Porträt

laut.de-Biographie

Hamilton Leithauser

"Es war durchaus eine Menge positiver Energie in The Walkmen", sagt Ex-Bandleader Hamilton Leithauser. "Aber wenn man es so lange gemacht hat wie wir, fällt man in eine Art Rolle. Du lernst, was geht - und was nicht. Daraus entwickelt sich eine Routine, und was immer du an Neuem versuchst, du landest immer wieder bei diesem Element der Gleichförmigkeit, dem du einfach nicht entkommst."

Hamilton Leithauser - Black Hours Aktuelles Album
Hamilton Leithauser Black Hours
Nachts sind alle Katzen bunt.

So hört sich ein Burnout an. Also beschließen Hamilton und seine vier Walkmen Ende 2013 nach sieben Langspielern, sich eine verlängerte Auszeit zu genehmigen. Der Sänger und Gitarrist der Vintage-verliebten New Yorker Indierocker macht aber nicht etwa einfach Urlaub. Er gründet vielmehr eine Art Supergroup.

Gemeinsam mit Amber Coffman von den Dirty Projectors, Morgan Henderson von den Fleet Foxes, Rostam Batmanglij von Vampire Weekend, Richard Swift von The Shins sowie Paul Maroon, neben Leithauser der zweite Star der Walkmen, zieht er solo ins Feld. Vor allem Batmanglijs Einfluss als Co-Produzent ist dann im Frühjahr 2014 auch auf zahlreichen Songs auf "Black Hours" (Domino) zu spüren.

Die leben - wie sollte es im erweiterten Walkmen-Kontext auch anders sein? - stark vom Blick zurück. Mit seiner bekannten, in Bob Dylan-Nähe angesiedelten Stimme versucht sich Leithauser an einer Aktualisierung der großen Crooner und ihrer Komponisten: Frank Sinatra, Cole Porter und Randy Newman nennt der Frontmann explizit als Inspirationen.

Sein Upbeat-Pop zwischen Rock'n'Roll, Swing, balladeskem und orchestralem Rahmen erweitert den Klagkosmos seiner Kultbandherkunft deutlich, wenn auch nicht radikal - und selbst vor einem schunkeligen Schlagerausreißer hat der Mittdreißiger zu "Black Hours"-Zeiten keine Angst. Die Soloalbumpremiere verneigt sich eindeutig vor den 1950ern und präsentiert einen gereiften, selbstsicheren Hamilton Leithauser.

"Diese Klassiker bedeuten mir einfach unendlich viel", bestätigt er. Allerdings wolle er nicht als bloßer Revivalist in Erscheinung treten. "Ich liebe auch Deerhunter und The Antlers. Und Vampire Weekend natürlich. Aber ich muss gestehen: Wenn ich mich hinsetze, um einen Song zu schreiben, sind es die alten, klassischen Sänger, die mir durch den Kopf geistern."

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