Porträt

laut.de-Biographie

Batucada Sound Machine

"Wäre 'Energy' ein Genre, dann wäre es genau das, was ihr mit eurer Band spielt." Wenn in einer Formation ein gutes Dutzend Musiker zusammenkommt (so ganz genau weiß die Batucada Sound Machine das mit der Mitgliederzahl eigentlich selbst nicht), entsteht oft ein Stilkonglomerat – dann ist man dankbar für solcherlei musikalische Verortung von Fans.

Andererseits bezieht sich das 'Energy' vorrangig auf die schweißtreibenden und mitreißenden Live-Performances der in Neuseeland ansässigen Combo. Als Aussage über die Musik selbst, die die Gruppe seit 2007 auch via Langspieler unter die Leute bringt, funktioniert der Begriff nur teilweise.

"Wir können uns eigentlich nie wirklich entscheiden. Diese Definitionsdiskussion haben wir immer wieder untereinander. Ich glaube, das Wort Fusion kam in letzter Zeit immer wieder auf", sucht Bandmember Richard Setford grob zu umreißen. Sein Kollege Darryn Sigley kommt ihm zu Hilfe: "Unsere Art wird meist als World Music bezeichnet. Samba, kubanische Elemente, Rhythm, Funk, Hip Hop, Soul, Reggae, Rock, Afrobeat, Dub."

Fest steht jedenfalls, dass das Fundament ihrer Musik perkussiv ist – und damit äußerst tanzbar. Die Batucada Sound Machine wird nämlich 2003 im Kreis von fünf Drummern unter Leitung von James Hughes in einem Aucklander Club ins Leben gerufen.

Auf Jams beginnt man, brasilianische Batucada-Rhythmen mit Pacific Soul zu kombinieren. Seither fusionieren die Neuseeländer mit mehreren Schlagzeugern, Percussion, Bläsern und Gesang alles, was ihnen tanzbar und global vorkommt: Kubanische Volksmusik, Afrobeat, funky Hip Hop und vieles mehr.

Nicht nur in Ozeanien kommt das gut an. Erfolge in den neuseeländischen Charts sowie das Debüt "Rhythm And Rhyme" (Riot Music) öffnen Türen zu den renommiertesten europäischen Festivals. So performt die Sound Machine etwa bei legendären Glastonbury Festival.

Für die Vollzeit-Musikerkarriere reichen diese Erfolge allerdings nicht immer. So viele Bandmitglieder schmälern eben noch die schönste Gewinnmarge. Das ficht die Batucada Sound Machine aber gar nicht weiter an – der Spaß an der Musik ist und bleibt ihr erstes Gebot.

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