Porträt

laut.de-Biographie

Gory Blister

Schon Anfang der 90er Jahre scheißen ein paar Mailänder darauf, dass in der italienischen Metal-Szene fast nur Power Metal gespielt wird und eifern viel lieber Bands wie Death, Atheist, Cynic und Morbid Angel nach.

Bei den Mailändern handelt es sich um Gitarrist Raff, Drummer Joe La Viola, Basser Michele Brustia und Shouter Dome. Mit zwei Demos machen sie sich im Laufe der Jahre einen Namen im Underground, auch wenn der Posten am Bass und Mikro immer wieder wechselt. Allerdings ist das Spiel von Joe und Raff markant und komplex genug, dass der Wiedererkennungswert extrem hoch ist.

Den ersten, bleibenden Eindruck hinterlassen sie international mit der EP "Cognitive Sinergy", die 1997 erscheint. Zwar kommt die Scheibe über ein kleines Label raus, doch das geht schnell den Bach runter und die Italiener stehen erneut ohne Deal da. Da Joe in der Zeit auch bei Node einsteigt, liegen Gory Blister einige Monate auf Eis. Erst als sie 2001 auf dem "Unerhört"-Sampler des Rock Hards landen, kommt wieder Bewegung in die Sache.

Mit den beiden Neuzugängen Daniel Botti am Mikro (den Joe von Node mitgebracht hat) und Basser Bruce Teah sacken sie bei einem französischen Label einen Deal ein und veröffentlichten dort Ende 2003 endlich das Debüt "Art Bleeds". Die Breaks und Fingerfertigkeiten auf der Scheibe sind atemberaubend, was allerdings ein wenig auf Kosten der eigentlichen Songs geht.

In Italien sind sie mittlerweile groß genug, um als Headliner die Clubs zu füllen. Allerdings sind Sänger und Basser schon kurz nach den Aufnahmen wieder Geschichte und live müssen Shouter Adry Bellant und Basser Fredrick zeigen, was in ihnen steckt. Der nächste große Schritt führt Gory Blister nach Holland, dort nehmen sie Mascot Records unter Vertrag.

Das nächste Album "Skymorphosis" erscheint 2006 und zeigt, dass das Quartett seine technischen Fähigkeiten mittlerweile mit ausgezeichnetem Songwriting verbinden kann. In Europa drehen sie ein paar Runden mit Sadus und Darkane und daheim auf dem Stiefel zocken sie mit Amoral. Allerdings scheint die Devise nach wie vor zu sein: keine zwei Alben mit demselben Basser und Sänger!

Anfang April melden sich Gory Blister wieder zurück und siehe da: am Bass steht Roberto Gelli (Allhelluja) und ins Mikro brüllt nun Claudio Passeri. Dass auch das neue Line-Up meisterhaft gespielten, technischen Death Metal mit dem besonderen Etwas abliefern kann, beweist Ende April "Graveyard Of Angels".

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