Porträt

laut.de-Biographie

Gorerotted

Auch (oder vor allem?) in London gibt es immer wieder ein paar Musiker, die ganz gepflegt einen an der Waffel haben. Dazu muss man mit Sicherheit auch die Gore- und Splatter-Freaks von Gorerotted zählen. Das fängt bei den Namen an, geht über die Musik und hört bei den Texten auf.

Irgendwann 1997 finden sich sechs Weichbirnen zusammen, und denken sich künstlerisch anspruchsvolle Pseudonyme aus wie Goreskin aka Babysliced (tiefes Gegrunze), Mr. Gore (hohes/mittleres Gegrunze), Fluffy Ofalstench (Klampfe), Robin Pants (noch 'ne Klampfe), The Wilson (Bass und Geschrei) und der lustige Junky Jon aka Rushy Insane an den Drums.

Musikalisch rumpeln die Jungs natürlich durch den derbsten Grind- und Crustcore und garnieren diese Musik mit heftigsten Splatterlyrics. Dabei gehen sie aber meist derart überzogen und plakativ zu Werke, dass wohl nur amerikanische Moralapostel wie Tipper Gore ernsthaft eine Gefahr für Leib und Seele sehen können.

2001 bringen sie über das kleine Label Dead Again Records ihre erste Scheibe "Mutilated In Minutes" raus, die aber schnell ausverkauft ist und ein Jahr später über Relapse Records nochmals erscheint. Von dem Album erscheinen mehrere Tracks in den beiden Horrorstreifen "The Incredibly Strange People Show" und "Mortician". Außerdem spielen sie neben diversen Clubshows auch einige Festivals, wo sie sich unter anderen mit Pungent Stench die Bühne teilen, die man wohl als Brüder im Geiste bezeichnen muss.

2003 bringen sie dann zunächst einmal eine 3-Way Split CD über Deepsent Records raus, bevor sie einen Deal mit Metal Blade an Land ziehen und Mitte November mit "Only Tools And Corpses" für Erheiterung sorgen.

Mit Pungent Stench gehen sie anschließend auf Europatour und hängen noch zahlreiche Abstecher mit Vomitory und sogar Cannibal Corpse hinten dran. Mr. Gore bleibt dabei auf der Strecke, und so machen sich Gorerotted zu fünft an die Aufnahmen zum Nachfolgealbum.

Auf dem Mitte Juni 2005 erscheinenden "A New Dawn For The Dead" orientieren sie sich nach wie vor an Horror- und Splattermovies, jedoch schleicht sich auch ein leicht sozialkritischer Charakter in die Texte ein.

Auch musikalisch hat sich einiges verändert und bei der ehemaligen Spaßband scheint so etwas wie Ernsthaftigkeit Einzug gehalten zu haben. Im September ist die Band mit Decapitated und Detonation unterwegs und lässt das Jahr relativ ruhig ausklingen.

Im Juni 2006 begleiten sie Obituary und Gojira auf ihren Dates in England und sind im August mit Cryptopsy unterwegs. Im März des nächsten Jahres geht es mit ihren Kumpels von Pungent Stench auf die 'A Splatterday Night Part Two'-Tour und endlich setzen sie auch mal in die Staaten über.

Im September stößt Gian Pyres (Ex-Cradle Of Filth/Christian Death) als zweiter Gitarrist neben Tim Rotted zur Truppe. Mit ihm machen sie sich an die Arbeiten zum nächsten Album, das den Titel "Get Dead Or Die Trying" tragen soll. Was wohl Fifty dazu sagen wird?

Allerdings trennen sie sich Ende Januar 2008 noch von Drummer John, weil der zeitlich zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt ist. Seinen Platz nimmt somit Nate Gould (Screamin' Daemon) ein. Schließlich benennen sie ihre Band in The Rotted um, da sich sowohl die Einstellung innerhald der Truppe, als auch der Sound und die Fähigkeiten massiv vom ursprünglichen Gedanken unterscheiden. Als The Rotted veröffentlichen sie Ende Juni "Get Dead Or Die Trying".

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