27. November 2017

"Religion ist aufgehübschte Politik"

Interview geführt von

Runen und nordische Mythologie spielen bei Enslaved schon lange eine große Rolle. Ihr vierzehntes Album benennen sie nun nach "Ehwaz", einer Rune des älteren Futhark. Statt in der Vergangenheit zu leben streben die norwegischen Black-Progger aber stets nach Fortschritt.

Shoegaze trifft Black Metal, Postmoderne auf Folklore – so lassen sich Enslaved anno 2017 anlässlich des neuen Albums "E" gut beschreiben. Hinter der komplexen musikalischen Front verbergen sich wenig überraschend auch komplexe Gedankengänge. Hauptsongwriter Ivar Bjørnson erklärt uns seine Herangehensweise an Spiritualität, Kunst, Politik und Religion. Selbstironie spart er dabei keineswegs aus.

Letztes Mal als wir uns unterhalten haben, sagtest du: "Ich bin nicht gegen Klischees, denn der Grund dafür, dass Klischees existieren ist, dass die Leute es richtig finden, sie zu benutzen." Hast du beim Schreiben des neuen Albums auf Klischees zurückgegriffen?

Das Ding mit Klischees ist, dass sie einen Nerv treffen. Die Leute erkennen etwas darin wieder, so werden in der Popmusik Songs zu sofortigen Hits. Aber Klischees funktionieren glaube ich nur im Nachhinein. Du kannst Dinge auf Klischees analysieren und nachsehen, ob sie erfolgreich verwendet wurden, aber ich glaube sobald du sie aktiv einsetzen willst, schlägt es fehl. Du kannst natürlich Glück haben, aber ich bin der Meinung, dass das natürliche Element beim Komponieren wichtig ist. Die Leute mögen Bands wie The Darkness und Airbourne, obwohl sie im Grunde nur Nachfolger von etwas anderem sind. Für mich aber ist wichtig, dass Ehrlichkeit dabei mitschwingt. Zynischer Gebrauch von Klischees ist gefährlich.

In "Storm Son" mischst du gewissermaßen Klischees. Einerseits spielt diese harmonische Melodie, doch im Hintergrund spielst du mit Dissonanzen. Wie kamst du darauf, Dreampop/Shoegaze-Elemente mit Black Metal zu kombinieren?

In unserer Band gab es ja schon immer das Verlangen, Dinge auszubalancieren. Wenn etwas sehr melodiös ist, braucht man oft ein Gegenstück. Ich denke, wir sind inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem wir so etwas viel direkter machen können als bisher. Sonst war es oft so, dass auf einen harmonischen Part ein disharmonischer folgt. Jetzt sind wir einen Schritt weitergegangen und lassen beides zur selben Zeit passieren. Das verleiht dem Ganzen in gewisser Weise mehr Energie. Riff und Melodie fordern sich gegenseitig heraus – in Echtzeit!

Auch sonst gibt es viele neue Elemente, wie etwa das Saxophon in "Hiindsiight", dominanterer Orgel/Keyboard-Einsatz als bisher und gleichzeitig wird das auch durch vertrackte Rhythmen konterkariert. Sind solche Details eigentlich schon in der Ursprungskomposition vorhanden oder kommen sie in der Regel erst später hinzu; durch Input der anderen Bandmitglieder zum Beispiel?

Die Songs entstanden recht altmodisch: im Grunde nur mit einer Gitarre und einem Rhythmustrack. Ich verwende zwar mehr und mehr Computersoftware, aber ich beschränke mich trotzdem auf das Wesentliche. In welche Richtung ich den Song lenken möchte, nehme ich in der Demophase bereits auf. Die Gitarrenspuren sind meistens schon komplett da, manchmal singe ich noch etwas ein. Aber besonders was Schlagzeug und Keyboard angeht, halte ich alles recht offen und diese Teile ändern sich auch immer deutlich während der Probenphase. Manchmal kommt dann im Studio noch eine Extra-Ebene hinzu. Ich würde sagen, am Anfang stehen die grobe Struktur und eine Reihe von Hinweisen. Ich schubse die Band auf den Weg, wo ich sie im Studio gerne haben würde. Aber der fertige Song, besonders was die Details angeht, ist immer das Ergebnis der gesamten Band und der Lösungen, die die anderen Mitglieder präsentieren.

Was hat es eigentlich mit der Schreibweise von "Hiindsiight" auf sich?

