Porträt

laut.de-Biographie

GurD

1994 ist Schluss mit den Schweizer Thrashern Poltergeist. Gitarrist V.O. Pulver sieht sich mit dem Problem konfrontiert, dass er absolut keine Lust hat, nur faul auf dem Arsch zu sitzen. So greift er sich seinen alten Spezi Marek Felis (Bass) sowie Klampfer Tommy Baumgärtner (Ex-Erotic Jesus) und Drummer Tobias Roth und gründet GurD. Wer sich wundert, was zur Hölle ein/e GurD ist, der soll das Wort einfach mal rückwärts lesen, dann weiß man gleich mehr. Kollege Pulver ist ein glühender Verehrer und Meister des Fünfblattes und damit ist nicht der Kanadische Ahorn gemeint ...

GurD - Never Fail
GurD Never Fail
Aus der Hüpfburg auf die härtere Schiene.
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Anstatt sich traditionellen Thrash-Sounds zu widmen, wie es bei Poltergeist der Fall war, ziehen Gurd musikalisch in eine groovebetontere Ecke, wie es etwa Prong oder Machine Head vormachen. V.O. spielt inzwischen nicht nur die Gitarre, sondern übernimmt auch den Gesang. Schon ein Jahr nach Gründung erscheint das Debüt "GurD" und der Name ist bald ein fester Begriff in der Metal-Welt. Einige Auftritte und eine Tour mit den Spudmunsters und Channel Zero später, folgt schon "Addicted" und zwar im selben Jahr, wie das Debüt.

"Addicted" zeigt eine deutliche Weiterentwicklung der Band, vor allem V.O.s Gesang hat sich verbessert. Jedoch kratzt Tommy nach der Scheibe die Kurve und die Band muss nach einem Leadgitarristen suchen, den sie in einem Herrn namens Phillipe finden. Mit ihm zusammen gehen sie auf Tour mit Schweisser und räumen auf dem Dynamo Open Air mächtig ab. Im folgenden Jahr erscheint "D-Fect" und führt den eingeschlagenen Weg eindrucksvoll fort. Touren mit Pro-Pain, Stuck Mojo, Such A Surge und Life Of Agony folgen. Die Band läuft rund wie ein Schweizer Uhrwerk.

Über die Notwendigkeit von der "D-Fect - Remixes" Scheibe lassen sich herrlich Streitgespräche führen. Fakt ist, dass neben einigen gelungenen Remix-Versionen auch zwei recht gute neue Songs auf dem Album vertreten sind. Für "Down The Drain" wollen sie es wirklich wissen und investieren den ein oder anderen Franken in die Aufnahmen und Produktion. So fahren sie extra dafür nach Schweden zu Tomas Skoksberg in die Sunlight Studios.

Erneut geht es mit Pro-Pain durch die Lande. Doch Phil, Tobi und Marek können mit dem Sound nicht mehr viel anfangen und verlassen die Band um Disgroove zu gründen. Das bringt zum ersten Mal Erschütterungen ins GurD-Universum. Doch anstatt die Flinte ins Korn zu werfen, krallt sich V.O. den Ex-Swamp Terrorists/Jerk Basser Andrej, Gitarrist Spring, sowie Drummer Mauro 'Tschibu' Casciero, der auch schon bei Jerk hinter den Kesseln saß.

In dieser Besetzung spielen sie "Bedlam" ein. Zwar sind die Grooves nach wie vor vorhanden, doch drängt sich moderner Thrash Metal immer mehr in den Vordergrund. Ausgedehnte Touren bleiben aus, jedoch spielt das Quartett zahlreiche Einzelgigs in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Da auch der Vertrag mit Century Media ausläuft, nehmen sie in Eigenregie ein paar Demos auf, die V.O. produziert, der auf diesem Gebiet inzwischen über einige Erfahrung verfügt.

Da es aber nicht wirklich voran geht, packt Andrej wieder seine Koffer und drückt den Bass dem ehelmaligen Bullgod-Viersaiter Franky Winkelmann in die Hand, der schon einige Zeit als Live-Engeneer mit der Band unterwegs ist. 2003 steht auch endlich ein neuer Deal mit dem dänischen Diehard Music Label. Die Jungs beginnen mit den Aufnahmen zu "Encounter" in den eigenen Little Creek Studios, wo auch schon Destruction oder Undergod aufgenommen haben.

"Encounter" steht ganz in der Tradition der beiden Vorgänger und ist ein wahrer Thrash-Gourmethappen. Eine Tour mit I-Trip und zahlreiche Einzelauftritte folgen und als 2004 das zehnjährige Bandjubiläum ansteht, veranstalten sie eine große Show im Z7 in Pratteln, zu der alle ehemaligen Bandmitglieder erscheinen. Diesen Event schneiden sie natürlich mit und veröffentlichen Anfang April 2005 "10 Years Of Addiction". Das Live-Album enthält neben der CD auch die dazu passende DVD, auf der es sogar noch sechs Bonus-Tracks gibt.

Das Konzert markiert gleichzeitig den Abschied von Klampfer Spring. Seinen Platz nimmt fortan Pat Müller ein, der auf dem nächsten Album seinen Einstand liefert. Schon bevor die neue Scheibe erscheint, steuern GurD einige Songs für den Ingame-Soundtrack zum Computerspiel "Alien Swarm Infested" bei. Parallel dazu laufen die Arbeiten an einem neuen Studioalbum, das bei Dockyard1 unter dem Namen "Bang!" erscheint. Darauf klingen sie zwar immer noch ein wenig wie eine Mischung aus Machine Head und Prong, festigen ihren Stil aber definitiv. Spaß verbreiten sie nach wie vor.

Auch wenn sie mit ihren Labels kein Glück haben, bleiben sie weiter am Ball und veröffentlichen 2009 "Your Drug Of Choice" und zwei Jahre später "Never Fail".

Alben

GurD - Bang!: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2006 Bang!

Kritik von Michael Edele

Da kippt selbst Satan aus den Latschen. (0 Kommentare)

Fotogalerien

Metalfest Loreley 2012 Spielten auf der Zeltbühne vor kleinem Publikum.

Spielten auf der Zeltbühne vor kleinem Publikum., Metalfest Loreley 2012 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Spielten auf der Zeltbühne vor kleinem Publikum., Metalfest Loreley 2012 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Spielten auf der Zeltbühne vor kleinem Publikum., Metalfest Loreley 2012 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Spielten auf der Zeltbühne vor kleinem Publikum., Metalfest Loreley 2012 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)
  • The Official Gurd Website

    Ausführlich, übersichtlich, mit Humor, genauso muss es sein.

    http://www.gurd.net
  • GurD@MySpace

    Smoke my dope, it's MySpace.

    http://www.myspace.com/gurdmusic

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