Der Norweger knüpft an große Traditionen an: Deltablues-Heroen wie Robert Johnson, Mississippi John Hurt oder Skip James verschlingt der junge Bjørn Berge genauso wie John Hammond, Johnny Winter, Stevie Ray Vaughan oder seinen absoluten Liebling, den Slide-Gitarristen Roy Rogers.
1968 in Hausegesund an der Westküste des skandinavischen Landes geboren, greift Bjørn im Alter von 13 zur Gitarre und der Blues nach ihm. Der programmatisch ehrliche Titel seines Major-Debüts von 1999 lautet nicht umsonst: "Blues Hit Me". Im Laufe der Jahre gelingt dem Tattoo-Fan und Autodidakten der Wechsel ins Profilager.
Berge tritt zwar bevorzugt solo - allein mit seiner Stimme, Gitarren und Effektgeräten ausgerüstet - in Erscheinung, arbeitet im Studio aber gerne mit Gastmusikern zusammen. Einzelne Musiker begleiten ihn zuweilen dann auch auf seinen Konzertreisen, die ihn im neuen Jahrtausend durch ganz Europa und die USA führen.
So grast er Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien oder die Niederlande ab und spielt 2004 und 2006 auch auf großen Festivals. Seine Live-Show hinterlässt dabei offene Münder, ersetzt der Norweger dank seiner Power doch ein komplettes Trio: Mit dem Daumen zupft er den Bass, mit den Fingern die Solo-Gitarre und stampft dazu auf wie ein Drumkit - ganz in der Tradition der alten Blueser.
Rock und Blues - ob in Balladenform oder fast mit Metal-Antlitz dargeboten - sind die Spezialität des Nordmannes. Dabei interpretiert er eigene Stücke und Cover-Versionen (Motörhead, Frank Zappa u.a.) oder arbeitet mit Kollegen zusammen. Bei seinen Landsleuten hat er längst einen Stein im Brett, wie zwei Spellemannsprisen, das norwegische Grammy-Pendant, für die Alben "String Machine" und "Illustrated Man" dokumentieren.
Einige Monate zuvor präsentiert Berge die Scheibe im September 2006 mit seinem Kumpel Popa Chubby bereits in Deutschland (u.a. auf der Popkomm) und Österreich. Ab Ende Januar 2007 bereist er im Rahmen einer neuerlichen Europa-Tournee erneut deutschsprachige Lande.
Da geht einiges: Undergroundrapper Immortal Technique und We Are Scientists geizen mit Konzerten, Kaki King ist für die intimen Momente zuständig, Björn Berge macht sich RATM Untertan und Seabear aus Island geht zu Herzen. (0 Kommentare)