Porträt

laut.de-Biographie

Arab Strap

Ein Arab Strap ist ein hierzulande eher unter der Bezeichnung Cockring populäres Penis-Geschirr zur Erektions-Unterstützung. Dieses eher desperate Sexutensil dient dem Songwriter-Duo Aidan Moffat und Malcolm Middleton als Namenspate. Ihre Songs erzählen von der Scheiß-Liebe, dem Scheiß-Leben, von Sex, Alkohol, Eifersucht und dem ganzen anderen Scheiß.

Die beiden freundlichen Defätisten kommen aus Falkirk, einem schottischen Kaff mitten im Niemandsland zwischen Glasgow und Edinburgh. Ihre erste Single, "The First Big Weekend", ein Spoken-Word-Lamento über ein verpisstes Frühsommerwochenende samt EM-Niederlage Schottlands gegen England, mausert sich 1996 auf der Insel zu einem veritablen Indie-Hit, der später sogar in einer Guinness-Werbung Verwendung findet.

Auf ihrem Debütalbum "The Week Never Starts Round Here" zeichnen Arab Strap ein famos trostloses Bild ihres Heimatstädtchens als elend stinkendes Loch voll gewalttätiger Alkoholiker und verdrogter Schlampen. Lieblinge der Lokalpresse werden sie damit selbstredend nicht. Aber die Musikmedien im fernen London merken auf. BBC Radio 1-Ikone Steve Lamacq spricht gar von der "besten Platte der Neunziger".

Thematisch bleibt sich das Duo über die Jahre treu. Nur ab und an keimt ein Hauch von Romantik auf, doch meist bleiben sie "Mad For Sadness" (1999). Musikalisch jedoch entwickeln sich Arab Strap von Lo-Fi-Beatbox und Gitarrenansätzen zu reich instrumentierten Orchestralsound-Freunden, inklusive Streichern, Pianos, Trompeten und Dudelsack. "Tindersticks aus der Gosse", nennt das frecherweise ein Kritiker.

Nach mehr als zehn Bandjahren beschließen Aidan Moffat und Malcolm Middleton im Spätsommer 2006 überraschend die Auflösung ihrer Band. Im Vorjahr veröffentlichten Arab Strap mit "The Last Romance" ihr letztes Studioalbum. Von ihren Fans verabschiedet sich das Duo mit der Best Of-Platte "Ten Years Of Tears" und einer kleinen Tournee im November 2006.

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