Porträt

laut.de-Biographie

Doris Day

Ein Image als Sauberfrau gilt gemeinhin als langweilig und spießig. Doch darum hat sich die us-amerikanische Schauspielerin und Sängerin Doris Day nie geschert. Und beweist damit, auch ohne öffentliche Exzesse und Skandale eine anerkannte Position im internationalen Showgeschäft einnehmen zu können.

Sie kommt am 2. April 1924 in Cincinatti/Ohio als Doris Mary Ann Kappelhoff zur Welt. Die Tochter deutschstämmiger Einwanderer wächst mit zwei Geschwistern auf, und träumt als Teenager von einer Karriere als Tänzerin. Doch ein Beinbruch im Alter von 14 Jahren beendet alle Illusionen. Dennoch lässt die Liebe zum Entertainment Doris nicht los. Es gelingt ihr, sich als Sängerin durch Auftritte in Clubs und Radio-Sendungen einen Namen zu machen.

Rasch wächst ihre Popularität, sie arbeitet u. a. mit Frank Sinatra. Das Privatleben gestaltet sich weniger glücklich. In den vierziger Jahren scheitern gleich zwei Ehen. Aus ersterer geht Sohn Terry hervor. 1947 gelingt der Hollywood-Durchbruch: bei Warner Brothers unterzeichnet sie einen Kontrakt, der den Startschuss zu einer jahrzehntelang andauernden Filmkarriere bedeutet.

Ihr Talent beweist die Künstlerin vornehmlich in Komödien, die sich beim Publikum als Kassenschlager erweisen. Sie dreht u. a. mit dem späteren US-Präsidenten Ronald Reagan, Kirk Douglas und der legendären Astaire-Partnerin Ginger Rogers. Gleichzeitig nimmt Doris weiterhin Langspielplatten auf, und beweist regelmäßig auf auf der Leinwand ihr Gesangstalent.

Zu großen Single-Hits entwickeln sich in in ihren frühen Karriere-Jahren z. B. "Sentimental Journey" (1945), "A Guy Is A Guy"(1952), und "Secret Love" (1954). Zum ersten weltweiten Song-Erfolg mausert sich 1956 - im Verbund mit Hitchcocks Thriller "Der Mann, Der Zuviel Wusste" - der Song "Whatever Will Be, Will Be (Que Sera, Sera)".

Ab Ende der fünfziger Jahre ist der Name Doris Day weltweit Garant für klingelnde Kinokassen. Zu ihren erfolgreichsten Streifen zählen "Bettgeflüster" (1959, mit Rock Hudson), "Mitternachtsspitzen" (1960, mit Rex Harrison), "Ein Pyjama Für Zwei" (1961, erneut mit Rock Hudson), "Ein Hauch Von Nerz" (1962, mit Cary Grant) und "Spion In Spitzenhöschen" (1966, mit Rod Taylor). Viele dieser Streifen prägen das Image-Bild der Künstlerin bis heute - als (damaligen) moralischen Vorstellungen stets genügende Frau, selbst in verfänglichsten und frivolsten Beziehungs-Situationen.

1968 verstirbt Doris' dritter Ehemann Martin Melcher - und hinterlässt einen finanziellen Scherbenhaufen. Aus dem Filmgeschäft zieht sich Doris Day vollkommen zurück. Ihr Auskommen verdient sie sich bis Mitte der Achtziger mit TV-Sitcoms und verschiedenen Show-Formaten. Nach der Scheidung von ihrem vierten Ehemann (1981) engagiert sie sich immer stärker für den Tierschutz.

Doch bis ins neue Jahrtausend nimmt sie sporadisch immer wieder neue Songs auf. Bei einigen fungiert Sohn Terry, der 2004 einem Krebsleiden erliegt, als Produzent. 2011 erscheint mit "My Heart" ein von Bruce Johnston (Beach Boys) betreutes Comeback-Album.

Mit vielen bis heute unvergessenen Hits sichert sich Doris Day einen festen Platz im klassischen American Songbook. Bis ins hohe Alter fasziniert ihre Stimme durch Eleganz, Wärme und ein unnachahmliches Tremolo.

Alben

Doris Day - My Heart: Album-Cover
  • Leserwertung: 3 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2011 My Heart

Kritik von Artur Schulz

Gelungenes Rendezvous mit der Vergangenheit. (0 Kommentare)

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