Porträt

laut.de-Biographie

Delaware

Delaware liegt in Norwegen, zumindest der musikalischen Landkarte zufolge. Drammen heißt der kleine Ort, in dem sich ein paar Jungs den Namen Beyond geben und munter drauflos zocken. Ihre ersten Gigs absolviert die Band nach eigenen Angaben im Drag-Queen-Outfit. Die Identitätskrise dauert nur einige Auftritte an. Man besinnt sich auf die eigene Männlichkeit und poltert Punk- und Hardcorebretter heraus.

Langsam entwickeln sich Beyond in Richtung Melancholie, die Tracks werden poppiger, wenn auch in relativ epischer Länge. 1995 beginnen die Norweger an ihrem Debütalbum "Icons" zu arbeiten, das sie im Alleingang finanzieren. Zwei Jahre dauert es, bis die Aufnahmen im Kasten sind und Beyond ihr Werk releasen können. 1998 steht bereits das Album "Polyphonic" in den Startlöchern. Ein Bandmitglied entscheidet sich aber für ein Studium in Trondheim. Die Veröffentlichung ist gestorben - Beyond für tot erklärt.

Es lebe Delaware. 1999 besteht die neue alte Band aus Richard Holmsen (Gesang, Gitarre, Keyboards), Jon Fredrik Torgersen (Gitarre, Gesang, Keyboards), Petter Laugerud (Schlagzeug) und Ronny Andreassen (Bass). Norwegische Radiosender spielen zwei Songs des ersten Demos, auf einer Website für kostenlose Mp3s werden sie in rauen Mengen heruntergeladen.

Trotzdem unterschreiben sie 2001 ihren ersten Plattenvertrag bei Sony in Deutschland. Bassist Andreassen verlässt 2003 vor der Veröffentlichung des Debüts "...And Everything Reminds Me" die Truppe, Morten Ødegaard Skaret übernimmt den Posten am Viersaiter. Das Album erfährt nicht die erwartete Aufmerksamkeit, kurz vor Veröffentlichung in Norwegen verlässt die Band das deutsche Majorlabel. Die ziehen natürlich ihre Promo-Gelder zurück. Schlecht für Delaware, das Debüt verkauft sich dennoch einigermaßen gut.

Das neue Label ist wiederum ein deutsches: Strangeways nimmt die Norweger auf. Das zweite Album "Lost In The Beauty Of Innocence" spielen die Musiker fast ausschließlich im eigenen Proberaum ein, lediglich das Schlagzeug nehmen sie in einem professionellen Tonstudio auf. Der Klangqualität tut das keinen Abbruch, der Delaware-Sound 2006 ist auf Hochglanz poliert.

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