Porträt

laut.de-Biographie

Graveworm

Wie genau sie das angestellt haben, fragen sich wohl viele Demobands bis heute noch, denn die 1992 gegründeten Graveworm haben 'fünf Jahre später einen Deal in der Tasche, ehe sie auch nur ein einziges Tape vorweisen können.

Graveworm - (N)Utopia
Graveworm (N)Utopia
Neues von Südtirols Vorzeige-Dark Metallern.
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Den Vertrag bieten Serenades Records Shouter Stefan Fiori, den beiden Gitarristen Harry Klenk und Stefan Unterpertinger, Keyboarderin Sabine Mair, Basser Didi Schraffel und Drummer Martin Innerbichler nach einer umwerfenden Show in der Nähe ihrer Heimatstadt Brunico an. Erst jetzt nehmen sie eine Demo auf, ein Jahr später folgt ihre erste CD "When Daylight's Gone", die in der Gothic/Black Metal-Szene für einiges Aufsehen sorgt. Das Album promoten sie auf Tour mit Crematory, Therion und Lake Of Tears und gehen kurz darauf schon wieder ins Studio, um die EP "Underneath The Crescent Moon" aufzunehmen.

Diese zeigt die Südtiroler von einer deutlich aggressiveren Seite. Neben einer reinen Keyboardversion des bereits bekannten "Awake ... Thy Angels Of Sorrow"-Songs, auf dem Sarah Jezebel Deva (Cradle Of Filth, Kovenant u.a.) mitträllert, gibt es auch eine extrem fiese Version von Helloweens "How Many Tears" zu hören. Die Popularität der Band steigt ständig, und neben einem Auftritt auf dem Wacken-Open Air 1998 gibt es im staatlichen italienischen Fernsehen noch einen Tourbericht über Graveworm zu sehen.

Ihr zweites Album "As The Angels Reach The Beauty" erscheint 1999 und zeigt die Band nach wie vor jenseits der gängigen Schubladen, denn sie mischen Einflüsse aus Black und Gothic Metal geschickt mit Folkelementen und passen somit sehr gut ins Tourpackage mit Suidakra, Mystic Circle und Stormlord. Das Cover des Albums ziert übrigens ein geniales Royo-Gemälde. Die europäischen Nachbarländer durchstreifen sie zusammen mit Agathodaimon und Siebenbürgen.

Für ihren dritten Streich greifen Graveworm auch mal auf gregorianische Gesänge und immer wieder dezent eingesetzte Streicher zurück, die "Scource Of Malice" zwar zu einem sehr brutalen, aber immer melodischen Album machen. Besonderes Special auf dem Album ist eine krachende Version des "Fear Of The Dark"-Tracks von Iron Maiden. Für Harry ist inzwischen Eric Treffel dabei, der hier seinen Einstand feiert. Die Scheibe ermöglicht ihnen ihre erste Headlinertour, die recht erfolgreich verläuft. Auch auf dem Summer Breeze-Festival sahnen sie ab, bevor sie sich von Serenades Records, Basser Didi und Klampfer Eric trennen und einen Deal bei Nuclear Blast unterzeichnen. Das Label schickt die Jungs samt Dame mit Neuzugang Eric Righi (Gitarre) gleich wieder ins Studio um "Engraved In Black" einzutüten.

Mit Andy Classen nehmen sie im Stage One-Studio auf und präsentieren Ende Juni 2003 eine gute Scheibe, die auch wieder ein ungewöhnliches Cover bereit hält. Dieses Mal muss R.E.M.s "Losing My Religion" dran glauben, der Song gewinnt in der neuen Version einiges an Geschwindigkeit und Aggression hinzu. Kaum sind die Aufnahmen im Kasten, trennen sich die Wege von Graveworm und Stefan Unterpertinger. Seinen Job übernimmt fortan der ehemalige Voices Of Decay-Klampfer Lukas Flarer. Als festen Bassisten können sie das ehemalige Gründungsmitglied Harald Klenk wieder begrüßen, der damals aber Gitarre gespielt hat und zwischenzeitlich auch bei Black Abyssaktiv war.

Beide stellen sich auf der anschließenden X-Mas Festival-Tour mit Destruction, Kataklysm und einigen anderen Bands dem Publikum vor. Für den größten Teil von 2004 müssen Graveworm auch auf die Dienste von Drummer Martin verzichten, da der sich auf Job und Studium konzentriert. Für ihn sitzt der Darkwell- und Shadowcast-Drummer Moritz Neuner hinter den Kesseln. Der klemmt sich Mitte des Jahres leider einen Wirbel ein, weshalb der Auftritt auf dem Party.San Festival ausfallen muss. Da inzwischen schon jede Menge neuer Ideen vorhanden sind, heißt es wieder: ab ins Studio und Songs aufnehmen.

Heraus kommt dabei Anfang 2005 "(N)Utopia", auf dem immer noch Moritz die Felle gerbt. Was die Songs live hergeben, zeigt sich auf einer Tour mit Finntroll im April. Im September gleichen Jahres verlässt Lukas Flarer die Band aus persönlichen Gründen. Für ihn kommt Thomas 'Stirz' Orgler, der bereits in der Vergangenheit bei den Grabwürmer ausgeholfen hatte. Die Tour zu "(N)Utopia", die für Herbst 2005 angesetzt ist, wird wegen eines Trauerfalls in der Famili Fiori auf unbestimmte Zeit verschoben.

Einige Monate später touren Graveworm im Mai 2006 im Rahmen der Metal Crusader-Tour durch die USA und Kanada. Im Mai 2007 erscheint ihr sechstes Album "Collateral Defect", auf dem einmal mehr eine Coverversion zu finden ist. "I Need A Hero" von Bonnie Tyler klingt im Original wohl ein wenig softer, hat durch die Metal-Infusion aber einen ganz eigenen Charme. Ähnlich verhält es sich mit "Message In A Bottle" (The Police), das sich 2009 auf "Diabolical Figures" finden lässt.

Alben

Graveworm - (N)Utopia: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2005 (N)Utopia

Kritik von Michael Edele

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  • Graveworm

    Offizielle Homepage.

    http://www.graveworm.de
  • Graveworm@MySpace

    Choke my worm, it's MySpace.

    http://www.myspace.com/graveworm

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