Haha, dazu gibts ein paar lustige Geschichten. Die ersten Ideen zum Song entstanden 2008. Uns wurde anvertraut, ein Konzert für ein Jazzfestival zu schreiben (gemeinsam mit Shining performten Enslaved beim Moldejazz ihr sogenanntes "Armageddon Concerto"; Anm. d. Red.). Beim Komponieren blieben einige Ideen übrig und bei dieser dachten wir uns, sie vielleicht auf dem nächsten Album zu verwenden, weil sie uns echt gut gefiel. Irgendwie geriet sie aber doch in Vergessenheit. Jetzt tauchte sie plötzlich wieder auf und wir verarbeiteten das im Songwriting zum aktuellen Album. Die Schreibweise ist teilweise als Witz in Bezug darauf gedacht, dass es schon die zweite Version des Songs ist – lies „ii“ also als römische Zahl. Und ein bisschen machen wir uns auch über uns selbst lustig. Das gleiche hatten wir ja schon bei "Ruun" und "Riitiir", außerdem verwenden wir ständig die Doppelvocals. Einerseits reflektiert "Hiindsiight" damit seine eigene Entstehungsgeschichte und andererseits die Art und Weise, wie wir unsere Welt zusammenbasteln, eigene Worte schaffen und so weiter.

"Im Zeitalter des Zynismus ist spiritueller Dialog verloren"

Auf dem Album beschäftigt ihr euch mit Runen. Die Rune "ᛖ" (Ehwaz) steht auch auf dem Cover. Warum habt ihr euch eigentlich dazu entschieden, das für offiziellen Titel quasi "einzudeutschen" und "E" zu nennen, statt "Ehwaz" oder "ᛖ" zu nehmen?

Hätten wir die Rune an sich stehen gelassen, wäre es eben nur um diese konkrete Rune gegangen. Daran ist per se nichts falsch, aber für dieses Album war uns wichtig, breitere Assoziationen möglich zu machen. Einerseits hast du eben die Rune, das "E" wiederum kannst du auch auf den Bandnamen beziehen. Außerdem ist "E" ja ein wichtiges Symbol in der Wissenschaft – es steht für Energie. Das passte ebenfalls super.

Kannst du eine kurze Einführung in dein Verständnis von Runen geben und erklären, welche Aspekte du davon in "E" verarbeitest?

Zusätzlich dazu, dass sie Buchstaben eines Alphabets sind, wurden Runen sowohl als Schlüssel zum Verständnis tiefer Existenzmysterien wie auch als visuelle Repräsentation dieser Mysterien angesehen. Manche nutzen sie zu Meditationszwecken, andere für Inspiration und um Synchronizität in einer Art bewusster Monomanie zu provozieren, um tiefer in die Mysterien einzusteigen und dabei Einblicke und Verständnis zu gewinnen. Außerdem existieren natürlich auf Runen basierende Weissagungen und ich bin sicher, darüber hinaus noch viele weitere Verwendungsarten.

Für Ehwaz nutzten wir einen Mix aus Meditation während des Schreibens von Texten und Musik und die Antennenfunktion, um konzentriert Inspiration aus den bestimmten Konzepten dieser einen Rune zu ziehen. Das ist glaube ich das Maximum an konkretem Pseudo-Gelaber, das ich zu einem solch abstrakten Prozess und Konzept hinbekomme. Runen sind wie viele andere große Mysterien des Lebens: wenn du zu viel darüber sprichst, nimmst du ein wenig Faszination weg. Handlung ist der Schlüssel.

Wer sind 'Storm Son' und 'Lightning Sister'?

Ivar: Zusammen mit 'Daughter of Fire' und 'Thunderous Brother' sind sie Aspekte der derselben Persönlichkeit. Im Song "Storm Son" erkunden wir das Verhältnis zwischen Individualität und Natur. Diese viere "Charaktere" sind verschiedene Seiten des Teils der Individualität, die mit der Natur zusammenhängt. Wir werden in und von der Natur geschaffen – nicht nur was den physischen Aspekt angeht. Auch unsere Psyche ist geschmiedet in den Feuern und Stürmen der Natur.

Holst du dir Inspiration für diese Runenthematik auch von anderen Künstlern oder kommt das in erster Linie aus deinem eigenen Interesse für Spiritualität heraus?

