Porträt

laut.de-Biographie

Juliette

Was auf den ersten Blick wie ein frisch gecastetes Beauty Girl für den Teenie Pop-Markt aussieht, lässt bei näherer Betrachtung doch so etwas wie eine Vorgeschichte erkennen. Die in Moskau geborene Sängerin ist nämlich keine 20 mehr, sondern Jahrgang 1974 und hatte Mitte der Neunziger schon europaweiten Erfolg im Rampenlicht. In der Dance-Formation Inmood übernahm sie den Gesangspart auf den Singles "Ocean Of Light" und "The Last Unicorn". Der Song aus dem gleichnamigen Film verkaufte sich ganze 200.000 Mal in Deutschland.

Doch das ist Vergangenheit. Juliette will ihren Weg alleine machen. Dank gut geknüpfter Kontakte im Musik-Biz konnte sich die Wahl-Kölnerin für ihre Debut-Scheibe mal eben das Songwriter-Team von Jenny Lopez, Destiny's Child und den Backstreet Boys krallen. Damit ist Juliettes Klangbild auch schon präzise umrissen. Dancefloor-Beats, R'n'B und Soul-Pop treffen auf spritzige, chartkompatible Melodien, worüber Juliette dann munter fiepst und trällert. Und das kommt garantiert aus dem Bauch: schon mit 16 schulte sie ihren Gesang im Moskauer Privatunterricht.

Ein Jahr später entschließt sie sich, für ein Studium nach Köln umzusiedeln, nebenbei hält sie ihre Figur mit Kraftsport und Salsa fit. Das zahlt sich 2001 aus: Wie Lara Crofts Schwesterchen wirbelt Juliette durch ihr Debut-Video "Unstoppable", in dem sie angeblich auch echte Stunts übernommen hat. Für Deutschlands größte Boulevardzeitung ist die "aufregende Russin" bereits eine Anwärterin auf "das schärfste Bond-Girl aller Zeiten".

Um weiter im Gespräch zu bleiben tritt die Schöne im Frühstücksfernsehen auf, beteiligt sich an Promi-Kartrennen auf dem Nürburgring und zeigt sich knapp bekleidet im Männermagazin Maxim. Das ist der Karriere auch garantiert zuträglicher als das Wissen um ihre Ehe mit einem Deutschen und die Existenz ihres siebenjährigen Sohnes. Manche Dinge lassen sich aber einfach nicht geheimhalten. Genauso wie Juliettes Vorliebe für die Münchener Freiheit.

Alben

Juliette - Unstoppable: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2001 Unstoppable

Kritik von Michael Schuh

Hohes Kulturgut für Tanzkurs-Leiter und Unterstufen-Diskos. (0 Kommentare)

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