Porträt

laut.de-Biographie

Crazy Town

Nachdem Limp Bizkit in den Staaten bereits zu absoluten Megasellern avancierten, schicken sich jetzt langsam aber sicher weitere Bands aus diesem Umfeld an, die Welt zu erobern.

Crazy Town kommen aus Los Angeles, aber anders als Limp Bizkit geht die Band nicht aus dem "normalen" Rockding hervor. Shifty Shellshock und Bret "Epic" Mazur sind, bevor sie sich mit Rust Epique (Gitarre), Antony Valli (Gitarre), Faydoe Deelay (Bass), JBJ (Schlagzeug) und DJ AM zusammenschließen, als MCs in der Hip Hop Szene von Los Angeles unterwegs.

Mit ordentlichen Gitarrenbrettern im Rücken versuchen sie sodann, einen Plattenvertrag zu ergattern, was ihnen dank prominenter Schützenhilfe auch gelingt. Schließlich kommen sie beim Major Sony/Columbia unter. Sogleich wird das Debut eingespielt, das von Josh Abraham (Coal Chamber, Orgy) produziert wird. Abraham hat nicht unerheblichen Anteil daran, dass der Sound von Crazy Town sich nicht in Hip Hop und Crossover teilt, sondern dass sich alles homogen und stimmig anhört.

Mit "The Gift Of Game" können die sieben überzeugen und dank der inzestuösen Strukturen im Musikumfeld von Los Angeles gibt's auch tatkräftige Unterstützung von bereits etablierten Musikern (Orgy, KRS-One). Da kann man nur sagen: Party On und obwohl das Debut schon geraume Zeit auf dem Markt ist, können sie dank des balladesken "Butterfly" 2001 in die deutschen Top Ten einsteigen und erste kommerzielle Meriten sammeln. Für Rust Epique ist die Party aber schnell vorbei, denn aufgrund seines Drogenkonsums kicken ihn die anderen Mitglieder aus der Combo. Sein Nachfolger wird Kraig "Squirrel" Tyler.

Noch besser macht sich das Album, das sich im Sog der Single insgesamt 25 Wochen in den Bestenlisten tummelt und bis auf Platz sechs der deutschen Charts vorstoßen kann. Ebenfalls noch 2001 ergattern Crazy Town einen Slot beim Ozzfest. Im Dezember erscheint mit "Toxic" die insgesamt fünfte Single-Auskopplung aus "The Gift Of Game". Zu diesem Zeitpunkt laufen bereits erste Vorbereitungen für den Nachfolger.

Den für Juni 2002 anvisierte Veröffentlichungstermin des zweiten Albums können die Jungs jedoch nicht einhalten. "Nothing Comes From Nowhere", wie das Album eigentlich heißen soll, erscheint unter dem namen "Darkhorse" im November, kann es jedoch in keinster Weise kommerziell mit dem Erstling aufnehmen. Zum Zeitpunkt des Releases ist James Bradley Jr. bereits nicht mehr Teil der Band, da er aus privaten Gründen Crazy Town verlässt. DJ Adam Goldstein packt ebenfalls seine Sachen, um sich solo zu versuchen.

Das Interesse an der Band sinkt stetig. Nach einer Mini-Tour im Frühling 2003 und einem Konzert in Köln trennen sich dann die Wege der Band und der Plattenfirma Sony. Um sich nicht weiter aufzureiben, verkündet Squirrel, dass Crazy Town für unbestimmte Zeit auf Eis liegen. Das Duo Squirrel/Epic verlegen sich aufs Produzieren und firmieren unter dem Pseudonym Bodysnatchers. 2004 erscheint über Madonnas Maverick-Label das Solo-Debüt von Shifty ("Hapyp love Sick"), das jedoch gnadenlos untergeht. Auf der Crazy Town MySpcae-Seite erscheinen zwei Songs. "Hit That Switch" ist tatsächlich ein neuer Song, den die Band während einer Studio-Session 2005 einspielt, "Hard To get" stammt noch aus "Darkhorse"-Zeiten.

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Crazy Town - Darkhorse: Album-Cover
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  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2002 Darkhorse

Kritik von Stefan Friedrich

Die Kalifornier packen die Wattebäuschchen weg. (0 Kommentare)

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