Das ergibt sich natürlich durch unsere eigene Reflexion. Wir möchten eine Story erzählen und gewissermaßen unser eigenes Universum erschaffen. Trotzdem inspirieren uns andere – Wardruna zum Beispiel, mit denen wir ja des Öfteren zusammenarbeiteten. Dort nehmen die Runen ja einen sehr zentralen Platz ein. Auch einige Autoren beeinflussen mich, etwa Jan Fries. Er beschäftigt sich vor allem viel mit Metaphysik und Mystik, aber seine Abhandlungen über Runen finde ich sehr interessant. Auch die Wissenschaft stellt einen Bezugspunkt dar. Zwar endet deren Beschäftigung damit immer, sobald es zu nah ans Esoterische geht. Aber sie ist wichtig, um die Geschichte dahinter zu verstehen und die Entwicklung der Symbole über die Zeit nachvollziehen zu können. Insgesamt ist es allerdings ein sehr subjektives Thema. Was andere Leute darüber denken, kann inspirierend sein, aber wenn es persönlichen Wert haben soll, muss es eben vor allem aus dir selbst heraus kommen.

Findest du es wichtig, dass die Menschen sich heutzutage mit Spiritualität beschäftigen?

Ja. Um hier nochmal den Bogen zur vorherigen Antwort zu schlagen: Ich denke es ist wichtig, zu begreifen, wie wir geistig aufgebaut sind. Eine unserer Eigenschaften ist das Suchen nach Sinn und dass wir uns zum Sakralen hingezogen fühlen. Es gibt physikalische und rationale Erklärungen, die ich nicht in Gänze erfassen geschweige denn erklären kann. Die Komplexität unseres Geistes, die Dynamik zwischen den Hirnhälften, der rätselhafte Gott im Innern, das Unterbewusstsein und seine schwankende, abstrakte Sprache; unser Hirn ist aus zahlreichen Schichten aufgebaut, von reptilischen Instinkten im Zentrum bis zur Hardcore-Vernunft in den Frontallappen – all das ist zu mysteriös und jenseitig für unsere weltlichen Worte und rationalen Gedanken. Deshalb versuchen wir, diese Aspekte unserer Existenz durch heilige, magische und geistliche Räume in und außerhalb unseres Selbst auszudrücken und zu erkunden. Im heutigen Zeitalter der Wissenschaft, des Zynismus und der seichten, materiell-orientierten Ego-Huldigung ist dieser Dialog verloren. Wir sehen die Auswirkungen einer Welt, deren Kontakt zur Spiritualität abreißt, überall um uns herum. "Religion" repräsentiert für mich übrigens in keinster Weise oder Form Spirtualität. Im Gegenteil: Sie leitet die Menschen davon weg, ihre eigene Spiritualität kennenzulernen. Religion ist nur aufgehübschte Politik, also im Endeffekt nur ein Weg, Reichtum und Macht der Wenigen zu sichern, die diese über die Vielen haben möchte – allein aus der Motivation von Gier und dem Wunsch heraus, "the man" zu sein.

"David Lynch reflektiert das menschliche Wesen"

Du betreibst seit einiger Zeit By Norse, eine Plattform für norwegische Kunst aller Art. Was steckt denn genau für ein Konzept dahinter und wie überschneidet es sich vielleicht mit Enslaved?

Alles begann mit der Zusammenarbeit mit Wardruna beim London By Norse Festival 2016. Wir hatten beide ein paar Dinge am Laufen und wollten Shows spielen und außerdem etwas mit der Band, die ich gemeinsam mit Kvitrafn betreibe – Skuggsja – machen. Wir organisierten das zusammen mit unserem Manager Simon und es war wirklich eine tolle Erfahrung. Wir spielten mit Skuggsja und auch mit unseren jeweiligen Bands, wir luden einen norwegischen Maler ein und eine norwegische Brauerei. Letztere kamen mit speziell gebrautem Ale und so. Wir hatten ein super Wochenende und wollten das irgendwie weiterführen. By Norse ist offen für alles: elektronische Musik, Folk, Metal… Und wir können damit auch Dinge abseits der "alltäglichen Releases" veröffentlichen. Du kannst Re-Releases darüber schalten oder seltene Veröffentlichen vertreiben oder Dinge, für die wir vorher irgendwie keinen Platz fanden. Aktuell promoten wir eine deutsch-schwedische Band namens Kaunan (in der u.a. Fauns Oliver S. Tyr aktiv ist; Anm. d. Red.). Das ist wieder etwas komplett anderes. Im Grunde geht eben wirklich alles, worin wir diesen bestimmten Geist sehen, der zu By Norse passt.

