Porträt

laut.de-Biographie

Coal Chamber

Anno 1994 beschließen vier Freaks aus Los Angeles, namentlich Dez Fafara (voc), Rayna Foss-Rose (bass), Meegs Rascon (git) und Mikey Cox (drums) eine Band namens Coal Chamber aus der Taufe zu heben. Musikalisch besinnt man sich auf eine Art Aggro-Rock mit dunklen Ingredenzien, zu welchen sich die Elemente Metal, Goth und Hip Hop gesellen.

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Mit ihrem selbstbetitelten Debut können sie 1997 den Erfolgs-Code knacken. Ihre Musik wird Medienfutter für MTV News, SPIN, sogar CNN und der englische Kerrang! beschreibt die Band als "...King Kong on a Skateboard, walloping and flattening just about everything in his path..."

Der kochende Schizzotrip kommt nicht von ungefähr. Es ist ein musikalisches Spiegelbild der negativen Erlebnisse, die Frontmann Dez in seiner Vergangenheit durchlaufen muss: Die schmerzhafte Trennung von seiner Frau, sowie der Albtraum, als Zehnjähriger mit ansehen zu müssen, wie sein Vater sich erschießt.

In den Staaten erobern die vier schillernden Maniacs mit ihrem bedrohlichen Sound die Ohren der Gitarrenfraktion und auch andernorts bringt die Truppe die Musik-Szenerie dank ihrer exzessiven Touraktivitäten mit Bands wie Pantera, Megadeath oder Machine Head durcheinander. Kids fangen an, die Vorbilder mit Make Up und schillernden Outfits nachzumachen.

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1999 muss sich der Fankreis auf einen neuen Stil umstellen. Denn mit ihrem Album "Chamber Music" verfolgt die Band nicht nur eine Weiterentwicklung ihres Stylings, auch musikalisch geht man neue Wege. Das Fundament der ersten Platte, brutale dunkle Gitarren, quälende Vocals und Hip Hop-beeinflusste Beats sind auf dem zweiten Longplayer kaum mehr als ein Sprungbrett in melodiösere Gefilde und tiefere Emotionen. Mit Ozzy Osbourne gewinnen sie auch prominente Unterstützung für das Peter Gabriel Cover "Shock The Monkey"

Im Januar 2002 verlässt Rayna Foss-Rose mehr oder weniger überraschend die Band, um sich künftig verstärkt ihrer zweijährigen Tochter Kayla zu widmen (Papa ist Ehemann und Sevendust-Drummer Morgan Rose). "Es ist mir nicht leicht gefallen und ich wünsche der Band nur das Beste", lautet ihr Statement. Als Nachfolgerin am Bass wird die deutschstämmige Nadja Peulen verpflichtet. Das neue Coal Chamber-Album "Dark Days" erscheint im Mai 2002 und legt wesentlich mehr Wert auf gute Grooves, denn auf stupides Psycho-Gehabe. Doch noch vor der Veröffentlichung kracht es mächtig zwischen Sänger Dez und Gitarrist Meegs, da sich die beiden seit dem Ausstieg aus der Tattoo The Planet Tour mit Slayer nicht mehr grün sind. Auch die Jägermeister-Tour wird abgebrochen, man will sich zu Hause erst mal zusammen setzen, um zu beraten, wie es denn nun weitergehen soll.

Scheinbar gar nicht, denn die Verkaufszahlen sinken genauso wie die Stimmung untereinander, und mit der B-Seiten Compilation "Giving The Devil His Due" soll dann auch Schluss mit der Band sein. Dez geht aber schon seit einiger Zeit mit seinem Projekt DevilDriver in die Vollen, und Meegs hat schon seine Combo Pinata am Laufen.

Fafara bleibt nach dem Split das einzige Bandmitglied, das regelmäßig neuen musikalischen Output bietet. Bassistin Nadja Puelen bringt ihre eigene T-shirt-Linie CruelTees an den Start. Drummer Mikey Cox gründet mit dem Ex-Orgy Jay Gordon Machine Gun Orchestra, Gitarrist Meegs Rascón ist mit Glass Piñata unterwegs. Währenddessen verkündet Dez fleißig, dass es mit ihm keine Coal Chamber-Reunion geben wird. Aber 2008 interessiert ihn sein Geschwätz von gestern nicht mehr. Auf der Bühne kommt es bei einem DevilDriver-Gig zur Versöhnung von Fafara und Rascón. Im September 2009 wird bekannt, dass Peulen und Cox sich den beiden wieder anschließen.

Nach einem kurzen Zwischenspiel mit Bassistin Chela Rhea Harper dauert es jedoch noch bis 2013, ehe man im Coal Chamber-Lager wieder Nägel mit Köpfen macht und bei Napalm Records einen neuen Deal unterschreibt. Satte zwei Jahre später steht dann endlich "Rivals" in den Läden.

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Surftipps

  • Coal Chamber

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