Porträt

laut.de-Biographie

Ben l'Oncle Soul

Dass Künstler den White Stripes-Hit "Seven Nation Army" covern, ist keine Seltenheit. Eine derart funky Interpretation wie die eines gewissen Benjamin Duterde kannte die Musikwelt bis 2009 allerdings nicht.

"Soulwash" heißt die EP, die die europäische Soulszene begeistert und Duterde unter dem Namen Ben l'Oncle Soul über die Landesgrenzen hinweg bekannt macht. Bis dato war der 1984 im französischen Tours Geborene lediglich regional mit seinem Chor namens Fitiavana bekannt.

Neben Meg und Jack White zieht er die Spice Girls, Aqua, Gnarls Barkley und Katy Perry durch den Motown-Kakao. Er selbst entdeckt den Soul bereits im Mutterleib: Während der Schwangerschaft bekam seine Mutter nicht genug von Ray Charles, im Säuglingsalter stießen Aretha Franklin und Marvin Gaye hinzu.

Das prägt. Sogar so sehr, dass ein Tattoo mit dem Schriftzug "Motown" sein Handgelenk ziert. Die Freude muss unermesslich gewesen sein, als der französische Ableger der wiederbelebten, legendären Soulschmiede ihn unter Vertrag nimmt. Das Label stößt durch Videos seiner Coverversionen auf das Naturtalent. Seine Auftritte strotzen nur so vor Spaß und Energie, kaum ein Tanzbein steht still.

Bevor Motown das selbstbetitelte Debüt veröffentlicht, nimmt Ben Unterricht bei den ganz Großen. Für Musiq Soulchild, Raphael Saadiq und India Arie steht er auf der Bühne und versucht, die Massen in Stimmung zu bringen. Zunächst funktioniert das zumindest in Frankreich, seine LP schnellt auf Platz fünf der hiesigen Charts.

Es ist nur ein Frage der Zeit, bis er die Ohren Resteuropas erreicht. 2010 spielt er Festivals quer über den Kontinent verteilt, unter anderem auf der Berlin Music Week. Im selben Jahr nominiert ihn MTV für die European Music Awards in der Kategorie "Bester französischer Künstler".

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