Porträt

laut.de-Biographie

Kat Frankie

Gilt Berlin in den 90er Jahren hauptsächlich als Pool kreativer und innovativer elektronischer Musik, so zeichnet sich zu Beginn des neuen Jahrtausends ab, dass sich in der Hauptstadt auch eine äußerst lebendige Singer/Songwriterszene-Szene etabliert.

Ob Kitty Solaris, Mumrik oder internationale Musiker wie Raz Ohara, Stanley Brinks oder Clemence Freschard, alle zählen zu der illustren Schar an neuen Songwritern, die in Berlin ihr musikalisches Zuhause finden.

Neben den günstigen Mieten ist dieser enorme kreative Input für die Australierin Kat Frankie die Motivation, 2004 nach Berlin zu ziehen, um in einer anderen Kultur und einem facettenreichen künstlerischen Umfeld ihr Songwriting zu verfeinern.

"Es ist ein idealer Ort, um kreativ zu sein - überall wird musiziert, in Bars und Kellern; und keiner arbeitet, weil es keine Arbeit gibt, alles dreht sich um die Musik und das Songschreiben. Die Menschen hier sind offen für Neues und ich bin in guter Gesellschaft. Allein in dieser Umgebung zu sein, wo ständig etwas Neues entsteht, ist wunderbar - es ermutigt einen, dasselbe zu tun."

Die 1978 geborene Kat Frankie wächst in Sydney auf und ist stark geprägt von der mütterlichen Folk- und Pop-Plattensammlung, die neben Simon, Carly Simon auch Joni Mitchell und Joan Baez beinhaltet.

Ihr musisches Talent lebt sie im Schulchor aus, bringt sich das Gitarrespielen selbst bei und beginnt schon früh eigene Songs zu schreiben. In Sydney besucht sie ein Kunstschule, ohne ihre Ambitionen als Musikerin außer Acht zu lassen.

Ihren ersten öffentlichen Auftritt hat die damals 24-Jährige im Juni 2002 im Harp Hotel in Sydney. Ein Jahr später spielt sie mit dem Bassisten Tim Chamberlain und dem Schlagzeuger und Tim Marceau ihre erste EP "Outside Now" ein, die im Dezember 2003 in Australien auf Waterfront Records veröffentlicht wird.

Im Dezember 2004 entschließt sich Kat, ihren Job als Kunst-Designerin aufzugeben und stattdessen ihr Glück als Musikerin in Berlin zu versuchen. Ihre Qualitäten als Songschreiberin stellt sie bald darauf mit dem Stück "The Wrong Side Of Midnight" unter Beweis, mit dem sie 2005 einen Juxtor-Award für junge australische Songwriter gewinnt.

Ab 2005 spielt Kat Frankie unzählige Konzerte in Berlin und Deutschland und versammelt zusehends eine wachsende Fangemeinde um sich. Meist tritt die junge Dame solo auf, ausgestattet mit ihrer Akustikgitarre und ihrem eindringlichen Gesang; man kann sie aber auch mit Band zu hören bekommen, die sich aus Steffen Schlosser (Drums), Ben Kaan (Gitarre), Karen Weber (Cello) und Chris Rodriguez (Bass) zusammen setzt.

2007 veröffentlicht sie mit "The Tops" und "Serves You Right For Using Vilolence" zwei weitere Singles auf iTunes. Bei der Einspielung ihres ersten Longplayers steht Kat Frankie ihr Landsmann Simon Ayton als Produzent und Schlagzeuger zur Seite. "Pocketknife" wird in Deutschland im Januar 2008 auf dem Label Solaris Empire veröffentlicht.

Kat Frankie ist außerdem mit musikalischen Beiträgen auf den von Jan Junker und Sebastian Hoffmann 2005 und 2007 zusammen gestellten Kompilationen "Berlin Songs 1 & 2"zu hören, die Folk- Indie- und LoFi-Künstler vorstellen, die innerhalb dieser Singer/Songwriterszene agieren.

Sie ist auch Teil des filmischen Porträts, das Uli Schüpel in seinem Film "Berlinsongs" im Jahr 2007 über diese neue Berliner Folkszene gedreht hat. Eigens für diesen Film spielen die sieben Protagonisten jeweils einen Berlin-Song ein und erzählen von ihrem Berliner Leben und ihrem musikalischen Umfeld. Kat Frankie steuert hierfür "The Faint Hearted Ones" bei.

2007 wird dieser Film auf der Berlinale aufgeführt und kommt im Februar 2008 in die deutschen Kinos.

Alben

Kat Frankie - Pocketknife: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2008 Pocketknife

Kritik von Martin Leute

Schmerzhaft intensives Songwriting zwischen Traurigkeit und Zorn. (0 Kommentare)

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