Porträt

laut.de-Biographie

Jennifer Paige

Für Jennifer Paige geht der amerikanische Traum in Erfüllung - vom Nobody zum Superstar. Als sie damals an der High School ein Stück aus Les Miserable mit dem Titel "I Dream A Dream" singt, verzaubert sie das Publikum derart, dass ihre Mutter ahnt, dieser Traum könnte eines Tages in Erfüllung gehen. Allerdings gehört zum Träumen auch eine gehörige Portion Arbeit, Fleiß und Ausdauer.

Der Traum beginnt am 3. September 1973, als die kleine Jennifer in Marietta im US-Bundesstaat Georgia das Licht der Welt erblickt. Bereits im zarten Kindesalter von fünf Jahren entdeckt sie ihre Liebe zur Musik und fängt an zu singen. Mit acht Jahren hat sie zusammen mit ihrem Bruder Charlie schon erste kleine Auftritte in Coffehouses und Restaurants. Mit zehn lernt Jennifer Klavierspielen und mit dreizehn schreibt sie ihre ersten eigenen Songs. An der Pebblebrook High School studiert sie schließlich Tanz, Theater und Gesang und legt somit den Grundstein für ihren weiteren Weg.

Nachdem sie die High School verlässt, tingelt Jennifer mit einer Top 40-Band durchs Land und trifft schließlich bei einem Auftritt in Las Vegas die Sängerin Crystal Bernard. Diese ist sichtlich angetan von Jennifers Stimme und gibt ihr den Rat, nach Los Angeles zu ziehen, da dort die erfolgreichen und angesagten Produzenten immer auf der Lauer nach neuen jungen Talenten sind. Gesagt, getan. Jennifer packt ihre Sachen und zieht schnurstracks an die Westküste. Nachdem sie erste Kontakte knüpft, tourt sie drei Jahre lang mit einer Band namens Joe's Band durch die Staaten. Den mit Abstand größten und imposantesten Auftritt hat die Combo 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta, als sie vor 50.000 Zuschauern spielen.

Noch im selben Jahr lernt Jennifer den Produzenten Andy Goldmark kennen, der ihre spätere Erfolgssingle "Crush" produzieren sollte. Nachdem sie Aretha Franklins Nummer "Chain Of Fools" neu aufnimmt, wird das deutsche Plattenlabel Edel auf die damals 24-Jährige aufmerksam und nimmt sie wenig später unter Vertrag. Nach etlichen neuen Songs, nimmt Jennifer im April 1998 die Nummer "Crush" auf.

Kurze Zeit später schlappt ihr Produzent Andy Goldmark mit der Scheibe unterm Arm zu L.A.s größtem Radiosender KIISFM. Die Leute dort sind von der Nummer begeistert und so geht die Single am 4.Mai 1998 zum allerersten Mal on air. Danach geht alles sehr schnell. "Crush" avanciert zum begehrtesten Song bei KIISFM und wird von weiteren vierzig Radiosendern auf die Playlist gesetzt. Die ersten 20.000 Platten sind im Handumdrehen vergriffen und das Label hat alle Hände voll zu tun, für genügend Nachschub zu sorgen.

Jennifer telefoniert gerade mit ihrer Mutter, als sie "Crush" zum ersten Mal im Radio hört. "Es war ein irres Gefühl und ich schrie laut auf, als ich meinen Song hörte", so Jennifer. Im August des selben Jahres erhält sie für 500.000 verkaufte Exemplare und stürmt bis auf Platz drei der US Billboard Charts. Aber auch im Rest der Welt setzt sich "Crush" in den Top Ten der Hitparaden fest und wird weltweit zu einer der meistverkauften Singles des Jahres. Schnell wird Paiges gleichnamiges Debut-Album nachgelegt.

Zwar sind die Verkaufszahlen für ein Erstlingswerk sehr beachtlich, aber bereits ihre zweite Single "Sober" kann nicht an den Erfolg von "Crush" anknüpfen. Das riecht für viele nach einer Eintagsfliege. Nach zahlreichen Live-Auftritten, unter anderem bei den MTV Music Awards und sogar beim Papst, hat Jennifer alle Hände voll zu tun und muss ihre Art, mit dem Erfolg umzugehen, erst noch finden.

Abgesehen von einem Beitrag ("Beautiful") für den Richard Gere-Streifen "Autumn In New York" hört man von der hübschen Amerikanerin in den Jahren 2000/01 nicht viel. Seit Sommer 2002 sorgt sie mit ihrem neuen Album "Positively Somewhere" und der dazugehörigen ohrwurmverdächtigen Single "Stranded" wieder für Furore. Zwar sucht man auf ihrer neuesten Scheibe vergeblich nach Songs vom Kaliber "Crush", das Album besitzt jedoch trotzdem genügend Tiefgang und Authentizität, um den anfänglichen Verdacht einer Eintagsfliege zu widerlegen. Jennifers Traum hält also weiter an. Dream on ...

Doch zunächst behindern Probleme mit ihrem Label und den dazugehörenden Produzenten einen weiteren erfolgreichen Verlauf ihrer Karriere. Jennifer Paige fällt in ein künstlerisches Tief, das sie nur allmählich überwindet. 2008 steht mit "Best Kept Secret" der dritte Longplayer in den Verkaufsregalen. Das überwiegend poplastige Werk bietet aber auch dezente Jazz-Anklänge.

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