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Für den deutschen Musikfan kommen Indica 2010 mehr oder weniger aus dem Nichts und werden wohl mit dem Ruf zu kämpfen haben, eine von Nightwish-Boss Tuomas Holopainen geförderte Girl-Band zu sein. In ihrem Heimatland Finnland blickt das Quintett zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits auf sechs Veröffentlichungen zurück.
Den Startschuss feuern 2001 die zwei Klassenkameradinnen Jonsu und Heini ab. Beide spielen zusammen in einem Streichorchester für Kinder, noch ist keine der beiden als Teenager zu bezeichnen.
Während Jonsu singt und Violine, Gitarre und Keyboards spielt, greift Heini zu Bass und Gitarre. Für eine echte Band reicht das aber noch nicht. So freunden sie sich mit Gitarristin Jenny, Drummerin Laura und Sirku an, die neben den Keys auch Klarinette spielt.
Was viele für eine Castingtruppe halten, ist in Skandinavien ganz natürlich entstanden. Die fünf Mädels beginnen zunächst, in ihrer finnischen Muttersprache Musik zu machen. Zwei Jahre nach der Gründung haben sie einen Deal mit dem Sony-Ableger in Finnland in der Tasche. Kein Wunder also, dass sich das Debüt "Ikuinen Virta" nicht nur 30 Wochen in den Charts hält, sondern auch direkt Platin einstreicht.
Um den Stil von Indica zu beschreiben, ist die Presse schnell mit dem Begriff Mystik-Romantic-Pop bei der Hand. Zwar lässt sich der Einstiegserfolg des Debüts mit den folgenden Alben "Tuuliset Tienoot" (2005) und "Kadonnut Puutarha" (2007) nicht ganz wiederholen, doch die Mädels machen sich die nächsten Jahre über einen Namen in der Szene.
Tuomas Holopainen von Nightwish wird auf die Band aufmerksam und produziert mit ihnen ihr viertes Album "Valoissa". Damit ist es aber nicht getan: Der Mann nimmt Indica im selben Jahr als Vorband mit auf die Skandinavien-Tour von Nightwish und arbeitet beständig daran, sie auch international zu etablieren.
Diesen Schritt wollen sie mit dem fünften Album "A Way Away" gehen, das erstmals mit englischen Texten daher kommt. Bei der Übersetzung greift ihnen der amerikanische Dichter und Drehbuchautor Rory Winston unter die Arme. Tuomas hilft einmal mehr bei der Produktion.
2009 sind Indica bei der kompletten Europatour von Nightwish mit dabei. Auf den rollenden Teenie-Vampir-Zug springen sie ebenfalls auf und sind im April 2010 nicht nur beim "Twilight Fan Event" in Berlin mit von der Partie, sondern kooperieren zudem mit dem Nintendo-Game "Witches & Vampires".
In Deutschland kommt das neue Album "A Way Away" Anfang Juni 2010 auf den Markt. Die finnischen Grenzen halten den Erfolg der Mädels nicht mehr auf. Die Mischung aus Rock, Folk, klassisch verbrämten Elementen und Dunkelpop ist abwechslungsreich in Szene gesetzt. Die persönlichen instrumentalen Fertigkeiten der einzelnen Indica-Damen und das Songwriting heben die Band innerhalb ihres Genres besonders heraus.
Pahinta Tähään (2009), Valoissa (2008), Kadonnut Puutarha (2007), Tuuliset Tienoot (2005), Ikuinen Virta (2004)
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