Hast du für dich durch die Arbeit mit By Norse neue Einflüsse entdeckt?

Absolut! Es ist interessant, wie ein Vibe sich auf ganz unterschiedliche Weise zum Ausdruck kommen kann. Wenn du mit diesen Brauerei-Leuten, dem Maler, Folk- und World-Musikanten zusammenarbeitest, ist es spannend zu sehen, wie sie jeweils an ihre Kunst herangehen.

Im Promotext erwähnst du auch David Lynch als Inspirationsquelle. Tatsächlich war es Grutle (Enslaved-Sänger, Anm. d. Red.), der mich vor Jahren zum ersten Mal auf ihn brachte. Was fasziniert dich so an ihm?

David Lynch ist gewissermaßen im Kopf der Menschen drin. Es geht viel um das Unterbewusstsein. Er hat in seinen Filmen und seiner Musik eine ganz eigene Sprache und er reflektiert damit gewissermaßen das menschliche Wesen. Vielleicht mögen wir seine Filme deshalb so: Denn auch in unserem Denken spielen sich Prozesse ab, die nicht logisch, nicht mathematisch nachvollziehbar sind, die keiner stringenten Narration folgen. Klar, unser rationales Denken übernimmt an der Oberfläche die Alltagsgeschäfte – alles muss seinen gewohnten Gang gehen, wenn zum Beispiel etwas Schlimmes passiert. Doch wenn wir träumen, ähnelt das seinen Filmen. Das Unterbewusstsein übernimmt die Kontrolle und im Grunde ist alles möglich.

Ihr habt einen neuen Keyboarder: Håkon Vinje. Wie hat sich dadurch die Songwriting-Dynamik verändert? Gerade gesanglich war ja über viele Jahre das Doopel Grutle Kjellson/Herbrand Larsen sehr prägend.

Das Songwriting an sich hat sich nicht verändert. Das handhabe ich nach wie vor allein, unbeeinflusst davon, wer in der Arrangement-Phase an den Vocals feilt. Die Arrangement-Phase hat sich aber natürlich ein wenig verändert – zum Besseren. Von "Ruun" bis "Axioma Ethica Odini" arbeiteten Grutle und Herbrand die Vocals in Tandem-Konstruktion aus. Dann begann Herbrand, seine Klargesangspassagen eher für sich auszuarbeiten. Nur hat das nicht wirklich funktioniert, da es ihm anscheinend schwerfällt, Dinge auf eigene Faust fertigzustellen. Und du weißt ja, in welchem Tempo Enslaved arbeiten, haha. Es gipfelte bei "In Times", wo Grutle mehr oder weniger alle Vocal-Arrangements allein ausarbeiten musste. Das distanzierte Herbrand wohl noch weiter von der Band. Als Håkon zu uns stieß wollte er wirklich Input vom Produktionsteam – das sind ich, Grutle und Iver Sandøy. Zu viert schmiedeten wir an den Vocals. Das war wesentlich dafür, dass dieses Album die besten Vocal-Arrangements, die besten Vocal-Performances und die beste Vocal-Produktion hat.

Wie fühlt es sich denn an, mit einem Kerl zusammenzuarbeiten, der jünger als die Band selbst ist?

Es ist SO inspirierend, mit einem Typen zu arbeiten, der Deadlines nicht als schreckliche Folter ansieht, sondern eher begeistert davon ist, auf Forderungen einzugehen, haha. Im Ernst: Es inspiriert unglaublich, diese neue Kraft in der Band zu haben, die alles neu und aufregend findet. Sein Energielevel ist total ansteckend! Die Mischung aus unserer Erfahrung und seiner jugendlichen Perspektive ist perfekt.

Du bist Vater: Unterrichtest du deine Kinder in Musik? Wenn ja, wie sieht das aus?

Noch nicht, aber vielleicht, wenn sie etwas älter sind. Ich werde definitiv sicherstellen, dass sie das Angebot haben, wenn sie zum Beispiel Gitarre spielen möchten. Die musikalische Erziehung an norwegischen Schulen ist ziemlich gut und vielfältig, sodass sie die Möglichkeit haben, in ihren jungen Jahren aktiv Instrumente auszuprobieren. Unsere konservative Regierung versucht, die musikalische Erziehung einzuschränken – ich hoffe, jemand stoppt sie. Meine Kids sind aber tolle Sänger! Für sie und mittlerweile auch mit ihnen zu singen förderte übrigens meine eigenen Skills als Sänger. Vielleicht steige bald vom reinen Live-Backingsänger auf und recorde beim nächsten Album, hehe!

