Porträt

laut.de-Biographie

Barbara Carlotti

Man preist sie als "französische Nico" an, in Rezensionen gilt sie als Erneuerin, gar Retterin des französischen Chansons. Mit nur zwei Alben macht Barbara Carlotti dank poetischer Texte und nostalgischer, wenn auch nicht altertümlicher Arrangements auch außerhalb Frankreichs auf sich aufmerksam.

Barbara Carlotti - L'Ideal Aktuelles Album
Barbara Carlotti L'Ideal
Die Korsin ist die bessere Carla Bruni.

1974 in Clamart bei Paris geboren, wächst Carlotti auf der Mittelmeerinsel Korsika auf. Mit achtzehn zieht sie nach dem Abitur zurück in den Dunstkreis der französischen Hauptstadt und nimmt ein Gesangsstudium am Konservatorium von Issy-les-Moulineaux auf. "Ich habe mich an einer Jazz-Schule eingeschrieben, habe Gesangskurse genommen, Klavier spielen gelernt und schließlich, vor sechs Jahren beschlossen, meine eigenen Songs zu schreiben. Das war dann die natürlichste Art für mich, meine eigene Stimme zu finden", erklärt sie 2006 in einem Interview bei der Veröffentlichung ihres ersten Albums "Les Lys Brises".

Ende der 90er Jahre tritt sie mit dem Gitarristen Jean-Pierre Petit in Pariser Bars auf. 2002 schreibt sie Stücke für einen Kurzfilm Emmanuel Bourdieus, der Sohn des einflussreichen Soziologen Pierre. 2005 veröffentlicht sie die selbstproduzierte EP "Chansons", mit der sie die Aufmerksamkeit von Bertrand Burgalat erregt. Der Musiker, Produzent (unter anderen von Air) und Besitzer der Plattenfirma Tricatel ist von ihr so begeistert, dass er sie als erste französische Künstlerin an das Independent-Label 4AD weiter vermittelt und ihr erstes Album produziert.

Mit dem dunklen, kraftvollen Timbre ihre Stimme, Retro-Klängen und Texten, die Einflüsse von William Faulkner und Oscar Wilde vorweisen, ist Carlotti im Heimatland auf Anhieb in aller Munde und erzielt auch im Ausland einen Achtungserfolg. Anstatt auf derselben Schiene weiter zu machen, arbeitet sie auf ihrem zweiten Album mit Jean-Philippe Verdin zusammen, auch bekannt als Readymade FC, der 2005 für sein Album "Babylonia" David Sylvian, Feist und Yael Naim gewinnt. "L'Ideal" (Juni 2008) klingt mit elektronischen Sprengseln und Streicherbegleitung wesentlich luftiger als das Debüt.

Alben

Barbara Carlotti - L'Ideal: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2008 L'Ideal

Kritik von Giuliano Benassi

Die Korsin ist die bessere Carla Bruni. (0 Kommentare)

  • Offizielle Seite

    Reich bebildert.

    http://www.barbaracarlotti.com
  • MySpace

    Mit Hörproben und Videos.

    http://www.myspace.com/barbaracarlotti

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