Porträt

laut.de-Biographie

Junias

Junias soll ein weiblicher Apostel gewesen sein. Wieso sich aber eine junge deutsche Band nach einer Figur aus der Bibel benennt, wissen Mathias Reetz, Daehyun Strobel und Tim Ebert auch nicht so genau. Sie wollten ihrer Band einfach einen Namen geben, wie man das mit einem Menschen ja auch macht.

Die Jungs aus Hattingen/Nordrhein-Westfalen kennen sich von klein auf aus der Schule. Damals hörten sie Bands wie Pearl Jam. Doch Hören allein reicht ihnen nicht. Die Drei wollen selbst Rockmusik auf die Beine bringen. So beginnt ihre musikalische Karriere 1997 als klassische Schülerband, die, wie könnte es anders sein, in der Schule probt. Über ein Jahr dauert es dann, bis Junias endlich ihren ersten Live-Auftritt absolvieren.

Im Laufe der Jahre festigt sich das Bandgefüge. Zwar versuchen sie 1999 kurzzeitig, einen zweiten Gitarristen zur Band hinzu zu nehmen. Dieses Vorhaben scheitert jedoch daran, dass die Drei sich schon zu sehr eingespielt haben. Stilistisch hätten sie nicht einmal mehr für ein großes Vorbild wie Thom Yorke Platz. Die Jungs verehren den Radiohead-Frontmann für seinen eindringlichen Gesang: "Jede Musik, die intensiv klingt, finde ich spannend. Thom singt mir direkt ins Herz", so Junias-Frontmann Mathias. In der Intensität versuchen sie, ihrem Vorbild nachzueifern. Musikalisch schlagen sie jedoch weit härtere Töne als Radiohead an. Zwischen Placebo-Gitarren und Hardcore-Sound siedelt sich der Klang von Junias an.

Dass das Konzept nicht nur für die Jungs stimmt, zeigt ihr erster Erfolg: Junias landen auf einem Visions-Sampler. Die Leser der Musikzeitschrift sind begeistert und ehren die Band aus Hattingen mit den meisten Stimmen beim dazugehörigen Voting. Ein Auftritt beim Bizarre-Festival 2002 und eine Tour als Vorband von Gluecifer winken als Gewinn. Außerdem folgen Gigs mit den Sportfreunden Stiller und Melissa auf der Maur. Zudem gehören die Hattinger zum Bandpool der Popakademie Baden-Württemberg, einem Coaching-Projekt, das Newcomerbands berät und Kontakte zur Branche herstellt.

Mit Erfolg: Ab März 2004 nehmen Junias ihr erstes Album mit Hannes Jäckl (Astra Kid, Ampersand) im Studio von Ampersand auf. Immerhin sitzen Junias schon seit zwei Jahren an den Songs. Einen kleinen Haken hat das Vorhaben jedoch: Noch haben sie kein Label und müssen den ersten Longplayer selber finanzieren. Die Liebe zur Musik ist es ihnen wert. Das anvisierte Label finden sie aber trotzdem, sodass 2005 ihr Debüt namens "Signal" in den Läden steht.

Alben

  • Junias

    Offizielle Bandseite mit Demo-Mp3s und anderem Schnickschnack.

    http://www.junias.de

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