Porträt

laut.de-Biographie

Enya

Eithne Ní Bhraonáin - kaum einer, der nicht der irischen Sprache mächtig ist, wäre wohl in der Lage, ihren Geburtsnamen richtig auszusprechen. Darum ist uns die Künstlerin, die sich hinter diesem Namen verbirgt, auch nicht unter selbigem bekannt, sondern nur unter dem Pseudonym Eyna. Die Aussprache ihres Vornamens Eithne ist fast identisch mit der ihres Pseudonyms, aber um Probleme bei der Betonung zu vermeiden, hat Enya die Schreibweise ihres Namens der Aussprache angepasst. Enya ist folglich die pseudo-phonetische Schreibweise von Eithne, die es der Irin ermöglicht hat, doch noch unter ihrem eigenen Namen bekannt zu werden.

Berlin: Enya auf dem Catwalk
Berlin Enya auf dem Catwalk
Die irische Sängerin Enya lud am Montag in Berlin zu einer Listening Session der besonderen Art im Schloss Charlottenburg. Am Freitag erscheint mit "And Winter Came ..." das siebte Album der Künstlerin.
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Enya wurde am 17. Mai 1961 als sechstes von neun Kindern im County Donegal in Irland geboren. 1968 gründen ihre älteren Brüder Ciarán und Pól und ihre Onkels Pádraig und Noel Ó Dúgáin die Band An Clann As Dobhair ("Die Familie von Dore") und treten mit ihrer traditionellen irischen Musik auf Festivals auf. Einge Jahre später stößt Enyas Schwester Máire zu der Gruppe, unter dem neuen Namen Clannad feiern sie internationale Erfolge. Auch Enya wird 1980 nach Abschluss der Schule Mitglied bei Clannad, spielt Keyboard und singt im Background bei zwei Alben.

1982 trennen sich Clannad von ihrem langjährigen Manager und Produzenten Nicky Ryan. Enya ist zu dieser Zeit immer noch Background-Sängerin und frustriert darüber, dass man ihr nicht mehr zutraut. Ryan jedoch erkennt das Talent der jungen Irin. Enya verlässt Clannad und geht nach Dublin, um mit Ryan und seiner Frau Roma zusammen zu arbeiten.

1986 beginnt die BBC an einer sechsteiligen Dokumentation über die Geschichte und den kulturellen Einfluss der Kelten zu arbeiten. Enya wird beauftragt, die Musik für die Serie einzuspielen, eine Auswahl der Stücke erscheint 1986 auf ihrem Debutalbum "Enya". 1987 wird Rob Dickins von WEA Music UK auf sie aufmerksam und die Unterstützung von WEA macht die Aufnahmen für Enyas zweites Album möglich. 1988 erscheint "Watermark". Obwohl eigentlich keine Singleauskopplungen geplant sind, ist es die Veröffentlichung von "Orinoco Flow", die für Furore sorgt und Enya weltbekannt macht.

Enya - And Winter Came ...
Enya And Winter Came ...
Erwärmt sogar kalte Metal-Herzen.
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Mit weltweit über 8 Millionen verkauften Exemplaren und 32 Platin-Auszeichnungen in 14 Ländern gelingt Enya mit "Watermark" der Durchbruch. 1991 erscheint "Shepherd Moons" und stellt den Erfolg des vorherigen Albums sogar noch in den Schatten - 11 Millionen verkaufte Exemplare, 18 Platin-Auszeichungen in 18 Ländern und als Sahnehäubchen noch einen Grammy! Das 1995 erscheinende Album "The Memory Of The Trees" bringt Enya, die neben Englisch auch in Irisch singt, einen weiteren Grammy.

Die Musik von Enya ist nicht ihr alleiniges Werk, sondern, wie sie selber immer betont, das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen ihr selbst (Musik, Arrangements), Nicky Ryan (Produktion, Arrangements) und Roma Ryan (Texte). Wer jedoch hofft, die Sängerin einmal live erleben zu können, der hofft vergeblich. Es dauert Wochen bis Enya einen Song im Studio eingespielt hat, da alle Gesangsparts von ihr selber stammen. Ein Chor auf der Bühne wäre nicht der Lage, das zu leisten, was sie selber in wochenlanger Arbeit mühevoll arrangiert.

Der ursprünglich von der amerikanischen Radiostation KIIS-FM kreierte Remix des Enya-Titels "Only Time", der mit Ausschnitten aus TV-Berichten über die Terroranschläge in den USA unterlegt ist, gehört nach den Anschlägen auf das WTC zu den beliebtesten Radiosongs. Enyas Plattenfirma distanzierte sich zwar und verwies darauf, dass alle Versionen des im vergangenen Jahr veröffentlichten Tracks nicht authorisiert seien. WEA und Enya, die keine eigene Version plant, sehen in den Remixen gar einen Verstoß gegen das Urheberrecht, wollen dagegen aber nicht juristisch vorgehen.

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Enya "Es liegt ein schwieriger Winter vor uns"
Die "Stimme Irlands" spricht über die kalte Jahreszeit, Melancholie und 9/11.

Anfang 2002 erobert Enya erneut die Spitze der Charts. Dieses Mal ist es "May It Be", einer von zwei Beiträgen der Irin zum Soundtrack von Herr Der Ringe, der die Herzen und Geldbeutel der Konsumenten erobert. Erstmals zeigt sich hier, dass Enyas Stimme nicht nur vor ihren eigenwilligen Synthie-Sounds Wirkung erzielt, sondern auch in Zusammenarbeit mit einem großen Orchester. Ein wesentlicher Grund für Enyas Weigerung, live aufzutreten, ist damit hinfällig. Und tatsächlich kündigt die scheue Irin, die zurückgezogen auf einem Schloss bei Dublin wohnt, kurz vor der Veröffentlichung von "Amarantine" im November 2005 - nach über 60 Millionen Platten in 20 Jahren - erstmals eine Konzertreise an.

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And Winter Came [EPK]
Trains And Winter Rains
It's In The Rain
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Ein Wintertraum 2008 Enya und das Berliner Staatsballett in einer Ballettperformance zum Album "And Winter Came".

Enya und das Berliner Staatsballett in einer Ballettperformance zum Album "And Winter Came"., Ein Wintertraum 2008 | © Warner Music (Fotograf: ) Enya und das Berliner Staatsballett in einer Ballettperformance zum Album "And Winter Came"., Ein Wintertraum 2008 | © Warner Music (Fotograf: ) Enya und das Berliner Staatsballett in einer Ballettperformance zum Album "And Winter Came"., Ein Wintertraum 2008 | © Warner Music (Fotograf: ) Enya und das Berliner Staatsballett in einer Ballettperformance zum Album "And Winter Came"., Ein Wintertraum 2008 | © Warner Music (Fotograf: )

1 Kommentar mit einer Antwort

  • Vor 3 Monaten

    mit so einer engelstimme muss man einfach ein konzert geben,würde so gerne sie mal live hören...hoffe das es bald mal soweit ist...einfach nur himmlich sie zu hören....

    • Vor 3 Monaten

      Enya? Live? Das ist doch bislang noch nie passiert ...? Auf Tour war sie als Solo-Künstlerin nie (zuletzt mit Clannad irgendwann zu Zeiten, als James Last noch "Biscaya" gespielt hat), und selbst die wenigen Auftritte vor Publikum oder im Fernsehen waren immer mit ordentlich Playback abgesichert.
      Gruß
      Skywise