Porträt

laut.de-Biographie

Jesper Dahlbäck

In Schweden zählt er zu den versiertesten, mithin wichtigsten Produzenten, deren Talent und handwerkliche Fähigkeiten über das Durchschnittliche hinaus gehen. Nicht nur dort. Im Zusammenhang mit dem spätestens seit 2004 einsetzenden Acid-Revival fällt sein Name ebenso wie bei Tigas Platten neueren Ursprungs, bei deren Entstehung er im Studio als ausführender Produzent die Fäden in den Händen hält.

Mit dem annähernd akkordartigen Veröffentlichungsreigen seines jüngeren Cousins John hält er da fast schon nicht mehr mit. Wobei Jesper Dahlbäck bereits eine lange Liste von Releases hinter sich hat. Die musikalische Karriere des 1974 geborenen Stockholmers fängt in den späten 80er Jahren an. 1991 beginnt Dahlbäck zuhause Techno zu produzieren, beeinflusst vom musikalischen Geschehen in den Techno-Szenen von Detroit, Berlin oder London.

Zwei Jahre später gründet er zusammen mit Peter Benisch (FPU) und Adam Beyer in Stockholm die Globe Studios, die in der Folge vor allem monotone Technotracks der schnellen und harten Gangart verlassen. 1995 nimmt Dahlbäck einen Job als Verkäufer im Stockholmer Plattenladen Planet Rhythym an. Für das angeschlossene Label gleichen Namens entstehen unter seiner Ägide Technotracks für sein Pseudonym Lenk, mit dem er auch bei Cari Lekebuschs Hybrid Productions, dem Schwesterlabel von Planet Rhythym, veröffentlicht. Dort erscheinen von ihm gemeinsam mit Lekebusch und Adam Beyer produzierte Stücke.

Ein Jahr später gründet er zum einen Blank, zum anderen DK. Letzteres im Verbund mit Landsmann Thomas Krome. Sein bis dahin recht harter Technostil weicht sich allmählich in Richtung Deephouse auf. Eine Entwicklung, die sich zudem in der Gründung des Houselabels Svek niederschlägt, das er gemeinsam mit dem Schweizer Stephan Grieder ins Leben ruft. Grieder als Manager und Dahlbäck als Produzent teilen sich die Geschäfte.

Dort erscheint eine Vielzahl seiner (Co-) Produktionen unter verschiedenen Aliasnamen wie Airfrog (mit Grieder), Sunday Brunch (mit Sebastian Nimrell) sowie als The Persuader das Album "Stockholm", eine Hommage an seine Heimatstadt. Svek erhält zwei Mal, 1998 sowie 2001, sogar eine Nominierung für den schwedischen Grammy. Darüber hinaus arbeitet er mit dem Perkussionisten Jean Louis Huhta und dem Trompeter Goran Kaifes zusammen. 1999 lernt Dahlbäck Tiga kennen, der von ihm zwei House-Compilations, "Stockholm Mix Sessions I und II", auf Turbo Recordings heraus bringt. Der Schwede ist mittlerweile sowohl als Produzent und Remixer als auch als DJ schwer beschäftigt, und jettet munter in der Welt herum.

Im Rahmen seiner Produktion für "Stockholm" kommt Dahlbäck übrigens erstmals mit Mark O'Sullivan in Kontakt, mit dem er später das Projekt DK7 startet, das in Anlehnung an die Katalognummer 7 des DK-Labels seinen Namen erhält. Ihre erste Single "The Difference", ein Paradebeispiel für nahezu zeitloses Acidgezwitscher, sorgt 2003 für reichlich Aufsehen und veranlasst Trevor Jackson, diesen Track für Output Recordings zu lizensieren.

Svek wird dagegen aus Zeitmangel eingestellt. Darüber hinaus werkelt Dahlbäck u.a. gemeinsam mit Alexi Delano als ADJD ("Save Me" & "Bring It Back" auf Poker Flat) sowie mit Cousin John als Hugg & Pepp, produziert für Tiga neben "Pleasure From The Bass" noch einige andere Tracks sowie dessen Debütalbum. Außerdem erscheint 2005 das DK7-Debüt "Disarmed". Und schließlich soll irgendwann noch ein zweites Dahlbäck-Album veröffentlicht werden. Der Mann hat wirklich viel zu tun.

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