Porträt

laut.de-Biographie

August Alsina

Das klassische Hip Hop-Leitmotiv des "Started from the bottom, now we're here" findet nicht erst seit Drake genauso im R&B Verwendung. August Anthony Alsina, Jr. (*1992) rückt Lebenserfahrungen jeglicher Art in den Fokus seiner Musik, anstatt überkommene Genreklischees zu reproduzieren.

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Dabei gleicht Alsina auch optisch mehr einem MC. In den zahlreichen Videos zeigt sich der Mann aus New Orleans etwa reichlich tätowiert und mit Grills'n'Glasses am Pokertisch. Oder eben im Lowrider. Weshalb er immer wieder feststellen muss: "Ich bin absolut kein Rapper. Aber ich habe gelebt wie ein echter N****."

Wiedersprechen mag man ihm da nicht. Nachdem August mit 14 erfolgreich erste R&B-Coverversionen auf YouTube hochlädt (u.a. Songs von Lyfe Jennings), zieht er mit Mutter und Bruder von Louisiana nach Houston, Texas. Neben den Folgen von Hurrikan Katrina möchte die Mutter ihre Zöglinge auch vor dem crackabhängigen Vater bzw. Stiefvater beschützen.

Augusts Vater erliegt bald dem Drogenmissbrauch, woraufhin sich die häusliche Situation in Houston dramatisch zuspitzt. Schließlich setzt ihn seine Mutter vor die Tür. Alsina geht zurück nach New Orleans, wo er als Crack-Dealer bei Verwandten und Freunden überlebt.

Der Weckruf lässt nicht lange auf sich warten. Augusts älterer Bruder wird 2010 bei einem Drogenhandel erschossen. "Menschen sterben jeden Tag in den Straßen New Orleans'. Bedauerlicherweise ist der Tod hier eine Lebensweise geworden." Der Amerikaner beschließt, mit der kriminellen Vergangenheit zu brechen und eine Musikkarriere zu verfolgen.

2011 zieht er nach Atlanta. 2012 veröffentlicht Alsina sein erstes Mixtape "The Product". Hier wie auf "The Product II" sowie auf dem Debütalbum "Testimony" verarbeitet der R&B-Sänger seine persönlichen Dramen. "Ich stecke meinen Schmerz, mein Herz, meine Seele hinein", sagt er. Was nicht bedeutet, dass für bewährte Genrethemen und Slow-Motion-Balladen im Geiste seines Freundes Chris Brown kein Raum bliebe.

In jedem Fall geht der Plan auf. Die Mixtapes verschaffen ihm Aufmerksamkeit, die sich bei der Albumpremiere in Features mit Rick Ross, Jeezy, Pusha T und Trinidad James widerspiegelt. "Testimony" schafft es sogar bis auf Platz zwei der US-Billboard-Charts. Unterdessen nimmt ihn Def Jam Recordings unter Vertrag und das XXL Magazin in die Newcomer-2014-Liste auf.

Seinen Sound beschreibt August Alsina als "New Orleans Lifestyle Music". Inspiration findet er in Größen wie Kendrick Lamar, Drake und Jay-Z.

Alben

Termine

Di 30.01.2018 Frankfurt (Gibson)
Do 01.02.2018 Köln (Gloria)
Sa 03.02.2018 München (Muffathalle)
Di 06.02.2018 Berlin (Kesselhaus)
So 11.02.2018 Hamburg (Uebel&Gefährlich)

Surftipps

  • Offiziell.

    August Alsina

    http://www.augustalsina.com/

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