Porträt

laut.de-Biographie

Playgroup

Mit 16 Jahren entdeckt der Brite Trevor Jackson die Liebe zur elektronischen Tanzmusik. Auf illegalen Warehouse-Parties in London verbringt er die meisten Nächte. Ein Jahr später, nach dem er von zu Hause auszieht, veranstaltet er seine eigenen Underground-Events. Dank seines Könnens an den Plattentellern wird Trevor bald als DJ für New York, Paris und Berlin gebucht. Parallel eröffnet er sein eigens Label und produziert mit The Brotherhood eines der ersten britischen ernst zu nehmenden Hip Hop Alben überhaupt. Doch damit nicht genug. Der Perfektionist gestaltet außerdem Plattencover für berühmte Rap-Acts, wie Eric B & Rakim.

1998 ist Mr. Jackson noch vorwiegend damit beschäftigt, die Tracks von bekannten Popgrößen in seinem Studio zu verfeinern. Unter anderem gehört die irische Popband U2 zu den Artists, für die Jackson Remixe anfertigt. Angeblich sind es über 70 Produktionen, die er unter seinem DJ-Namen Underdog veröffentlicht. Darunter sind auch Exemplare für Massive Attack und die wundervollen Radiohead.

Im Jahre 2001 wird für den Kult-Produzenten endlich ein Traum wahr: er gibt sein erstes eigenes Album heraus: "Ich muss etwas dagegen tun. Ich bin jetzt 34 Jahre alt. Ich muss meine eigene Platte aufnehmen." Sei es Torschlusspanik oder einfach die Lust auf was Eigenes, mit "The Playgroup" gibt sich Trevor auf jeden Fall viel Mühe. Es ist sein erstes, eigenes Baby! Anfangs beginnt Jackson noch ganz alleine mit seinem Projekt. Eigentlich typisch für ihn, doch geht es irgend wann nicht mehr weiter und ihm wird klar, dass er mit anderen Leuten zusammen arbeiten muss. Vielleicht wird es ja seine erste und letzte Platte und die soll natürlich perfekt sein. Sie soll sowohl seiner Mutter, als auch seiner kleinen Nichte gefallen.

Daraufhin macht er sich eine Liste mit den Musikern, die für ihn in Frage kommen, zum Beispiel Edwyn Collins (Orange Juice) oder Roddy Frame (Aztec Camera). Beide versorgen Trevor mit den nötigen Gitarrensounds und unterstützen ihn tatkräftig wo sie nur können. Kathleen Hanna von Le Tigre leiht ihm ihre Stimme für den Titel "Bring It On" und "4th Sexy Baby" wird von Peaches interpretiert.

Bei diesem Projekt und auch seinen vorherigen Arbeiten kommt es dem Briten nicht darauf an, groß rum zu protzen und mit den Namen seiner Musikerfreunde anzugeben. Viel mehr ist es der Stolz, der ihn antreibt und seine unglaubliche Energie und starke Persönlichkeit: "Ich habe keine Angst vor der Hype-Falle, weil ich kein Zirkus-Pony bin, das nur einen Trick gelernt hat." Nicht gerade bescheiden, aber dennoch bodenständig gibt sich der Kult-DJ, der Turnschuhe sammelt und sich selbst als Populist bezeichnet, wenn es um Musik geht.

Schon jetzt wird das Album "The Playgroup" als "erfrischendste und originellste Platte im Jahr 2001" bezeichnet. Das Pop-Album hat "richtigen Songs, richtige Beats und richtige Melodien". Eine rundum partytaugliche Trackliste, die auch optimal für kleinere Sessions zu Hause geeignet ist.

Nicht nur die elektronische Musik hat den jungen Briten fasziniert. Die 80er Jahre Kult-Bands Human League und Soft Cell gehören zu seinen Lieblingsinterpreten. Mit "The Playgroup" hat er ein Album gemacht, "das seine Wurzeln zwar im Underground hat, aber dennoch mainstream-tauglich ist." Die englische Presse lobt den "Krieg der Sterne" Fan für seine ungebremste Kreativität. Auch in Deutschland erntet Trevor Jackson viele Lobeshymnen. Man darf also gespannt sein, welches Projekt er als nächstes aus seinem Zylinder zaubert! Simsalabim, play it again, Trevor!

2007 zeigt Jackson einmal mehr, dass er das Auflegen nicht verlernt hat. Für die Compilation "The Kings Of Electro" spielt er ein Klassiker-Set ein. Ein neues Album ist zum Jahreswechsel angekündigt.

Alben

Playgroup - DJ-Kicks: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2002 DJ-Kicks

Kritik von Gregory Britsch

Mit abrupten Cuts hopst Trevor Jackson durch seine Mixsession. (0 Kommentare)

Playgroup - Playgroup: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2001 Playgroup

Kritik von Joachim Gauger

An alle Tanzwütigen, Diskomiezen und coolen Säue. Das geht an euch! (0 Kommentare)

Videos

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