Porträt

laut.de-Biographie

Gasmac Gilmore

Heutzutage bedarf es ungewöhnlicher Mittel, um aus der überwältigenden Anzahl an Durchschnittsbands herauszustechen und sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Als Mittel zum Zweck ist das Beschlagnehmen von öffentlichen Transportmitteln und deren Verwendung als Konzertort vielleicht nicht überall zu empfehlen – in Wien hat es für Gasmac Gilmore aber hervorragend geklappt.

Als sie 2006 einen U-Bahn-Waggon der Linie U4 kaperten und bis zur Endstation ein improvisiertes Gratis-Konzert zum Besten gaben, bekommen so manche Medien Wind von der schrägen Truppe, die sich nicht auf ein Genre festnageln lässt. Metal gekreuzt mit Balkanrock, Doublebass unterlegt Akkordeon-Melodien, Klezmer-Gesänge klingen plötzlich nach System Of A Down, die Sublime covern.

Zuvor spielen Sänger Matthias Wick und Drummer Max Berner gemeinsam in der Band Doped Nomad, wo sie u.a. Support-Slots für Napalm Death, Anathema oder Alkbottle verbuchen können. Da aber scheinbar der kreative Zenith erreicht war, gründen die beiden Gasmac Gilmore, namentlich angelehnt an einen Charakter aus dem Film Cremaster 2. Die erste Single hört auf den Namen "Zirkus", das dazugehörige Musikvideo findet erste Beachtung im Szene-Untergrund. Das erste Album "Sicknum" entsteht als reines Studiowerk am Computer, ohne vollständige Band, ohne Proberaum.

2005 gehen sie einen Deal mit Huge Music ein, die das zweite Album "Little Lucy" in Österreich und Deutschland in die Läden bringen. Mittlerweile zählen auch Thomas Pröschl (Bass) und Elias Berner (Gitarre) zur Band, die jetzt auch auf ersten Clubtourneen ihre bunte Tanzmusik bekannt machen. Für das 2008er-Album "About Boys And Dogs" werden sie mit dem "Austrian Newcomer Award" geadelt, parallel zum Publikumspreis für die beste Live-Band. Auftritte führen Gasmac Gilmore nun weiter durch Europa, bis hin nach Rumänien.

Zwischenzeitlich finden sie beim Label Monkey Music in Wien ein neues Zuhause. Über Rough Trade kommt im Jahr 2012 das vierte Album der Wiener, betitelt "Dead Donkey". Der quietschfidele Mix aus Heavy Metal und Balkan-Einflüssen geht ins Tanzbein wie noch nie, die nächstgrößeren Bühnen sind Gasmac Gilmore somit sicher.

Alben

Videos

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Termine

Fr 25.04.2014 München (Backstage)

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