Porträt

laut.de-Biographie

Bunny Lake

Der 1965 erschienene Film "Bunny Lake Ist Verschwunden" des österreichischen Regisseurs Otto Preminger dient knapp 40 Jahre später dessen Landsmännern Christian Fuchs und Dr. Nachtstrom (Walter Brandner) als Inspirationsquelle bei der Suche nach einem geeigneten Bandnamen. 2004 gründen die beiden Musiker ihr Projekt Bunny Lake, dessen Line Up kurze Zeit später mit Sängerin Suzy On The Rocks (Teresa Rotschopf) und Bassist Christian Baumgartner komplett ist. Elektronisches mit einer guten Portion Popappeal lautet die Formel, auf die sich Bunny Lake verständigen.

Eine kleine Überraschung, wenn man sich die Biografien von Fuchs und Dr. Nachtstrom anschaut. Der eine ist seit den frühen 90ern Jahren Sänger und Texter der Industrial-Rock-Formation Fetish 69, die unter anderem auch einige Releases auf Doxa Records hat. Dr. Nachtstrom veröffentlicht vor seiner Zeit bei Bunny Lake auf dem Experimental-Label Mego, wo unter anderem Namen wie Fennesz, Merzbow, Radian und Jim O'Rourke im Backkatalog zu finden sind. Ihr musikalisches Erbe lassen die beiden mit Bunny Lake jedoch hinter sich, wie sich 2006 mit dem Debütalbum "The Late Night Tapes" zeigt.

Bei den Aufnahmen am Regler sitzt mit Gerhard Potuznik alias G.D. Luxxe eine Institution des österreichischen Underground. Und auch für den Nachfolger im Jahr darauf können Bunny Lake prominente Unterstützung rekrutieren. Dieses Mal produziert Christopher Just, altgedienter House- und Techno-Haudegen das Album mit dem Titel "The Church Of Bunny Lake". Der geschmeidige Elektro-Pop kommt auch dank zahlreicher Konzertauftritte gut an und die Fangemeinde der Band wächst beständig.

Sicherlich auch ein Grund, warum der österreichischen Formation 2010 der Wechsel vom Indie-Label Klein Records zum Major Universal gelingt. Dort erscheint mit "The Beautiful Fall" im Sommer das dritte Album. Die Band schrumpft nach dem Abgang von Dr. Nachtstrom derweil zum Duo.

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