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2 Kommentare mit 10 Antworten

  • Vor 17 Tagen

    Recht hat er. Endlich mal jemand, der Religion und Glauben voneinander trennen kann.

    • Vor 15 Tagen

      Beides ist ähnlich schwachsinnig, wenn Glaube suptrannaturale Elemente impliziert... Da kram ich doch gleich mal den guten alten "Gotteswahn" heraus... :-D

    • Vor 15 Tagen

      Mit einem "n" natürlich, typo..

    • Vor 15 Tagen

      Dank der Split mit M.peror können sich N.Slaved ja nahezu alles leisten. Ich würde sogar ein Jennifer Rostock Tribut album verzeihen.

      Wie würdest du es denn nennen, wenn leute mit einem gleichen/ähnlichen glauben zusammenkommen, ihre bräuche pflegen und ihren Glauben leben?

      ja, Gotteswahn.
      Wenn ich nachts auf der Dachterasse liege... in die Unendlichkeit des Himmels schaue... mir die Sterne betrachte und bzgl des Universums nachdenke... kommt automatisch der Gedanke:" Das alles haben wir Siemens, Audi, der deutschen Bank, Apple oder Sony zu verdanken..."

    • Vor 15 Tagen

      Weiß nicht so recht, worauf du mit deinem Kommentar abzielst. Klar ist das dann "Religion", also gemeinsam gelebter Glaube. Ich selbst wollte aber eher (bewusst provokant formuliert) zum Ausdruck bringen, dass ich sowohl die hierarchisch geprägte Religionsausübung als auch allein gelebten Glauben schwachsinnig finde - in gleichem Maße. Glaube impliziert eben das "Überzeugt sein" von nicht falsifizierbaren Aussagen.
      Rational begründete Spiritualität (z.B. beim Betrachen des Sternenhimmels oder Sinnieren über die unendlichen Weiten des Universums) istmir durchaus willkommen, die Phänomene sind aber trotzdem erklärbar.
      *420-Weed-Talk-Over*

  • Vor 13 Tagen

    Wenn Metalbands über Religion reden, klingt das für mich immer nach 14-jährigen, die im Unterricht gerade zum ersten Mal den Namen Feuerbach gehört haben und nicht drauf klarkommen, vor Youtube-Dokus versumpfen und demnächst total wichtige YT-Vlogs auf die Menschheit loslassen, in denen sie aufdecken, was bisher niemand auszusprechen wagte.

    • Vor 12 Tagen

      Wo bis'n du zur Schule gegangen? Bestimmt teure Privat-Anstalt, wa?

    • Vor 12 Tagen

      @Weltraumaffe Und wenn ich solche Kommentare lese, muss ich immer an überhebliche und prätentiöse Internetpersönlichkeiten denken, die meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und sich selbst Meinungen für makellos halten... Aber da will ich dir natürlich nicht zu nahe treten. :-)

    • Vor 10 Tagen

      generell sollte ich "religion" im metal natürlich ausschließlich beschränken auf "satan", "hitler" und "alkoholocaust"

      von feuerbach habe ich eig nur seine gedanken zum sinn und zweck von strafe gelesen...das aber ganz nice eig. vllt gebe ich mir seinen deepen philo-shit auch mal. laut profiltexten kann man damit 17 jährige sapiosexuelle MetalFlirt*innen wuschig machen

    • Vor 10 Tagen

      "sapiosexuelle MetalFlirt*innen" :lol:

    • Vor 10 Tagen

      Beschde komplett neue Ausrichtung seit Ionen :D

      *seid

      Aber ich hätte doch noch gerne weitere Ausführungen von Doldi gelesen. Richtig scharfsinniger Religionskritiker.

    • Vor 9 Tagen

      @Berkowitz Genial :D
      @molten dein beißender sarkasmus trifft mich hart :( ne aber im ernst, für religionskritik bin ich eigentlich immer (leidenschaftlich) zu haben. manchmal kommt es hier auf laut.de ja sogar mal zu zynismus-befreiten, ehrlichen diskussionen. verzeih mir, dass ich den kommentar oben für so eine gelegenheit hielt, ich weiß natürlich auch, dass aufrichtiger argumenten-austausch hier rar bleiben sollte ;)