Porträt

laut.de-Biographie

Bette Midler

Von der Ananas-Verpackerin zur gefeierten Sängerin und Schauspielerin: Die Mutter der am 01. Dezember 1945 im hawaiianischen Honolulu geborenen Bette Midler scheint zu ahnen, dass aus dieser Tochter einmal etwas Großes wird. Daher rührt der gewählte Vorname von der berühmten amerikanischen Schauspielern Bette Davis. Das junge Mädchen wächst mit den Geschwistern Susan und Judy in schlichten Verhältnissen auf: Ihr Vater ist Anstreicher. In jungen Jahren verdingt Bette Midler sich als Verpackerin von Ananas-Früchten.

An der Universität der Insel studiert Bette Theaterwissenschaft und tritt als Komparsin in dem Stück "Hawaii" auf. Nach dem Studium zieht es sie nach New York, wo sie verschiedenen Broadway-Shows Engagements erhält, u. a. im Musical "Anatevka". Als Chorsängerin sind "The Fiddler On The Roof" und "Tommy" weitere Stationen. In New York's Continental Baths, einer einzigartigen Kombination von Bädern, Restaurants und Auftritts-Bühnen, macht Bette eine wegweisende Bekanntschaft: Sie trifft auf den Sänger und Komponisten Barry Manilow und tritt mit ihm zusammen in einigen Comedy-Shows auf. Diese Bekanntschaft ebnet ihr den beschwerlichen Weg im Showbusiness, an dem Bette weiter hart arbeitet.

Die Middler präsentiert sich bei ihren Auftritten nicht als Glam-Girl: Sie hat ihre eigene Meinung, schreckt vor eindeutigen Zweideutigkeiten nicht zurück und nennt die Dinge beim Namen. In dieser Zeit erarbeitet sie sich besonders in der Gay-Szene einen guten Ruf. Lohn der Mühen: Zu Beginn der siebziger Jahre erhält sie einen Plattenvertrag bei Atlantic Records. Bereits ihre erste Alben-Veröffentlichung entpuppt sich als großer Erfolg: "The Divine Miss M" erntet 1972 eine Platin-Auszeichnung, und fortan wird Bette von ihren Fans stets mit dem Beinamen 'Die Göttliche' tituliert. Nach vier weiteren Alben verknüpft sie 1979 erstmals die die Filmerei mit der Musik.

Sowohl der Kinostreifen "The Rose" mit Bette in der Hauptrolle als auch der von ihr eingesungene Soundtrack erweisen sich als Kassenschlager. Der Film basiert in der Grundhaltung auf dem Leben der Blues-Legende Janis Joplin und Bette Midlers persönlichen schmerzhaften Erfahrungen mit dem Alkohol. Die Kritiker zeigen sich begeistert. Neben einer Oscar-Nominierung erhält der Film zwei Golden Globes, das Album einen Grammy und erlangt ebenfalls Platin-Status. Auch als Buchautorin macht sich Bette einen Namen: "A View from A Broad" beschreibt die Hintergründe zu ihrer erfolgreichen Bühnenshow "Divine Madness" und verkauft sich glänzend.

In den Folgejahren veröffentlicht sie weitere Alben und bleibt der Schauspielerei fern, allerdings nur bis 1984. Bette unterzeichnet einen Vertrag bei Walt Disneys Filmfirma Touchstone und überzeugt in den deren Filmen besonders als Komikerin. Über "Die Unglaubliche Entführung Der Verrückten Mrs. Stone" und "Nichts Als Ärger Mit Dem Typ" amüsieren sich weltweit Millionen von Kinogängern. Ebenfalls 1984 schließt sie am 16. Dezember mit dem Fotografen und Künstler Martin von Haselberg den Bund der Ehe. 1986 kommt Tochter Sophie zur Welt. Als Sängerin spielt Bette 1990 "Some People's Lives" ein. Die daraus ausgekoppelte Single "From A Distance" avanciert zum Welthit und bringt ihr einen weiteren Grammy ein.

Die Zeit ist reif für neue Wagnisse - und so gründet sie zusammen mit ihrer Freundin Bonnie Bruckheimer eine eigene Produktionsfirma unter dem Namen All Girl Productions. 1988 erscheint mit "Freundinnen" die erste erfolgreiche Produktion. Bei der Auswahl ihrer weiteren Stoffe beweist Bette Midler weiterhin ein glückliches Händchen: Zu Blockbustern entwickeln sich z. B. "For the Boys - Tage des Ruhms, Tage der Liebe" und "Hocus Pocus - Drei zauberhafte Hexen". "For The Boys" wirft für Bette erneut eine Oscar-Nominierung ab. Mit einem von ihr initiierten Umwelt-Projekt versucht Bette ab 1995 die Renaturierung und menschenwürdige Gestaltung heruntergekommener Teile von New York voranzutreiben.

Dem Gesang bleibt Bette weiterhin stets treu: 2003 veröffentlicht sie zusammen mit ihrem alten Weggefährten Barry Manilow das Tribut-Album "Bette Midler Sings The Rosemary Clooney Songbook". Einer weiteren Legende zollt Bette dann 2005 ihren Respekt: Mit "Bette Midler Sings The Peggy Lee Songbook". 2008 folgen Engagements im berühmten Caesar's Palace Hotel in Las Vegas. Sie präsentiert hier ab Februar ein umjubeltes Programm unter dem Titel "The Showgirl Must Go On".

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