Porträt

laut.de-Biographie

Earlimart

Earlimart ist ein kalifornisches Dorf zwischen Los Angeles und Fresno, das "mehr oder weniger aus einer Tankstelle und einer Bar" besteht. So Aaron Espinoza über den Ort, aus dem er stammt und den er als Namen für seine Band heranzog. "In der Nähe gibt es auch ein Dorf namens Pixley, also hätten wir auch Pixlies heißen können", relativiert er die Wichtigkeit der Benennung.

Diese Geschichte wäre vollkommen belanglos, wenn der Sänger und Gitarrist das Album "Everyone Down Here" (2003) auf eigene Rechnung herausgebracht und nicht seine alte Combo hinzugenommen hätte. Die es eigentlich gar nicht mehr gab: 2001 waren die Mitglieder eigene Wege gegangen, nachdem Bassistin Ariana Murray ihre Beziehung mit Espinoza beendet hatte und Förderer Doug Katz im selben Flugzeug wie die Sängerin Aaliyah ums Leben gekommen war. "Es war eine schlimme Zeit", erinnert sich Espinoza zwei Jahre später.

Er verschanzt sich in sein Studio "The Ship" in Los Angeles und beginnt, Probeversionen von neuen Liedern auf zu nehmen. Obwohl schon als Produzent tätig, unter anderen für Elliott Smith und die Breeders, scheint ihm das Ergebnis so befremdend, dass er Jason Lytle von Grandaddy um Rat bittet. "Das ist das Beste, was du jemals gemacht hast" sagt Jason und besucht immer wieder das Studio mit Bandkollegen Jim Fairchild, um Espinoza tatkräftig zu unterstützen. Als sie das Zwischenergebnis hört, steigt auch Bassistin Murray erneut ein und bringt einen Schlagzeuger mit. Earlimart ist wieder eine Band.

Vierzehn Monate verbringt Espinoza im Studio, bevor "Everyone Down Here" fertig ist. Mit einer Mischung aus Folk und Independent-Rock, lauschigen Melodien und entfremdenden Verzerrungen machen Earlimart in den USA auf sich aufmerksam und schaffen auch den Sprung in den deutschen Vertrieb. In Europa sind sie im Sommer 2003 als Vorband für Grandaddy zu sehen.

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