Porträt

laut.de-Biographie

Goose

Dass das kleine Belgien musikalisch zu den Hochburgen Europas zählt, ist spätestens seit Front 242, dEUS, K's Choice und Soulwax ein schlecht gehütetes Geheimnis. Doch auch außerhalb der Szene Gents, der Heimat der Dewaele-Brüder, gibt es die ein oder andere Band, die aufhorchen lässt. Goose stammen aus Kortrijk, in Westflandern an der Grenze zu Frankreich gelegen, gleich um die Ecke von Lille.

Die Band gründet sich, benannt nach dem gleichnamigen Charakter aus dem Film "Top Gun", im Jahr 2000 und beginnt ihre Karriere als AC/DC-Coverband. Doch schnell beginnt die Gruppe, bestehend aus Mickael Karkousse (Gesang, Keyboards), Dave Martijn (Gitarre, Keyboards), Tom Coghe (Bass, Keyboards) und Bert Libeert (Drums), eigene Songs zu schreiben. Im zweiten Jahr ihrer Existenz gewinnt das Quartett den renommierten Nachwuchswettbewerb "Humo's Rock Rally", der schon Combos wie eben dEUS, Das Pop oder Absynthe Minded hervorgebracht hat.

Ebenfalls 2002 nehmen Goose mit "Audience" eine erste Single auf, die 2004 mit einer Cola-Werbung in ganz Europa bekannt wird. Dieser erste Output wird von Teo Miller (Placebo) produziert. Die Folgesingle "Good Times" bringt dem Vierer einen ersten Achtungserfolg in ihrem Heimatland, zehn Wochen Chartaufenthalt sprechen eine deutliche Sprache. Zu diesem Zeitpunkt klingen Goose noch relativ rockig, doch einige Bandmitglieder tendieren eher in Richtung elektronische Musik. Also entscheidet sich die Gruppe, zu experimentieren.

Dabei lassen sie sich von zwei Dingen leiten: die Sounds müssen auf dem Programm Protools produzierbar sein, und sie müssen die Energie elektronischer Musik wiederspiegeln. Mit diesem Sound im Gepäck stellen sie sich auf der Popkomm in Berlin erstmal dem Fachpublikum vor. Doch auch hier findet die Band nicht das richtige Label, dafür kommt 2005 der Zufall ins Spiel. Dave ist als Livegitarrist mit Soulwax unterwegs, als er einen Vertreter von Skint Records (u.a. Fatboy Slim) kennen lernt.

Dem drückt Dave ein Demo in die Hand, und Goose findet sich im Kader von Skint wieder. Im Laufe des Jahres 2006 nehmen sie das Debüt "Bring It On" auf, hier frönen sie ihrem heavy Synthesizersound, der sie mehr wie eine Rockband als wie ein Danceprojekt klingen lässt. Die Vorabsingles "Black Gloves" und "British Mode" geben einen guten Eindruck von der Tanzbarkeit des Sounds.

Warum sie diese Art Musik bevorzugen? Sänger Mickael erklärt: "Ich denke, die Leute brauchen mehr Spannung während Konzerten. Wenn man auf Festivals eine dieser One-Hit-Wonder Bands sieht, sind sie für ungefähr fünf Minuten gut, aber dann wird es langweilig und es ist nur noch Gewichse für die Band. Aber wenn man ins Tanzzelt kommt und da läuft ein dicker Beat, tanzen alle, alle machen mit. Das ist wie Sex!" Das Debütalbum "Bring It On" erscheint am 19. Januar 2007.

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