Porträt

laut.de-Biographie

Beth Hart

Ihr Markenzeichen: Nach vorn drängender bluesiger Rock von erstaunlicher Direktheit. Die markante Stimme ist immer für ein zittriges Vibrato gut und erinnert zeitweise an die rauen Röhren von Melissa Etheridge oder auch K's Choice-Frontfrau Sarah Bettens.

Beth Hart - 37 Days
Beth Hart 37 Days
Rotzig, wütend, tröstend und inspirierend zugleich.
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Beth Hart kommt im Januar 1972 in Los Angeles auf die Welt. Im Alter von vier Jahren beginnt sie, Klavier zu spielen. Schon als Jugendliche hat sie ihren eigenen Kopf - und der will Musik machen. Die logische Konsequenz bildet der Abbruch ihrer High-School-Karriere zu Gunsten einer solchen in der Musikbranche.

Sie studiert Cello und Gesang an der Los Angeles High School Of Performing Arts. In den frühen 90ern zieht sie bei der Talentshow "Star Search" erste Aufmerksamkeit auf sich.

Doch bald werden Drogen und Alkohol zu einem Problem. Bei den Aufnahmen ihres Debüts "Immortal" von 1996 ist Hart bereits stark abhängig. Die Platte erscheint noch unter dem Namen Beth Hart Band, zu der außerdem Jimmy Khoury (Gitarre), Sergio Gonzalez (Schlagzeug) und Tal Herzberg (Bass) gehören. Der Song "Summer Is Gone" beschert dem Quartett einen ersten kleinen Hit.

Höher hinaus geht es 1999 mit dem zweiten Album "Screamin' For My Supper", auf dem sich Hart mit ihrem Kampf gegen die Drogensucht auseinander setzt. Der "L.A. Song" macht sie bekannt. Nach einem extravaganten Auftritt bei David Letterman avanciert der Track in den USA zu einem Alternative-Hit. Körperlich befindet sich die Sängerin jedoch auf einem Tiefpunkt.

Zugleich spielt Hart in dem Musical "Love, Janis" die Hippie-Ikone Janis Joplin, mit deren Stimme ihre eigene oft verglichen wird. Aus der Zeit, bevor sie auf ihre letzte Entziehungskur geht, trägt sie ihre zahlreichen Tätowierungen davon. Nach eigenen Angaben entstanden die acht Körperverzierungen innerhalb von neun Monaten.

2003 veröffentlicht Beth Hart ihr drittes Album "Leave The Light On", das die dunkelsten Stunden ihres Lebens aufarbeitet. In den USA bedeutet es den Durchbruch, aber auch in Dänemark kommt sie gut an, ebenso in den Niederlanden. Das Album erreicht Goldstatus in beiden Ländern. Ein Jahr später meldet sich die energiegeladene Sängerin mit der Live-CD und -DVD "Live At Paradiso" zurück. Die Aufnahmen stammen von einem Konzert in Amsterdam im Mai 2004.

"Leave The Light On" erscheint in Deutschland erst 2006 - in einer neu aufgelegten Version. Diese enthält im Vergleich zur ersten US-Version vier neue Tracks, dagegen fehlen zwei, darunter der Song "If God Only Knew", den die Sängerin für ihren Vater geschrieben und in einem Interview als eines ihrer Lieblingslieder bezeichnet hat.

Auch "37 Days" kommt eigentlich schon 2006 auf den Markt, erscheint in Deutschland offiziell aber erst 2008. Dennoch besteht kein Grund zur Panik: Beths viertes Album ist so energiegeladen, dass die Batterien auch zwei Jahre später noch voll sind.

Unter Kollegen genießt sie großes Ansehen. So nimmt sie ein Track mit Slash für dessen Solomühe "Slash" (2010) auf, das allerdings nur in der iTunes-Version des Albums zu hören ist. 2011 und 2013 nimmt sie mit Joe Bonamassa zwei Platten mit Coverversionen auf ("Don't Explain" und "Seesaw") auf.

2012 erscheint ihr sechstes Studioalbum "Bang Bang Boom Boom", das aus ihrer Sicht einen wichtige Schritt darstellt. "Ich habe oft über Schmerz und Angst geschrieben. Liebe kam selten vor. Weil ich sie nicht verstanden habe und weil ich dachte, dass ich sie nicht verdiene. Nun habe ich mich endlich mit dem Thema auseinandergesetzt und muss zugeben, dass es sich toll anfühlt", erklärt Hart auf ihrer Homepage.

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