Porträt

laut.de-Biographie

Jon Hopkins

Jon Hopkins pendelt gern zwischen Rampenlicht und Background hin und her. Der britische Produzent und Musiker fühlt sich im Vorprogramm von Coldplay genauso wohl wie hinter dem Mischpult eines Großraumstudios, fernab der Zivilisation.

Jon Hopkins - Immunity Aktuelles Album
Jon Hopkins Immunity
Technologie als Nährboden für Wärme, Leben und Emotionen.

Jonathan Julian Hopkins kommt im Jahr 1979 im Londoner Stadtteil Wimbledon zur Welt. Im Elternhaus des kleinen Jon laufen Synthie-Klänge von Bands wie Depeche Mode und den Pet Shop Boys auf Rotation. So kommt es, dass Jon im Alter von acht Jahren die Zeit lieber mit dem Hören sphärischer Pop-Musik verbringt, als mit seinen gleichaltrigen Kumpels auf den Hinterhöfen seiner Nachbarschaft mit einem Lederball zu bolzen.

Als Zwölfjähriger beginnt er ein Piano-Studium am Royal College Of Music in London. Fünf Jahre lang verausgabt sich der junge Brite im klassischen Bereich, ehe er sich intensiver mit dem Produzieren von populärer Musik beschäftigt. Über seinen Freund Leo Matthew Abrahams landet Jon beim Singer/Songwriter-Projekt Imogen Heap, wo er fortan den Keyboard-Part übernimmt.

Im Jahr 1999 entschließt sich Jon für eine Solokarriere. Er versucht sein Glück mit großflächigen Synthie-Sounds, chilligen Beats und akzentuierten Piano- und Gitarrenlandschaften. Sein Debütalbum "Opalescent" erscheint im Jahr 2001. Die Resonanz fällt überwältigend aus. Sogar in der Redaktion des Guardian sorgt das Album für stehende Ovationen.

Drei Jahre später folgt das nicht minder gefeierte "Contact Note". Außerhalb der Insider-Mauern nimmt man den Engländer zwar kaum wahr, doch das stört Jon Hopkins nur wenig. Hinter den glitzernden Show-Vorhängen passiert dafür um so mehr. Es folgen musikalische Kooperationen mit Brian Eno, Tunng und King Creosote.

Jon Hopkins ist ein gefragter Mann. In den Jahren 2008 und 2009 präsentiert sich der Insulaner im Vorprogramm von Coldplay. Plötzlich steht er in regelmäßigen Abständen vor mehr als 20.000 Menschen: "Das war schon ziemlich abgefahren. Diese Erfahrung werde ich nie vergessen", schwärmt der Musiker.

Im Anschluss widmet sich Jon wieder der Arbeit an Reglern und Knöpfen. Neben der Fertigstellung seines dritten Soloalbum "Insides", das 2010 erscheint, findet Jon Zeit für Soundtrack-Projekte. So schreibt er die Musik für Peter Jacksons "The Lovely Bones" und Gareth Edwards "Monsters". Etwa zur gleichen Zeit unterstützt er Brian Eno bei der Fertigstellung des Albums "Small Craft On A Milk Sea".

Bis zum Jahr 2012 sorgt Jon Hopkins mit diversen Kollaborationen und Remix-Produktionen für weiteres Aufsehen, ehe im Mai 2013 das vierte Studioalbum "Immunity" veröffentlicht wird:

"Mein Ziel war es, ein elektronisches Album aufzunehmen, das eine organische Stimmung transportiert. Daran will ich auch in Zukunft arbeiten. Elektronische Musik kann sehr emotional und lebendig klingen. Man muss die Technologie nur richtig nutzen."

Alben

Jon Hopkins - Immunity: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2013 Immunity

Kritik von Sven Kabelitz

Technologie als Nährboden für Wärme, Leben und Emotionen. (0 Kommentare)

Videos

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