend unter Vertrag.

Dieser Majorlabel-Deal ermöglicht Kevin, sich mit einem größeren Budget mehr Zeit für ein Album zu nehmen und einen Produzenten für den Schaffensprozess zu engagieren, der exakt seinen Vorstellungen entspricht. Es überrascht nicht, dass es sich dabei um Rob Schnapf handelt, jenen Mann, der sich einst um die Belange des Elliott Smith gekümmert hat.

"Ich bin ein großer Fan von Robs Arbeit", erläutert Kevin. "Ich meine, Elliot Smith, der eine wirklich brillante, einzigartige Stimme hat, die mein Songwriting tiefgreifend verändert hat". Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit trägt den Titel "Put Your Ghost To Rest" und steht im November 2007 in den Läden. Als Backing-Band fungiert wiederum die Goddamn Band, die sich nun um Margaret White, Carey Brandenburg und Russell Smith vergrößert hat, Rob Schnapf übernimmt wiederum die Produktion.

Er überrascht auf seinem vierten Album mit persönlicheren und introspektiveren Lyrics und bissigen Themen, die die politische und soziale Unsicherheit der Zeit reflektieren. "To kill you in a lyric, but have it sound so inviting", hat sich Devine einmal bewundernd über Smith und Dylan geäußert. Mit "Put Your Ghost To Rest" vollbringt er Ähnliches.

Auf der CD hat ihm diese Haltung den Hinweis "Parental Advisory Explicit Content" eingebracht; durchaus ungewöhnlich für einen Singer/Songwriter. Aber die korrekte politische Haltung gibt ihm Recht.

Alben

  • Kevin Devine

    Informative Homepage.

    http://www.kevindevine.net/blog.aspx
  • Absolute Punk

    Spannendes Interview zu "Put Your Ghost To Rest".

    http://www.absolutepunk.net/showthread.php?t=114649
  • Crazewire

    Interview zur "Split The Countr, Split The Streets"-Scheibe.

    http://www.crazewire.de/platten.php?ident=629
  • MySpace

    Myspace-Seite mit Hörproben und Freunden.

    http://www.myspace.com/kevindevine

Noch keine Kommentare