Porträt

laut.de-Biographie

Judasville

Im Juli 2003 hängen vier Nasen in einem holländischen Pub ab und quälen sich mit der Frage, was sie denn machen sollen, wenn der Laden für die Nacht gleich dicht macht. Zwei der Jungs hören auf die Namen Berry Hoogveldt (Gesang/Gitarre) und Sander van Baalen (Drums) und haben schon eine gemeinsame Vergangenheit bei The Spades hinter sich. Als sie eine Diskussion des Wirts mit einem Kerl namens Slim Lemouchi (Gitarre) über die Misfits aufschnappen, fängt schnell eine Fachsimpelei über alle möglichen Bands an. Unterbrochen wird diese von Jaap J. Slijk (Bass), der zwischen zwei Whiskeys in der Jukebox einen Song von Hank Williams auswählt und somit die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Der Rest ist Formsache ...

Die nächsten paar Monate verschanzen sich die vier im Proberaum und feilen an ihren Songs. Als die ersten Auftritte folgen und sich das Publikum vom Rotzrock der Band begeistert zeigt, klopft auch schon das niederländische Royal Three Label an und packt einen Song der Jungs auf 'nen Sampler. Ermutigt dadurch, pickt sich das Quartett zehn weitere Songs aus ihrem Repertoire und nimmt diese in Eigenregie auf. Mit dem fertigen Produkt in der Hand klappern sie ein paar Labels ab und unterschreiben schließlich bei den Belgiern von I Scream Records.

Das Label veröffentlicht Anfang Dezember 2004 "Welcome To Judasville". In der Schnittmenge aus den Hellacopters und den Backyard Babies machen sich Judasville ganz gut, wenngleich der Veröffentlichungszeitpunkt vielleicht besser im Frühjahr oder Sommer gewesen wäre, denn das ist definitiv Musik für's Auto. Anfang 2005 sind sie für ein paar Dates mit den Meteors unterwegs, spielen einige Gigs mit Golden Earring und sind auch sonst ständig live zu sehen.

Das zieht sich fast das ganze Jahr über hin, ehe die Band im Oktober eine Frischzellenkur bekommt. Neben Sänger/Gitarrist Berry schrubbt nun Francois Besson die Klampfe und Pit van de Sanden (Maypole/The Spades) kloppt in die Drums. Am Bass steht zwar nach wie vor J.J., der war aber im August zeitweise ausgestiegen. 2006 gehen sie es live etwas ruhiger an, arbeiten aber mit Hochdruck an neuen Songs für ihr zweites Album, das auf den Namen "Dames, Drugs & Depressions" hören soll. Allerdings hört und sieht man von Judasville ab Mitte des Jahres zunächst nichts mehr.

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