Porträt

laut.de-Biographie

Bonehouse

Ein Licht am Ende des Tunnels: Die Kieler Band Bonehouse versucht seit sieben Jahren, den Klischees zu trotzen, dass Punk, Hardcore und Metal nicht stilübergreifend funktionieren. Bonehouse werfen dazu die jeweils besten Genre-Eigenschaften erfolgreich in einen heftig brodelnden Topf. Auf den Konzerten der Knochenhäusler findet man Assel-Punks und Punkrocker genauso wie Old School-Metaller und Hardcore-Headz. Logischerweise spielt man dann im Laufe der Karriere auch mit solch unterschiedlichen Gruppen wie Turbonegro oder Voivod. Mit dem 2002er Album "Onward To Mayhem" treten sie wieder den Beweis an, harte Musik für alle Geschmäcker zu kreieren.

Bonehouse - Onward To Mayhem Aktuelles Album
Bonehouse Onward To Mayhem
Die Kieler vereinen das Derbste aus Metal, Punk und Hardcore.

Im Kieler Umland gelten Bonehouse ja schon lange nicht mehr als Insidertipp. Seit Jahren gehören sie mit den Kollegen von Smoke Blow überregional zu den erfolgreichsten Förde-Formationen. Und von denen gibt es - trotz schlechter Labelnetze - einige. Die Hardcorer von den Tiny Giants und Go Ahead!, die Thrash Metaller Wallcrawler, die Deutsch Punks der Irren Offensive, die Punk'n'Roller von Gutbucket und sogar Hardcore-Jazzer wie Live And Learn haben ihre Roots in der nördlichsten Landeshauptstadt.

Das Aushängeschild Holsteiner Musikkunst schimpft sich jedoch Bonehouse und existiert seit 1993. Damals treffen sich mit Kalle Stietzel (drums), Helge Rathjens (guitar), Marcel Inselmann(bass) und Philipp Wolter (vocals) vier Hardcore-Freaks, um der dekadenten Gesellschaft die metallische Punk-Power entgegenzusetzen. Alle sind durch diverse Aktivitäten in der lokalen Szene bestens bekannt, und so erspielt man sich relativ schnell den Ruf einer gnadenlosen Live-Band. Zwei Jahre nach der Gründung nehmen Bonehouse ihr erstes Demotape "No Fear" auf. Ab März des selben Jahres zupft Martin Bock den Bass.

"Ein Bonehouse-Auftritt artet jedes mal völlig aus. Beginnt zunächst der Gig zwar mit einem Höllenalarm und viel Bewegung, aber eben noch innerhalb üblicher Grenzen, so bricht im letzten Drittel das Chaos aus: Bierfontänen überall, nackte Menschen auf und vor der Bühne, zerbrochenes Mobiliar und überall grinsende Gesichter", findet 1995 ein Kieler Zeitungsreporter. Ein Jahr später folgt die eigenproduzierte Mini-CD "Symmetry Of Decadence". Durch gute Kritiken in der Fachpresse wird das Münchener Label Earth A. D. auf die Truppe aufmerksam.

Ab Mai 1996 verstärkt Pete Stoeckicht als weiterer Gitarrist die Bonehouse-Fraktion. Schon auf dem ersten richtigen Album "Dogbite" kann er durch sein fettes Spiel Akzente setzen. Es folgt eine Tour durch Deutschland und Tschechien. Für den zweiten Longplayer "Steamroller" fährt man dann 1999 ins Stockholmer Sunlight Studio nach Schweden und verewigt mit Hilfe von Jocke Pettersen und Tomas Skogsberg eine ausgefeilte Hardcore-Wand auf Plastik und Vinyl, die so ziemlich alles wegballert, was nicht bei drei auf den Bäumen weilt. Die Energie und die hymnenhaften Refrains des Punk paaren sich dort mit der virtuosen Gitarrenarbeit des Metal.

Nach der Veröffentlichung einer Split-Single mit den Kieler Kollegen von Smoke Blow rocken beide Bands bei der "Burning Harbour"-Tour 2000 zahlreiche deutsche Clubs in Schutt und Asche. Aus verschiedenen Gründen steigt Klampfer Helge danach aus. Er findet sein neues Zuhause bei den Typhoon Motor Dudes. Die Trennung verläuft ohne Streit, Helge selbst empfiehlt der Gruppe mit Jan Späth gar seinen Nachfolger. Rock'n'Roll-Punk Späthi ist ein langjähriger Freund der Band und äußerst geschickt im Umgang mit der coolen Klampfe. Seinem Einfluss verdanken Bonehouse, dass ihr Sound auf dem "Onward To Mayhem"-Werk nicht nur derbe in die Magengegend knüppelt, sondern zuweilen auch im tanzbaren AC/DC-Style lässig über die Highways groovt.

Alben

  • Das Knochenhaus im Netz

    Schön punkige Seite, immer aktuell.

    http://www.bonehouse.de
  • Earth AD Records

    Bonhouse kleines, aber feines Münchener Label.

    http://www.earth-ad.com/
  • Einzige Fanpage

    Die einst so wilden Bonebastards sind etwas müde geworden.

    http://www.bonebastards.de

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